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Paderborn News: Lukas Kwasniok vor Duell gegen den FC Schalke

Baumgart-Nachfolger Kwasniok: Schockt das "Chamäleon" auch Schalke?

Thorsten Mesch

12.09.2021 | 09:06 Uhr

SC Paderborn 07: Lukas Kwasniok (Vertrag bis 23.06.2023)
Image: Lukas Kwasniok startet bei Paderborn druch.  © DPA pa

Nach Siegen gegen St. Pauli, in Dresden und Bremen rangiert der SC Paderborn unter seinem neuen Trainer Lukas Kwasniok überraschend auf Platz zwei. Am Sonntag steht mit dem Spiel gegen Schalke 04 die nächste große Bewährungsprobe auf dem Programm. 

Der SC Paderborn ohne Steffen Baumgart an der Seitenlinie, das konnten sich viele nach fünf Spielzeiten unter dem gebürtigen Rostocker kaum vorstellen. Von der 3. Liga führte Baumgart die Ostwestfalen bis in die Bundesliga, doch nach der vergangenen Saison war die Zeit reif für etwas Neues.

Baumgart wechselte zum 1. FC Köln, Paderborn holte Lukas Kwasniok als dessen Nachfolger. Und bislang füllt der gebürtige Pole, der im Alter von sieben Jahren nach Deutschland kam, die großen Fußstapfen seines Vorgängers mehr als ordentlich aus.

Paderbron nach fünf Spielen auf Platz zwei

Nach fünf Spielen mit drei Siegen steht der SCP auf Platz zwei. Dabei hatte die Saison mit zwei Unentschieden zu Beginn etwas schleppend begonnen, doch dann folgten überzeugende Auswärtssiege in Bremen (4:1) und Dresden (3.:0) und dazwischen ein 3:1 gegen den FC St. Pauli.

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"In die ersten beiden Spiele sind wir so semi reingekommen", erzählt SCP-Profi Sven Michel im Sky Interview, "aber sind ungeschlagen geblieben und haben uns dann ein bisschen in einen Flow gespielt." Die Mannschaft sei "relativ schnell als Truppe zusammengewachsen, das ist der größte Knackpunkt."

Kwasnioks arbeitet "mit Lächeln im Gesicht"

Daran habe auch Kwasniok einen großen Anteil. "Er bringt einen ganz neuen Wind in die Mannschaft und eine etwas andere Spielphilosophie. Die passt aber zu uns, wir haben alle riesigen Spaß auf dem Feld und ich glaube, das sieht man auch", schildert Michel den gelungenen Start unter dem neuen Coach.

Spaß haben aber mit dem nötigen Ernst bei der Sache sein, so könnte man Kwasnioks Credo beschreiben.

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"Wenn ich voller Elan herkomme, erwarte ich das auch von den Jungs. Da lasse ich nicht nach, aber immer mit einem Lächeln im Gesicht", erklärte der 40-Jährige nach dem Beginn der Saison im Sky Interview.

Kampf gegen die Monotonie

Er selbst bezeichnet sich als "wertetreues Chamäleon", und erklärt diese Bezeichnung so: "Eigene Werte vertreten, aber nichts einfordern, was du selbst nicht vorlebst."

Ein Motto des Paderborner Trainers, der seine Laufbahn beim Karlsruher SC begann, aber anders als sein Vorgänger selbst nicht als Profi spielte, lautet: "Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit". Er fordert seine Spieler mit immer neuen Reizen, hält sie wach und kitzelt sie, aber "ohne dass es in einer Spaßveranstaltung endet."

Gegen Schalke nachlegen

Seine Spieler wollen nach dem guten Saisonstart nachlegen. "Gegen Schalke [So., ab 13:00 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga 2 HD] müssen wir auf jeden Fall wieder an unsere Leistungsgrenze kommen, damit wir überhaupt eine Chance haben", sagt Michel, der bei Schalke auf dem Zettel stand, aber seinen Vertrag verlängerte.

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Sven Michel vom SC Paderborn vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04. (Videolänge: 3:39 Minuten)

"Wir sollten nicht mit zu viel Euphorie an die Sache herangehen. Wenn wir uns in jeden Zweikampf reinhauen und auf die zweiten Bälle gehen, haben wir aber auch gegen Schalke mit unseren Fans im Rücken eine sehr, sehr große Chance", glaubt Michel.

Während sein Vorgänger Baumgart in Köln mit Schiebermütze an der Seitenlinie herumtigert, ist Kwasnioks Markenzeichen die Wasserflasche, die er fast immer bei sich hat. "Zweieinhalb bis drei Liter" trinkt er während eines Spiels. Vielleicht genehmigt er sich und seiner Mannschaft nach einem Sieg gegen Schalke ja auch mal ein anderes Kaltgetränk.

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