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Paris St. Germain News: Messi mit Anlaufschwierigkeiten

CR7 macht's vor! Messi-Probleme dämpfen PSG-Start

Florian Poenitz

21.09.2021 | 14:26 Uhr

Lionel Messi ist noch ohne Tor in dieser Saison.
Image: Lionel Messi ist noch ohne Tor in dieser Saison.  © Imago

Lionel Messi kommt bei Paris St. Germain einfach nicht in Fahrt. Der Superstar wartet weiter auf seinen ersten Treffer im PSG-Dress und sorgt zu allem Überfluss mit einem verweigerten Handschlag bei seiner Auswechslung für Schlagzeilen. Ganz anders die Situation bei "Dauerrivale'' Cristiano Ronaldo, der bei seinem Klub Manchester United auf Anhieb funktioniert.

Es lief die 76. Minute im altehrwürdigen Parc des Princes, als Lionel Messi im Ligue-1-Spiel gegen Olympique Lyon beim Stand von 1:1 ausgewechselt wurde. Die Zuschauer huldigten ihren neuen Superstar mit tosendem Applaus, doch Messi schien mit seinem vorzeitigen Feierabend alles andere als einverstanden zu sein.

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Die komplette Vorstellung von Lionel Messi bei PSG. (Videolänge: 32:00 Minuten)

Als Trainer Mauricio Pochettino mit seinem Schützling abklatschen wollte, zog dieser seine Hand zurück und stapfte sichtlich angefressen zur Bank.

Pochettino rüffelt Messi

Diese Szene sorgte natürlich für reichlich Aufsehen - und beherrschte ein Tag später die internationalen Gazetten. Dass PSG das Duell mit Lyon (2:1) am Ende - dank eines Last-Minute-Treffers von Mauro Icardi - doch noch für sich entschied, rückte schnell in den Hintergrund.

Die Marca titelte etwa mit der ersten ''Messi-Wut" und die Mundo Deportivo sprach von einem ''schmollenden Messi", um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Pochettino erklärte die Auswechselung des Argentiniers wie folgt.

"Wir haben uns dazu entschieden, Messi auszuwechseln, um einer möglichen zukünftigen Verletzung vorzubeugen'', betonte der 49-Jährige auf der obligatorischen Pressekonferenz und verwies dabei auf die große Qualität des Kaders: ''Wir haben in der Zukunft viele wichtige Spiele und wir müssen ihn ein wenig schützen. Das war eine Entscheidung für die Mannschaft. Jeder weiß, dass wir viele gute Spieler haben und manchmal muss man halt so eine Entscheidung treffen. Manchmal werden diese Entscheidungen positiv gesehen und manchmal eher nicht.''

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Diese Worte können durchaus als Rüffel an Messi verstanden werden. Ist der Superstar nur einer von vielen wichtigen Spielern bei PSG? Dabei kam der Zauberkünstler als DER Weltstar schlechthin nach Paris, nachdem er zuvor 16 Jahre lang für den FC Barcelona gespielt hatte - und dort zur Legende wurde.

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Holpriger Start bei PSG

Doch offensichtlich kann der Offensivspieler diesen Schalter nach all den Jahren bei den Katalanen nicht einfach so umlegen. Sein Start in der französischen Hauptstadt war durchaus holprig. Die ersten beiden Liga-Spiele verpasste der viermalige Champions-League-Sieger noch wegen Trainingsrückstand, danach kam Messi in drei Partien zum Einsatz.

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Die magere Bilanz: PSG gewann zwar zwei der drei Spiele, doch Messi selbst trat noch gar nicht in Erscheinung. Der Offensivspieler wartet weiter auf sein erstes Tor im PSG-Trikot, genauso wie auf seinen ersten Assist. Zum Vergleich: Sein Sturmpartner Kylian Mabppe hat bereits acht Scorerpunkte (vier Tore und vier Vorlagen) nach sieben Pflichtspielen auf dem Konto.

Messi zeigte gegen Lyon eine ordentliche Partie, so richtig platzen wollte der Knoten aber nicht. Die vorzeitige Auswechslung schien ihn außerdem so sehr geärgert zu haben, dass er nach Abpfiff direkt in der Kabine verschwunden war, während seine Mitspieler noch wie gewohnt zu den Fans gelaufen sind.

Die PSG-Bosse haben sich die ersten Wochen mit ihrem Königstransfer sicherlich anders vorgestellt. Zuvor hielten sich zu allem Überfluss auch noch die Gerüchte hartnäckig, Messi würde sich in Paris nicht wohlfühlen. Die aktuelle Situation des Argentiniers ist damit vollkommen konträr zu der von Cristiano Ronaldo in Manchester einzuordnen.

Die ewige Frage: Messi vs. CR7 - wer ist besser?

Die beiden Ausnahmekicker haben den Weltfußball im vergangenen Jahrzehnt geprägt wie niemand anders. Ronaldo gewann fünf Mal den Ballon d'Or, Messi sogar sechs Mal. Bei der Frage, wer denn der aktuell beste Fußballer des Planeten sei, scheiden sich die Geister. Bis heute.

Klar ist: Während Messi in Paris offensichtlich hadert, trumpft CR7 bei seinem neuen Arbeitgeber United groß auf. Der mittlerweile 36 Jahre alte Portugiese funktioniert sofort und hat keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Vier Tore nach drei Spielen sind eine klare Ansage und zeigen, dass Ronaldo sich sehr schnell anpassen und nicht nur bei einem Klub für Furore sorgen kann.

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Dies war bereits in seiner vorherigen Station bei Juventus Turin (2018 bis 2021) zu beobachten, die erste Station nach zuvor neun erfolgreichen Jahren bei Real Madrid wohlgemerkt. Bei der Alten Dame erzielte er in 134 Pflichtspielen 101 Treffer und steuerte 22 Vorlagen bei.

Ob Premier League, La Liga oder Serie A: Ronaldo hat überall seine Fußstapfen eindrucksvoll hinterlassen. Hinter Messi liegt - ohne Wenn und Aber - eine grandiose Ära beim FC Barcelona (778 Spiele, 672 Tore, 301 Vorlagen), doch den Beweis, dass er auch bei anderem Klub einschlagen kann, ist er noch schuldig ...

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