Rassismus-Eklat: Paraguayische Senatorin Celeste Amarilla tritt nach
Nach ihren rassistischen Äußerungen gegen Kylian Mbappe legt die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla nach. Dieses Mal freut sie sich über das WM-Aus der Franzosen.
15.07.2026 | 20:20 Uhr
Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla hat nach ihren rassistischen Beleidigungen gegen Fußballstar Kylian Mbappe verbal nachgelegt und Schadenfreude über das WM-Aus der Franzosen geäußert.
Nach dem Ausscheiden der Equipe Tricolore im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien (0:2) zeigte sich die Politikerin im paraguayischen Senat demonstrativ in den Farben Spaniens und erklärte: "Wie viele andere freue ich mich für Spanien, das Mutterland. Deshalb die Farben als Hommage. (...) Mbappe hat nun sein Karma abbekommen. Das paraguayische Karma, nicht nur meines", zitierte die Zeitung Hoy die Politikerin.
Zuvor hatte sich Amarilla bereits auf ihren Social-Media-Kanälen mit schadenfreudigen Memes über das französische Scheitern gegen die Iberer lustig gemacht.
Rassistische Beleidigungen
Die Senatorin hatte einen Tag nach Paraguays WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich (4. Juli) den französischen Stürmer unter anderem als einen "kolonisierten Kameruner" bezeichnet, der den harten Franzosen spiele, "voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich" sei. Anlass war, dass Mbappe Paraguays Nationaltorwart Orlando Gill einen Handschlag verweigert hatte.
Auf die Äußerungen reagierte Mbappe später öffentlich. Amarilla sagte nun auf die Frage, ob sie mit einer Reaktion des Fußballers gerechnet habe: "Wer kommt denn schon auf die Idee, dass Mbappe Dir antworten wird? Nein, nichts, ich habe das nur aus Spaß gepostet."
Dass ihre rassistischen Ausfälle in Frankreich zu strafrechtlichen Konsequenzen führen könnten, fürchtet die Senatorin nicht. "Ich nehme an, dass es in Vergessenheit geraten ist. Ich weiß nicht, ob die Staatsanwaltschaft ihren eigenen Zeitplan hat oder ob ich benachrichtigt werde, aber für mich ist es vorbei", zitierte Hoy sie weiter.
Strafanzeige in Frankreich
Den Wirbel um ihre Äußerungen bezeichnete sie stattdessen als publizistischen Erfolg. "Mehr Popularität als die, die mir dadurch zuteilwurde, kann ich nicht verlangen."
Frankreichs Fußballverband hatte nach den verbalen Ausfällen der Politikerin Anzeige erstattet. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein.
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