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Rene Adler über Premier League Meisterkampf zwischen Arsenal, Liverpool und ManCity

Meister Arsenal? Das wäre die Auferstehung eines gefallenen Helden

Die Premier League Kolumne von Rene Adler.
Image: Sky Experte Rene Adler nimmt in seiner Premier-League-Kolumne das Spitzentrio unter die Lupe.  © Sky

Sky Premier-League-Experte Rene Adler nimmt in seiner Kolumne die spannendsten Themen der Insel unter die Lupe. In der fünften Ausgabe analysiert er das Spitzen-Trio vor dem Kracher-Sonntag am 31. März.

Spannung, Drama, Meisterkampf in England! Die Premier League geht langsam aber sicher in die Crunchtime. Mit Arsenal (64 Punkten), Liverpool (64 Punkten) und Manchester City (63 Punkte) kämpfen gleich drei Teams um den englischen Fußball-Thron. Augen auf den 31. März, wenn die Top-Teams alle live und exklusiv bei Sky Sport Premier League zu sehen sind! Erst wollen Jürgen Klopps Reds gegen Brighton (15 Uhr) das nächste Ausrufezeichen setzen, dann kommt es zum Kracher zwischen Manchester City und dem FC Arsenal (17:30 Uhr).

Premier League Tabelle
Premier League Tabelle

Alle Informationen zu Punkten, Toren, Differenz etc. Hier geht es zur Tabelle der Premier League!

Ich sehe da eine große Wahrscheinlichkeit, dass es an diesem Spieltag wieder einen Positionswechsel geben wird. Ich glaube, dass die Reds nach dem Sonntag an der Spitze stehen werden. Auch wenn das Spiel gegen Roberto De Zerbis Brighton schwierig wird, bin ich davon überzeugt, dass Liverpool das im eigenen Stadion ziehen und die nächsten drei Zähler auf Klopps-Abschiedstournee einsammeln wird. Darüber hinaus kann ich mir durchaus vorstellen, dass die formstarken Gunners mindestens einen Punkt im Etihad holen.

Arsenal war das Team der Stunde! Auch nach der Länderspielpause?

Für mich ist Arsenal die Mannschaft, die von dem Trio das meiste Momentum auf ihrer Seite hat. Die vergangenen acht PL-Partien gewann die Arteta-Elf allesamt mit einem Torverhältnis von 33:4 (!). Zudem sind sie die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Das wird für die Elf von Pep Guardiola eine Hausnummer - auch im Etihad. City konnte im eigenen Stadion noch nicht bezwungen werden. Das ist sonst nur Liverpool gelungen. Wenn Arsenal nach der Länderspielpause nahtlos an diese Form anknüpfen kann, stehen die Chancen auf ein Erfolgserlebnis allerdings alles andere als schlecht.

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Kai Havertz ist derzeit in bestechender Form und zeigt dies vor allem in Form von Toren für seinen Klub FC Arsenal. Sky präsentiert alle bisherigen Treffer des 24-Jährigen in der laufenden Premier League Saison.

Ein Arsenal-Sieg wäre natürlich ein großes Statement im Titelrennen. Ich denke aber, dass Kai Havertz und Co. auch mit einem Remis leben könnten - wenngleich sie dadurch die Tabellenspitze aller Voraussicht nach einbüßen müssen. Eine Vorentscheidung wird an diesem Spieltag nicht fallen. Zu eng ist es oben, zu viele Partien stehen noch aus. Gefühlt kann die Tabellenführung an jedem Spieltag wechseln. Die Teams müssen ihre Hausaufgaben machen, natürlich gegen die Kleinen, vor allem aber in den Duellen mit den Top-Sechs-Teams.

Die Restprogramme der Top-Teams

Spieltag FC Arsenal FC Liverpool Manchester City
29 FC Chelsea (H, verlegt) FC Everton (A, verlegt) Brighton (A, verlegt)
30 Manchester City (A) Brighton (H) FC Arsenal (H)
31 Luton Town (H) Sheffield United (H) Aston Villa (H)
32 Brighton (A) Manchester United (A) Crystal Palace (A)
33 Aston Villa (H) Crystal Palace (H) Luton Town (H)
34 Wolverhampton (A) FC Fulham (A) Tottenham (A, verlegt)
35 Tottenham (A) West Ham United (A) Nottingham Forest (A)
36 Bournemouth (H) Tottenham (H) Wolverhampton (H)
37 Manchester United (A) Aston Villa (A) FC Fulham (A)
38 FC Everton (H) Wolverhampton (H) West Ham United (H)

Dieses Team ist das Zünglein an der Meister-Waage

Eine interessante Rolle könnten hier die Spurs spielen: Tottenham wird die Saison zwar wieder einmal ohne Trophäe beenden, kann aber dennoch entscheidend in den Titelkampf eingreifen, schließlich empfangen sie noch City und Arsenal im Tottenham Hotspur Stadium und fordern zudem Liverpool in Anfield heraus. Wenn die Spurs einen guten Tag haben, sind sie für jeden schwer zu schlagen. Tottenham ist also durchaus das Zünglein an der Meister-Waage.

Eine Prognose gebe ich bei diesem Titel-Drama lieber nicht ab. Wie denn auch? Es ist zu eng, zu spannend, zu viel kann noch passieren. Differenzieren wir mal: Als Fußballromantiker muss ich auch mit der deutschen Brille auf diesen Meisterkampf blicken: Was Klopp dort erreicht hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich fände es einfach schön, wenn sein Reds-Märchen mit der größtmöglichen Party und der Meisterschaft gekrönt wird. Das wäre das Happy End, das ganz Liverpool nach der "Corona-Meisterschaft 2020" verdient hätte - eine unglaublich tolle Vorstellung.

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Wird "Benchmark City" gebrochen?

Wenn man die aktuelle Form betrachtet, scheint Arsenal in der Pole Position zu sein - eine junge, offensivfreudige Mannschaft, die sich über die Jahre unter Arteta stets weiterentwickelt hat und das Niveau auch über kluge Investitionen auf dem Transfermarkt (beispielsweise Declan Rice und Oleksandr Zinchenko) noch einmal auf ein neues Level gehoben hat. Arsenal ist sich treu geblieben, hat in den vergangenen Jahren den Widerständen getrotzt und Artetas Vision auch in Krisen-Zeiten (2021) vertraut. Wenn das mit dem Coup belohnt wird, fände ich das absolut gerecht. Denn es ist nur die Summe kontinuierlicher Arbeit und die absolute Überzeugung in die handelnden Personen.

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Zu City muss eigentlich gar nichts gesagt werden. Die Skyblues sind die Benchmark, haben in den vergangenen fünf Jahren viermal den Pott geholt. Wenn der Druck am größten wird und es darum geht, die wichtigen Punkte zu sammeln, sind sie immer da. Dazu hat die Guardiola-Elf einfach den breitesten Kader, den "verrückten Norweger" und das Selbstverständnis des Gewinns: Es macht schon einen Unterschied, Spieler zu haben, die da druckresistent sind.

Die Geschichte der Auferstehung eines gefallenen Helden

Arsenal war bereits in der vergangenen Saison in dieser Situation. Da sind sie allerdings am Ende eingebrochen. Das lag an vielen Verletzungen, allem voran an der von William Saliba, der die Defensive zusammengehalten hat. Sollte Arsenal im Endspurt fit und von Blessuren verschont bleiben, sehe ich eine große Wahrscheinlichkeit, dass sie dieses Mal die Oberhand behalten und die City-Dominanz durchbrechen. Dann hätte es ja "nur" 20 Jahre gedauert, nach den Invincibles den nächsten Premier-League-Titel zu holen. Kleiner Spaß am Rande.

Aber es wäre durchaus die Geschichte der Auferstehung eines gefallenen Helden - sich stetig weiterzuentwickeln, immer daran zu glauben und am Ende nach harter Arbeit und trotz aller Widrigkeiten den Erfolg zu feiern. Dies dürfte auch Bundestrainer Julian Nagelsmann begrüßen, schließlich würde Havertz dann mit zusätzlicher Euphorie und seiner ersten Meisterschaft zur EURO fahren…

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