Robert Andrich bei Sky Sport über Leverkusen, Ziele, DFB-Team, WM

Robert Andrich und Bayer Leverkusen sind nach einem wackligen Start wieder voll auf Kurs.

Der 31-Jährige spricht nun mit Sky Sport über Trainer Hjulmand, seine Position bei Bayer, die Nationalmannschaft, seine Zukunft und die Weltmeister im Sommer.

Robert Andrich über…

…Abschalten während der Winterpause…

"Körperlich schaltest du in der Winterpause nicht komplett ab, weil du trotzdem trainierst. Für den Kopf ist es aber auf jeden Fall gut, mal nicht über Fußball nachzudenken. Jetzt zum Beispiel ist immer die geile Zeit, da kann man viel Darts gucken, guck ich auch mal persönlich sehr gerne. Ich habe über die Jahre gelernt, wenn kein Fußball ist, ist es auch mal gut, nicht über Fußball nachzudenken und keinen Fußball zu gucken - das tut dem Kopf sehr gut."

…das entscheidende Geheimnis der erfolgreichen Hinrunde…

"Was war das Geheimnis? Ich glaube, dass wir dann im großen Teil so eine Mannschaft gefunden haben, die dann auch viele Spiele hintereinander gespielt hat. Wir haben immer mal wieder ein, zwei Wechsel gehabt, aber im Grunde genommen hat sich so eine Mannschaft gefunden. Der Spielstil war dann gut zu erkennen und wir haben uns da sehr wohl drin gefühlt. Darüber hinaus haben wir trotzdem gute Leute auch immer wieder von der Bank gehabt, die auch Spiele vielleicht entschieden haben oder in eine andere Bahn gelenkt haben. Ich denke, deswegen sind wir da dann als Mannschaft gut in die Saison reingekommen."

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sein gutes Gefühl für die neue Saison…

"Ich sage mal so: Man hat über die Jahre gewisse Erfahrungen gesammelt, weshalb ich schon früh gemerkt habe, dass wir echt viele Leute mit Qualität dabei haben. Aber es kann eben auch Zeit brauchen. Man braucht trotzdem die richtige Mischung - man selbst, die Mannschaft und der gesamte Verein haben ja den Anspruch, gewisse Ziele zu erreichen.

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Es ist aber auch normal, wenn man beispielsweise jemanden wie Kofane sieht, der zuvor in Spanien, Europa und Afrika gespielt hat, dass er vielleicht seine Zeit braucht. Dass er so schnell funktioniert, konnte man nicht vorhersehen. Bei anderen Spielern wiederum dachte man, sie seien schneller so weit, doch sie brauchen letztlich mehr Zeit. Dementsprechend hatten wir eigentlich damit gerechnet, dass mehr Leute eine längere Anlaufzeit benötigen, als es nun der Fall ist. Wir haben es als Mannschaft aber geschafft, alle relativ schnell auf ein gutes Niveau zu bringen. Das war, glaube ich, sehr wichtig - und deshalb konnten es viele wohl auch nicht kommen sehen, dass es so schnell so positiv läuft."

Eckdaten der Saison 2025/2026

  • Bundesliga, 1. Spieltag: 22.08.2025
  • Bundesliga, 34. Spieltag: 16.05.2026
  • 2. Bundesliga, 1. Spieltag: 01.08.2025
  • 2. Bundesliga, 34. Spieltag: 17.05.2026
  • DFB-Pokalfinale: 23.05.2026

...Ziele für die Saison…

"Die Ziele haben sich jetzt nicht grundsätzlich verändert, im Gegensatz zu Anfang der Saison. Wir haben darüber gesprochen, dass wir im DFB-Pokal so lange wie möglich dabei sein wollen - im besten Fall das Ding holen. Da haben wir alle Chancen zu.

Wir sind in der Champions League - nach einem schlechten Start sind wir noch voll dabei. Und in der Bundesliga sind wir auch im Soll - Top vier, und darunter sollte es nicht sein. Das hat sich nicht verändert, wir sind überall voll mit dabei, und das wollen wir natürlich beibehalten."

...über Trainer Kasper Hjulmand

"Er ist auf jeden Fall ein sehr ehrlicher Mensch, er spricht viel mit jedem Einzelnen, er ist sehr kommunikativ. Was ihn auf dem Platz unterscheidet, ist, dass er schon auch häufiger mal den Co-Trainern das Training überlässt. Ich glaube, das hat Xabi weniger gemacht, was jetzt erstmal nicht wertend gemeint ist.

Ich glaube schon, dass wir gute Co-Trainer haben, die auch das Training leiten können. Kasper beobachtet gerne viel dabei und versucht, sich vielleicht da auch ein bisschen ein Bild zu machen. Aber in den entscheidenden Momenten ist er schon der Cheftrainer, das wissen wir alle. Ich glaube, da merkt man schon den Unterschied. Es hat auch mit Trainer-Erfahrung zu tun, dass er sehr gerne beobachtet und sehr gerne die ganze Gruppe zusammen hat und gerne auch viel darüber spricht."

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Sechser-Position oder Innenverteidigerposition - wo sieht er sich besser

"Ich bin tatsächlich nicht der Typ, der irgendwelche Forderungen stellt oder sagt: 'Ich muss jetzt genau dort spielen und alles andere ist mir egal. Sondern ich will der Mannschaft einfach helfen und mit meinen Qualitäten, egal auf welcher Position, das Team besser machen. Dementsprechend ist es egal, ob ich jetzt linker Verteidiger, Innenverteidiger, rechter Innenverteidiger oder sogar Stürmer spiele."

…seine Spielchance Richtung Weltmeisterschaft…

"Ja, die Sachen klingen nicht verkehrt. Das Grundprinzip muss natürlich sein, dass du spielst - und zwar gut spielst. Alles Weitere liegt dann nicht mehr in deiner Hand. Natürlich spielt da auch die Position irgendwo eine Rolle. Dementsprechend kann ich nur die Dinge beeinflussen, die ich selbst in der Hand habe: viel zu spielen, fit zu sein, fit zu bleiben und gute Leistungen zu bringen. Alles Weitere kann dann nur der Bundestrainer entscheiden."

…die Nationalmannschaft…

"Im Grunde muss man sagen, dass man jetzt nicht - sagen wir mal so - darauf reinfallen darf, nur auf die extrem vielen jungen, talentierten Spieler zu schauen, die gerade nachkommen. Ich glaube, man spricht aktuell sehr viel über diese vier, fünf Jungs, obwohl wir mit Flo (Florian Wirtz a. d. Red.) und Jamal (Jamal Musiala a. d. Red.) auch Spieler haben, die schon etwas erfahrener sind.

Man darf nicht den Fehler machen, sich nur darauf zu fokussieren. Es ist zwar sehr gut, dass wir diese ganzen Jungs haben, das war in den letzten Jahren in dieser Fülle vielleicht nicht so, aber darüber hinaus haben wir eben auch Spieler dabei, die bereits gewisse Erfahrungen gesammelt haben und wissen, wie es bei so einem Turnier zugeht. Ich glaube, am Ende macht es die Mischung, und da werden wir eine gute Balance haben."

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…die Torhüter-Frage in der Nationalmannschaft…

"Wenn du als Mannschaft gefestigt bist und dir gar nicht so viele Gedanken darüber machst, dann ist es am einfachsten. Für uns war klar: Nachdem Manu weg war, wird Marc (Marc-Andre ter Stegen a. d. Red.) die Nummer 1. So war es am Anfang ja auch, bis er sich leider schwer verletzt hat. Dann gab es ein bisschen einen offenen Kampf um die Nummer eins, und Olli (Oliver Baumann a. d. Red.) hat es einfach sehr gut gemacht.

Dementsprechend sind wir mit der Nummer 1 absolut zufrieden und machen uns keine Sorgen darüber, wer die neue Nummer 1 sein könnte. Wir sind als Mannschaft so gefestigt, dass wir uns nicht über jede Position den Kopf zerbrechen - auch nicht über die Torhüterposition. Wir wissen, dass wir sehr viele gute Torhüter haben. Olli hat es in den letzten Monaten - ich würde sagen, das waren bestimmt schon zwölf Monate - sehr, sehr gut gemacht. Von daher machen wir uns da keine Sorgen."

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…Zukunftspläne…

"Ja, die Frage kam tatsächlich die letzten Jahre immer mal wieder. Weil es natürlich am Anfang - sagen wir mal so, als ich jetzt so in der Bundesliga gespielt habe - immer wieder hieß: Ja, England und das kann ich mir immer vorstellen. Und das wäre ein Traum. Ich glaube, wenn man eine Familie hat und sich in einem gewissen Umfeld wohlfühlt, dann werden manche Sachen ein bisschen unwichtiger, sagen wir mal so. Das heißt nicht, dass es unmöglich ist, aber wenn man einen gewissen Ablauf und gewisse Automatismen hat und sich einfach im gesamten Kontext sehr, sehr wohlfühlt, dann gibt es gewisse Optionen, die etwas weniger wichtig werden.

Das heißt trotzdem nicht, dass ich mir nicht vorstellen könnte, noch mal woanders zu spielen, in einem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent, was auch immer. Aber darüber denke ich aktuell überhaupt nicht nach."

Mehr zum Autor Marlon Irlbacher

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