Zum Inhalte wechseln

International nur "Durchschnitt"

Robert Lewandowski kritisiert Einkaufspolitik des FC Bayern

09.09.2017 | 13:26 Uhr

Robert Lewandowski kritisiert die Einkaufspolitik der Bayern.
Image: Robert Lewandowski kritisiert die Einkaufspolitik der Bayern. © Getty

Unruhe vor dem Topspiel in Hoffenheim (Samstag ab 17:30 Uhr live auf Sky): Robert Lewandowski läutet beim FC Bayern München die Alarmglocken. Der Stürmer fürchtet aufgrund der Zurückhaltung der Münchner auf dem Transfermarkt um die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Geschäft.

"Bayern muss sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will", sagte der polnische Torjäger im Interview mit dem Spiegel. Er fügte an: "Wenn man ganz vorn mitspielen will, braucht man die Qualität dieser Spieler."

Die Champions League live auf Sky

Die Champions League live auf Sky

Sky zeigt alle Spiele der Königsklasse immer ab 19 Uhr. Der FC Bayern startet am Dienstag 12. 9. mit dem Gruppenspiel gegen Anderlecht.

Bayerns Einkäufe nur "Durchschnitt"

Der FC Bayern sei in den vergangenen Jahren nicht so mit dem Markt gewachsen wie Real Madrid oder Manchester United. "Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist", sagte Lewandowski, der Abstand zu teils irrwitzigen Transferausgaben wie bei Paris St. Germain mit Neymar und Kylian Mbappé sei "wirklich riesig".

Ancelotti droht Müller wieder mit Bank

Ancelotti droht Müller wieder mit Bank

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti gibt Thomas Müller auch gegen 1899 Hoffenheim keine Einsatzgarantie.

Momentan agiert der FC Bayern nach Lewandowskis Ansicht allerdings sportlich sehr wohl noch auf Augenhöhe. "Paris hat sich nun einen Weltklassekader zusammengekauft. Ob es aber auch eine Weltklassemannschaft ist, muss man abwarten. Bayern München ist als Team eingespielter, wir haben schon vieles zusammen erlebt", sagte der 29-Jährige. Ein Ende des Transferwahnsinns kann sich Lewandowski nicht vorstellen: "Fußball ist Kapitalismus pur, jeder will in dieser Branche Geld verdienen."

Unzufriedener Superstar

Der Top-Stürmer äußerte in letzter Zeit häufiger öffentlich seinen Unmut. Nach dem Ende der vergangenen Saison hatte Lewandowksi zum Beispiel die fehlende Unterstützung von Trainer Carlo Ancelotti im Kampf um die Torjägerkrone beklagt. Außerdem kritisierte der Pole die Belastung während Asienreise der Münchner in der Vorbereitungsphase. Muss sich der FC Bayern demnächst etwas einfallen lassen, um seinen Superstar bei Laune zu halten?

Weiterempfehlen: