Schalke 04 erneut ohne Sieg - Dzeko & Co. machen aber Hoffnung

Der FC Schalke bleibt auch im vierten Rückrundenspiel ohne Sieg. Gegen Dynamo Dresden verspielen die Knappen erstmals in der Saison eine Zwei-Tore-Führung.

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Sky Sport präsentiert alle Stimmen zum Remis zwischen dem FC Schalke 04 und Dynamo Dresden.

Dementsprechend niedergeschlagen waren die S04-Akteure nach Schlusspfiff. Die Partie gegen die Sachsen lieferte aber auch Punkte, die dem Pottklub Mut machen sollten.

Wirklich freuen konnte sich Edin Dzeko über seine zwei Treffer für Schalke 04 gegen Dynamo Dresden nicht. "Ich habe gedacht, dass das 2:0 reicht, aber leider hat man gesehen, dass es in dieser Liga eben nicht reicht", sagte der 39-Jährige nach Schlusspfiff zerknirscht am Mikrofon bei Sky Sport. Auch ein Rekord - Dzeko wurde zum ältesten Doppelpacker des deutschen Profifußballs - wird den Bosnier nicht trösten. Zu tief sitzt die Enttäuschung nach dem 2:2 und letztlich zwei verlorenen Punkten.

"Wir hatten alles unter Kontrolle. Wir können nicht besser spielen als in der zweiten Halbzeit. Es war genau das, was wir uns vorgenommen haben, das haben wir auf den Platz gebracht und uns mit zwei Toren belohnt. Und dann geben wir es aus der Hand", ärgerte sich auch Trainer Miron Muslic bei Sky Sport und lamentierte: "Das müssen wir zu Ende spielen. Das müssen wir!"

Wenn man das letzte Spiel der Hinrunde bei Eintracht Braunschweig mitzählt, wartet Schalke schon seit fünf Pflichtspielen auf einen Dreier. Gegen Dynamo sah alles danach aus, aber erst verteidigen es Timo Becker und Soufiane El-Faouzi auf dem rechten Flügel nicht entschlossen genug und Hasan Kurucay traf ins eigene Tor (78.) und dann patzte der sonst so sichere Loris Karius, als er unter einer Ecke durchspringt und es steht 2:2 (87.).

Dennoch sollte das Endergebnis gegen formstarke Sachsen auch vier positive Punkte nicht komplett wegwischen, die Hoffnung und Mut machen sollten für die nächsten Wochen und Monate.

1. Dzeko funktioniert

Als Schalkes neuer Torjäger nach 71 Minuten vom Platz ging, sah er wie der Matchwinner für Königsblau aus. Dabei ließ er in der ersten Halbzeit noch eine Mega-Chance aus. In der 23. Minute fing er einen zu kurzen Rückpass von Dresdens Rechtsverteidiger Jonas Sterner ab, umkurvte Torhüter Tim Schreiber, schoss aber mit links am leeren Tor vorbei (23.). Nach der Pause war er aber zur Stelle und erzielte zwei technisch hochwertige Treffer. Beim 1:0 nahm er eine Flanke aus der Luft und versenkte eiskalt (52.), kurz vor seiner Auswechslung zog er aus 20 Metern ansatzlos aus dem Stand ab und versenkte unhaltbar (70.).

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Dzeko trifft das leere Tor nicht

Dzeko hebt Schalkes Offensive eindeutig auf ein anderes Level, das ist deutlich. Zudem ist der Neuzugang auch voll integriert und akzeptiert. Vor dem Spiel machte er die Mannschaft im Kreis heiß und auch das Abklatschen mit allen Spielern bei seiner Auswechslung zeigte: Dzeko ist Teil der Mannschaft, nicht nur Star der Mannschaft. An dem Torjäger (drei Tore in nur 139 Minuten) sollte Schalke auch in den kommenden Wochen viel Spaß haben.

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2. Neuzugänge haben Qualität

Nicht nur Dzeko funktioniert, sondern offenbar auch die anderen Neuen. Moussa Ndiaye zeigte hinten links eine blitzsaubere Partie. Der Senegalese gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 86 Prozent seiner Anspiele zum Mitspieler. Sollte der 23-Jährige diese Leistung konstant abrufen können, ist Schalke mit ihm und Vitalie Becker links hinten sehr gut aufgestellt.

Dejan Ljubicic zeigte sich gegen Dresden zudem deutlich formverbessert als zuletzt in Bochum, als die Partie ein wenig an ihm vorbei lief. Das 1:0 leitete der Österreicher ein und war auch sonst extrem präsent. Er lief fast zwölf Kilometer und demonstrierte, dass er die erhoffte Verstärkung sein dürfte.

Fast noch auffälliger war der letzte Neue. Adil Aouchiche kam erst zur Pause und belebte das Spiel sofort. Den ersten Dzeko-Treffer bereitete er perfekt vor und hätte beinahe einen zweiten Assist gesammelt, als er den eingewechselten Moussa Sylla herausragend freispielte. Dieser vergab aber das mögliche 3:1 (86.). Ansonsten harmonierte er wunderbar mit Ljubicic und Ndiaye auf der linken offensiven Seite.

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3. Muslic hat viele Optionen

Hasan Kurucay musste zu Beginn auf der Bank Platz nehmen und sah dort - anders als in der Vorrunde - durchaus namhafte Akteure. Sylla, Aouchiche, Amin Younes oder auch Finn Porath haben alle schon bewiesen, dass sie die Klasse haben, in der 2. Bundesliga Akzente zu setzen. Auch der junge Mika Wallentowitz zeigte ansprechende Leistungen und Spieler wie Zaid Zchibara oder Max Grüger schafften es nicht einmal in den Kader.

In einigen Wochen dürfte auch Vitalie Becker und möglicherweise weitere Spieler zurückkehren und die Optionen für Muslic vergrößern. Die Zeiten, dass Schalke nichts von der Bank nachlegen kann, dürften fürs Erste der Vergangenheit angehören.

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4. Enormes Verbesserungspotenzial ist weiter da

Gegen Dresden kippte das Spiel erst in der Schlussphase, als Muslic Dzeko und Ndiaye auswechseln musste. Beide hatten - so der Coach auf der Pressekonferenz - noch keine 90 Minuten in den Knochen. Zwar kam mit Sylla und Kurucay Qualität ins Spiel, aber Sylla war nach seinem Wechseltheater nicht im Rhythmus und Ndiayes Auswechslung sorgte dafür, dass plötzlich ein Rechtsfuß hinten links verteidigen musste.

In Kiel am kommenden Spieltag könnten beide Akteure bereit sein, über die volle Distanz zu gehen. Auch Aouchiche drängt in die Startelf und kann dann sicher länger gehen, als nur 45 Minuten. Und Sylla macht mit etwas mehr Training in den Beinen seine Chance vielleicht. Generell dürfte auch das Zusammenspiel mit jeder Trainingswoche besser werden.

Es gibt also durchaus Gründe, hoffnungsfroh in die kommenden Wochen zu gehen. Allerdings müssen auch die negativen Sachen dringend angesprochen und verbessert werden. Die Defensive muss wieder besser funktionieren. "Sechs Gegentore in drei Spielen ist ein wenig zu viel", sagt Dzeko zurecht am Sky Sport Mikrofon. Und in der ersten Halbzeit lief auch offensiv wenig bei den Knappen. Teils sogar sehr wenig.

Dies wird Muslic - trotz der Leistungssteigerung nach dem Wechsel - sicher ansprechen. Das muss er auch, denn sonst droht die Gefahr, dass sich Dzeko auch in Zukunft nicht wirklich freuen wird über seine Treffer...

Mehr zum Autor Robert Gherda

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