Schiedsrichter revidieren laut VAR-Studie fast jede Entscheidung

Schiris korrigieren laut einer Studie fast jeden eigenen Pfiff, wenn sie die Szene nach VAR-Hinweis am Monitor gesehen haben – zumindest in der Premier League. Die Autoren machen einen Vorschlag.

Der VAR wurde zur Saison 2019/20 in die Premier League eingeführt.
Image: Der VAR wurde zur Saison 2019/20 in die Premier League eingeführt.  © Imago

Nach einem VAR-Eingriff revidieren Schiedsrichter in der ersten englischen FLiga fast immer ihre ursprünglich getroffene Entscheidung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität in Bradford. Demnach korrigierten sich die Unparteiischen in 95 Prozent der Fälle. Untersucht wurden 1.520 Spiele aus den vergangenen vier Premier-League-Spielzeiten, in denen der Video Assistant Referee (VAR) insgesamt 250 Mal eine Überprüfung am Monitor empfahl.

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Die Analyse ergab, dass äußere Faktoren wie Zuschauerzahl, Spielstand oder der Zeitpunkt der Entscheidung keinen statistischen Einfluss darauf hatten, eine Szene per Videobeweis zu überprüfen oder den ursprünglichen Pfiff zu korrigieren. Auch sei kein signifikanter Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsteams festgestellt worden.

So erklären die Forschenden die hohe Quote

Die hohe Quote an Korrekturen erklären die Forschenden damit, dass Schiedsrichter meist nur bei wahrscheinlichen Fehlentscheidungen zum Monitor gebeten werden.

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Die Autoren wiesen darauf hin, dass die Nähe des Monitors zu Heimfans potenziell Einfluss auf Entscheidungen haben könnte. Als mögliche Lösung schlugen sie vor, den Monitor an einen abgeschirmten Ort, etwa in den Spielertunnel, zu verlegen. Der Überprüfungsprozess müsse aber weiter übertragen werden, um die Transparenz zu wahren.

dpa

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