Schweiz-Stürmer Noah Okafor beendet Karriere in der Nationalmannschaft und kritisiert Trainer Murat Yakin
Noah Okafor tritt bis auf Weiteres aus der Schweizer Nationalmannschaft zurück. Der Offensivspieler begründet seine Entscheidung mit einem zerstörten Vertrauensverhältnis zu Nationaltrainer Murat Yakin.
10.09.2026 | 18:18 Uhr
Der 26-Jährige spricht von nicht eingehaltenen Zusagen und enttäuschenden Erfahrungen während der WM 2026. Unter Murat Yakin will Okafor vorerst nicht mehr für die Schweiz spielen.
Noah Okafor hat für einen Paukenschlag im Schweizer Fußball gesorgt!
Der Angreifer von Leeds United kündigte an, bis auf Weiteres nicht mehr für die Schweizer Nationalmannschaft auflaufen zu wollen. In einem ausführlichen Statement via Instagram erklärte Okafor seine Entscheidung und betonte, dass sein Rücktritt nicht etwa mit mangelnder Spielzeit zusammenhänge.
Vielmehr kritisierte er den Umgang mit seiner Person während der WM 2026 und Trainer Murat Yakin: "Umso enttäuschender war für mich, was ich dort erlebt habe. Nicht, weil ich wenig gespielt habe, sondern wegen der Art und Weise, wie mit mir umgegangen wurde. Für mich war es die schwierigste Zeit meiner bisherigen Karriere."
"Sind Dinge passiert, die mich tief getroffen haben"
Insbesondere das WM-Sechzehntelfinale gegen Algerien hat beim 26-Jährigen Wunden hinterlassen: "Es sind Dinge passiert, die mich tief getroffen haben. Vertrauen ist verletzt worden. Zusagen wurden nicht eingehalten. Und als ich gegen Algerien spielen durfte, wurde selbst bei kleinen Fehlern weit weg von unserem Tor auf eine Art und Weise reagiert, die mich tief getroffen hat."
Zwischen dem Angreifer und Trainer Yakin hatte es dabei schon in der Vergangenheit etwas gekriselt, weshalb die beiden vor dem Großturnier in Übersee ein klärendes Gespräch geführt hatten, das Okafor eigentlich Zuversicht gegeben hatte. Bei der WM sei er deshalb umso enttäuschter über die Geschehnisse gewesen, weshalb sein Vertrauen nun verletzt sei und er vorerst keine Zukunft mehr für sich in der Nati sieht. "Natürlich will ich keine Sonderbehandlung von ihm. Nur gegenseitigen Respekt und Vertrauen, aber diese Grundlage sehe ich für die kommenden Jahre nicht", meinte der Torjäger.
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