Stimmen zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Bayern & PSG mit Neuer, Kompany & Laimer
Die Bayern sind im Halbfinale der Champions League an Titelverteidiger PSG gescheitert.
07.05.2026 | 00:35 Uhr
In der Nachspielzeit im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals sicherte Harry Kane den Bayern ein 1:1-Unentschieden gegen PSG. Nach der 4:5-Pleite im Hinspiel reichte es für die Münchner nicht für den Finaleinzug. Sky Sport hat die Stimmen nach Spielende zusammengefasst.
Vincent Kompany (Trainer FC Bayern) ...
… über das Spiel: "Ich habe die Fähigkeit nicht lange enttäuscht zu sein. Jetzt ist es natürlich bitter, wir haben verloren. Beide Spiele waren knapp. Wir müssen respektieren, dass wir gegen einen großen Gegner, gegen einen guten Gegner gespielt haben. Auch das, was wir geleistet haben: Einen Tick mehr entscheidet das am Ende vielleicht für uns. Es geht weiter. Nach diesem Spiel ist die Champions League vorbei für uns. Aber es kommt wieder ein Moment, es kommt wieder eine Möglichkeit. Das ist für mich eine große Motivation."
… über die Leistung von PSG: "Details haben das Halbfinale entschieden. Das Niveau von beiden Mannschaften war sehr hoch. Uns tut die Schiedsrichter-Entscheidung in Paris noch immer weh, weil am Ende verlierst du wegen eines Tors. Aber ich habe trotzdem Respekt für diesen Gegner, der einfach so viel Qualität hat. PSG ist vielleicht schon seit zwei Jahren die beste Mannschaft in Europa. Wir haben fünfmal gegen Paris gespielt: Zweimal haben wir gewonnen, zweimal haben wir verloren und einmal spielen wir unentschieden - das war heute. Wir haben alles versucht. Gratulation an PSG. Wir werden es wieder versuchen."
… über die Schiedsrichterentscheidung beim strittigen Handspiel: "Ich verstehe die Regel. Von dem, was wir von weiter entfernt gesehen haben, berührt der Ball nicht erst den Körper und dann die Hand, sondern er geht direkt an die Hand. Und ob der Ball jetzt vom eigenen Spieler kommt oder nicht, das ist Quatsch. Das ist Blödsinn. Die Regeln sind halt, wie sie sind. Das ist schade."
… über die Leistung des FC Bayern: "Wir haben auf Augenhöhe mit PSG gespielt. Details entscheiden. Unsere erste Halbzeit war gut. Vom Gefühl her waren wir da auch die bessere Mannschaft. Wir waren ganz oft in Räumen, wo wir glauben: Wir sind jetzt gefährlich. Jamal Musiala hat in der ersten Halbzeit eine gefährliche Situation gehabt. Michael Olise und Luis Diaz kamen immer wieder ins 1-gegen-1. Was ich trotzdem sagen muss: PSG hat die Flanken unglaublich gut verteidigt, den Rückraum gut verteidigt. Sie waren sehr aktiv. Obwohl wir in gefährlichen Situationen waren, haben sie trotzdem dafür gesorgt, dass wir keine Abschlüsse bekommen. Respekt für den Gegner. Die Basis ist, was die Mannschaft an Energie zeigt, und die hat die Mannschaft gebracht. Leider sind wir nicht im Finale."
… über sein Gespräch mit dem Schiedsrichter nach Abpfiff: "Es waren nicht nur diese zwei strittigen Szenen. Wenn mehrere Spieler unnötig auf dem Boden liegen, dann hast du die fünf Minuten Nachspielzeit nicht gespielt. Wir wollten es natürlich noch versuchen, wir hatten noch ein paar Minuten zu spielen. Und dann ist auf einmal Schluss. Wir tragen die ganze Verantwortung, aber es gibt trotzdem drei Parteien. Es gibt PSG, uns und die Unparteiischen."
… über sein Gespräch mit Manuel Neuer nach dem Spiel: "Es war überhaupt keine emotionale Situation. Manuel Neuer ist unser Kapitän. Wenn ich eine Reaktion von der Mannschaft bekommen will, dann kann ich das nicht allein. Manu ist unser Kapitän, ich brauche ihn jetzt einfach. Ab morgen ist die Sache für mich erledigt. Ich weiß, dass einige Jungs auch morgen noch einen schwierigen Tag haben werden. Das ist normal. Aber für mich ist das Motivation. Ich habe viel Respekt vor der Leistung von PSG, was sie seit zwei Jahren in Europa zeigen. Ich will nochmal gegen PSG spielen. Leider geht das diese Saison nicht mehr. Wir werden uns vorbereiten und schauen, dass wir noch stärker werden. Wir haben diese Saison schon Fortschritte gemacht, wir müssen noch mehr machen."
Manuel Neuer (FC Bayern) ...
… über das Spiel: "Wir waren heute keine Killer in der Offensive. Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Krasse Torchancen, so hundertprozentige, hatten wir zwar nicht oft, aber wenn man sieht, wie PSG das im Hinspiel gemacht hat, da sind sie einfach Killer gewesen mit den fünf Toren, wie sie auch getroffen haben. So etwas hätten wir heute einfach gebraucht. Man hat gesehen, dass wir dem Finale nahe gewesen sind, aber das Ding nicht zu Ende spielen konnten. Unser Tor war leider ein bisschen zu spät. Wir konnten uns keine Tormöglichkeit oder Standardsituation herausspielen. Der Schlüsselmoment im Spiel hat gefehlt. Das Stadion ist da gewesen, wir sind auch da gewesen. In der Box von PSG war das nicht klar genug."
… über die Intensität des Spiels: "Beide Mannschaften spielen intensiv. Es hätte auf beiden Seiten zwei- oder dreimal mehr klingeln können. Dass wir intensiv gespielt haben, dass wir versucht haben mit gutem Pressing und Umschaltmomenten in Richtung gegnerisches Tor zu kommen, das haben wir versucht, das hat PSG auch versucht, aber natürlich nicht die Anzahl an Toren heute."
… zur Saison der Bayern: "Wir haben mit dem DFB-Pokal ja trotzdem ein Finale, wir sind verdient Deutscher Meister geworden. Wir freuen uns auf das Pokalfinale in Berlin. Da denken wir jetzt natürlich nicht dran, da überwiegt gerade die Enttäuschung."
Konrad Laimer (FC Bayern) ...
… zu seiner Gefühlslage: "Es ist hart, wenn man in so einem Spiel ausscheidet. Über zwei Spiele kommt es auf kleine Details an. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir das biegen können, aber am Ende gewinnst du heute nicht und das tut natürlich weh."
… zur möglichen Gelb-Roten Karte gegen Nuno Mendes: "Ich hätte auch gesagt, dass ich ihn zu 100 Prozent nicht mit der Hand spiele, aber manchmal fühlt man das nicht so. Im Spiel dachte ich, dass ich ihn Mitten am Körper berühre und vorbeilege. Er spielt ihn dann klar mit der Hand. Das ist dann wahrscheinlich eine klare Gelbe Karte. Das ist bitter, denn solche Entscheidungen liefen heute nicht auf unserer Seite. Der Schiedsrichter pfeift auch gefühlt fünf Sekunden später nach seinem Handspiel dann meine Aktion. Das fand ich schon während des Spiels komisch, aber es ist, wie es ist und wurde so entschieden. Das ist jetzt auch nicht mein Thema und ich kann es auch nicht mehr ändern."
… zu den Unterschieden zum Hinspiel: "Wir hatten schon genug Momente, aber der letzte Punch hat gefehlt, dass hundertprozentige Chancen herauskommen. Wir hatten dennoch viele Abschlüsse und Aktionen im gegnerischen Strafraum. Wir waren ab und zu etwas zu schlampig und nicht so genau, wie wir sein können. Aber über zwei Spiele ist es ein Ein-Tor-Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft- Aber ist jetzt auch schwer zu sagen, was es dann am Ende genau war. Wenn das Tor zum Beispiel auch früher fällt, kommt das Stadion nochmal, aber das bringt jetzt nichts mehr."
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