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Thomas Müller meldet sich nach DFB-Ausbootung zu Wort

Bayern-Profi reagiert über Twitter

Udo Hutflötz

07.03.2019 | 14:53 Uhr

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Einen Tag nach der Ausbootung aus der Nationalmannschaft übt Thomas Müller scharfe Kritik an Bundestrainer Joachim Löw und den DFB. (Quelle: Twitter / Länge: 1:56 Minuten)

Thomas Müller hat auf seine Ausbootung aus dem DFB-Team reagiert und dabei Kritik an Bundestrainer Joachim Löw und den DFB geäußert.

"Ich war aufgrund der plötzlichen Entscheidung des Bundestrainers perplex", eröffnet Müller sein Statement, nachdem er eine Nacht über die Entscheidung von Joachim Löw nachgedacht hat.

Müller kritisiert Art und Weise

"Ein Bundestrainer muss sportliche Entscheidungen treffen. Das stelle ich auch nicht in Frage. Allerdings macht mich die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, einfach sauer. Ich habe kein Verständnis für diese suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung. Mats, Jerome und ich sind immer noch in der Lage auf Topniveau zu spielen. Wir haben zusammen mit dem DFB einen intensiven und erfolgreichen Weg bestritten", führt der 29-Jährige aus und zeigt dabei deutlich seine Enttäuschung über seine Ausbootung.

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Die Entscheidung von Joachim Löw, in Zukunft nicht mehr Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller zu nominieren, spaltet die Fußball-Nation. (1:20 Minuten)

"Und wenn - kurz nachdem wir von der Entscheidung des Bundestrainers erfahren haben - vorgefertigte Statements seitens des DFB und des DFB-Präsidenten an die Presse rausgegeben werden, ist das aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung nichts zu tun", schießt Müller abschließend gegen den Verband.

STIMMT AB!

Allerdings richtet Müller auch noch einige Worte an die Fans, bei denen er sich für die tolle Unterstützung bedankt. "Ich war immer Stolz, das DFB-Trikot zu tragen und habe immer alles gegeben. Es war eine unglaubliche Reise mit meinen 100 Länderspielen. Wer mich kennt weiß, dass ich ein Kämpfer bin und nach vorne schaue. Das Spiel ist noch nicht aus", deutet Müller seine Ziele mit dem FC Bayern an.

Zum Durchklicken: Die Kandidaten für das Hummels/Boateng-Erbe

  1. Niklas Süle
    Image: Niklas Süle (FC Bayern): Der 23-Jährige hat sich bei den Münchnern in seiner zweiten Saison zum Stammspieler entwickelt. Beim Rekordmeister stellt sich mittlerweile vor jedem Spiel die Frage: Hummels oder Boateng - wer verteidigt neben Süle? © Getty
  2. Niklas Süle:
    Image: Nun wird der Innenverteidiger auch im DFB-Team fortan die Rolle des Abwehrchefs übernehmen. Süle absolvierte bislang 16 Länderspiele und kam beim peinlichen WM-Aus nur im letzten Spiel gegen Südkorea (0:2) zum Einsatz. © Getty
  3. Antonio Rüdiger:
    Image: Antonio Rüdiger (FC Chelsea): Zweikampfstärke, Robustheit und Schnelligkeit - Rüdiger bringt eigentlich alle Eigenschaften mit, die einen guten Innenverteidiger auszeichnen. Hat allerdings noch Schwächen im Spielaufbau. © Getty
  4. Antonio Rüdiger (r.) und Benjamin Pavard kreuzten beim Duell Deutschland vs. Frankreich häufiger den Weg.
    Image: Der Ex-Stuttgarter ist beim FC Chelsea in der Abwehr seit zwei Jahren gesetzt und kam unter Joachim Löw bereits 29 Mal zum Einsatz. Beim WM-Aus stand er beim 2:1-Sieg gegen Schweden in der Startelf. © DPA pa
  5. Matthias Ginter
    Image: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): Ihm kann zweifelsohne das Attribut ''polyvalent'' zugeschrieben werden. Aufgrund seiner Spielintelligenz kann er innen und rechts verteidigen sowie im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. © Getty
  6. Matthias Ginter
    Image: Ginter spielt eine starke Saison bei Gladbach und stand sowohl bei bei der WM 2014 als auch 2018 jeweils im Kader, kam allerdings nie zum Einsatz. Nun dürfte er eine größere Rolle im DFB-Team spielen. © Getty
  7. Thilo Kehrer
    Image: Thilo Kehrer (Paris St. Germain): Eine weitere junge und frische Alternative für Löw. Der Ex-Schalker kommt in Paris unter Thomas Tuchel als Rechts- und Innenverteidiger zum Einsatz.  © Getty
  8. Thilo Kehrer
    Image: Im September 2018 feierte er sein Debüt im DFB-Dress, bislang absolvierte er vier Länderspiele. Neben seiner Vielseitigkeit besticht der 22-Jährige auch mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke sowie Schnelligkeit.  © DPA pa
  9. Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): 1,95 Meter groß, 97 Kilogramm schwer, 23 Jahre alt - Tah bringt ein Gardemaß für einen Innenverteidiger mit. Auch an Erfahrung mangelt es ihm nicht mehr, hat er doch bereits 115 Bundesliga-Spiele bestritten.
    Image: Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): 1,95 Meter groß, 97 Kilogramm schwer, 23 Jahre alt - Tah bringt ein Gardemaß für einen Innenverteidiger mit. Auch an Erfahrung mangelt es ihm nicht mehr, hat er doch bereits 115 Bundesliga-Spiele bestritten. © Getty
  10. Zu seinen bisherigen vier Länderspielen werden demnächst mit großer Sicherheit deutlich mehr hinzukommen. ''In der U21 hat er als Kapitän überragende Leistungen gezeigt'', lobt auch Sky Experte Lothar Matthäus.
    Image: Zu seinen bisherigen vier Länderspielen werden demnächst mit großer Sicherheit deutlich mehr hinzukommen. ''In der U21 hat er als Kapitän überragende Leistungen gezeigt'', lobt auch Sky Experte Lothar Matthäus. © Getty
  11. NIKLAS STARK:
    Image: Niklas Stark (Hertha BSC): Der 23-Jährige ist der einzige Kandidat, der noch ohne Länderspiel-Erfahrung ist. Hat bei der Hertha in dieser Saison den nächsten Schritt zum Leistungsträger gemacht. © Getty
  12. Mit starken Leistungen hatte er großen Anteil am Gewinn der U21-Europameisterschaft 2017. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er sein Debüt im DFB-Dress feiern wird.
    Image: Mit starken Leistungen hatte er großen Anteil am Gewinn der U21-Europameisterschaft 2017. Es dürfte spätestens jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er sein Debüt im DFB-Dress feiern wird. © Getty


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