Thomas Müller: Real Madrid nicht mehr so stark wie früher
Kampfansage vor dem Rückspiel
01.05.2018 | 17:04 Uhr
Bayerns Thomas Müller hat das Champions-League-Finale trotz schlechter Ausgangssituation noch lange nicht abgeschrieben. Vor dem entscheidenden Rückspiel gegen Real Madrid (Di., ab 19:30 Uhr live auf Sky) verrät der Torjäger, warum er vor Zidanes Truppe keine Angst hat.
"Es ist nicht mehr das Real, das einen komplett dominiert, oder einem das Gefühl gibt, dass (...) es ganz schwer ist, ein Tor zu erzielen. Dieses Gefühl war letztes Jahr schon nicht so vorhanden, dieses Jahr haben sie noch mehr Probleme - sowohl in der Liga und auch in der Champions League", so der Bayern-Star im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD.
Eine 1:2-Hinspiel-Pleite im Gepäck, die Entscheidung ausgerechnet auswärts im Bernabeu: Alles das scheint Müller wenig zu beeindrucken. Er konzentriert sich auf die Schwächen der Königlichen - und will diese eiskalt ausnutzen:
"Sie bleiben natürlich eine überragende Mannschaft, aber sie haben Nachlässigkeiten gezeigt und sind gegen Turin nicht souverän weitergekommen. Das Hinspiel hat gezeigt, dass wir selbst an einem Tag, an dem wir nicht unsere beste Leistung zeigen, viele Möglichkeiten bekommen. Da wollen wir nutzen und das gibt uns Hoffnung fürs Rückspiel."
Müller noch nie gegen Real Madrid getroffen
Dass Müller gegen Real noch nicht getroffen hat, verblüffte den 28-Jährigen auf der PK sichtlich. Dem Finaleinzug soll die schlechte Bilanz aber nicht im Wege stehen. Im Gegenteil: Müller versprach den Fans, noch gieriger vorm Tor zu sein.
"Die Statistik kann von mir aus so bleiben, wenn wir das Ergebnis auch ohne ein Tor von mir holen. Aber das würde sicherlich helfen", so der Bayern-Kapitän.
Dass Flügelspieler Arjen Robben verletzt ist und Müller deshalb dezentraler agieren muss, macht die Sache nicht leichter. Der FCB-Star ist dennoch sicher, dass seine Mannschaft den Ausfall kompensieren kann: "Wir müssen natürlich ein bisschen improvisieren. Es ist eine andere Art Fußball zu spielen, die aber auch erfolgreich sein kann. (...) Für die reine Offensiv-Power wäre es anders schöner gewesen."
So könnten Sie spielen:
Madrid: Navas - Lucas Vazquez, Varane, Ramos, Marcelo - Modric, Casemiro, Kovacic, Kroos - Ronaldo, Asensio (Benzema)
München: Ulreich - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Martinez - Müller, Thiago, James, Ribery - Lewandowski