Tottenham Hotspur: Mauricio Pochettino verabschiedet sich
Pochettino mit emotionaler Abschieds-Botschaft an die Spurs-Stars
24.11.2019 | 19:55 Uhr
Nach der sportlichen Misere der vergangenen Wochen hat sich Tottenham Hotspur von Trainer Mauricio Pochettino getrennt. Dieser verabschiedete sich mit einer Botschaft an der Taktiktafel.
Was als mit Skepsis gesehenes Wagnis begann, entpuppte sich als modernes Fußballmärchen. Pochettino übernahm im Sommer 2014 als ehemaliger Southampton-Coach die Spurs und führte diese schnell zu größeren Erfolgen. Bis zur aktuellen Saison schnitt Tottenham nie schlechter als auf Tabellenplatz fünf ab. Die Highlights: die Vizemeisterschaft 2017 und das Champions-League-Finale in der vergangenen Spielzeit.
Pochettino will nicht endgültig "Goodbye" sagen
Dass Letzteres verloren ging, schien der Mannschaft um die von Pochettino geformten Stars wie Harry Kane, Christian Eriksen, Dele Alli oder Harry Wings einen schweren Schlag versetzt zu haben. Aktuell befindet sich der Premier-League-Klub nur auf Rang 14. Die Entlassung des Argentiniers eine logische Konsequenz, die keinem im Verein leicht gefallen ist.
Wie stark die Bindung des Coaches und seines Co-Trainers Jesus Perez zu Verein und Spielern ist, beweist die ungewöhliche Abschiedsbotschaft des 47-Jährigen auf der Taktiktafel in der Kabine. "Einen großen Dank an euch alle! Wir können nicht 'Goodbye' sagen... Ihr werdet für immer in unseren Herzen sein", schrieb Pochettino. Weil einige Spieler sich noch bei der Nationalmannschaft befinden, blieb keine Zeit für große Abschiedsreden.
Mourinho lässt alle Türen für Pochettino auf
Damit scheint ein außergewöhnliches Kapitel bei den Spurs beendet. Das weiß auch Nachfolger Jose Mourinho, der bei seiner Vorstellung liebevolle Worte für seinen Trainer-Kollegen fand: "Als erstes muss ich, und ich tue das mit einer gewissen Traurigkeit, über Mauricio Pochettino sprechen. Ich muss ihm gratulieren für die Arbeit, die er geleistet hat."
Daraufhin ging der Portugiese noch einen Schritt weiter und eröffnete seinem Vorgänger die Möglichkeit, stets vorbeizuschauen. "Dieser Klub wird immer auch sein Klub sein. Er kann kommen, wann immer er will. Wenn er die Spieler vermisst, die Leute, mit denen er zusammengearbeitet hat, die Tür wird für ihn immer offen stehen."