Trotz Fehlstart – Kuranyi glaubt an Champions League beim VfB Stuttgart
Trotz Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison macht sich Kevin Kuranyi im exklusiven Interview mit Sky Sport keine Sorgen im seinen VfB Stuttgart.
22.09.2026 | 16:58 Uhr
Der Stürmer sieht die Mannschaft von Sebastian Hoeneß weiterhin als Anwärter auf die Champions League. Trotzdem richtet der ehemalige VfB-Jugendspieler eine klare Forderung an die Führungsetage der Schwaben.
Der VfB hat den Start in die neue Saison verpatzt. Mit drei Punkten aus den ersten vier Ligaspielen hinkt der Champions-League-Teilnehmer den eigenen Erwartungen noch hinterher. Das sieht auch Ex-Stürmer Kevin Kuranyi so. "Klar, drei Punkte aus vier Spielen sind nicht gut, aber ich bin mir sicher, dass nach der Länderspielpause noch viele Siege kommen werden und sich der VfB anders präsentiert", sagt Kuranyi im exklusiven Interview mit Sky Sport. "Die starken Gegner sind der Hauptgrund. Aber der VfB hätte auch seine Torchancen noch besser nutzen müssen. Gegen Dortmund haben wir bis ins letzte Drittel gut gespielt."
Kuranyi blickt optimistisch in die VfB-Zukunft
Mit Bayern München, Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim mussten die Schwaben direkt gegen drei Top-Fünf-Teams aus der vergangenen Saison ran. Sorgen macht sich der 44-Jährige um seinen VfB aber nicht. "Der VfB war in den letzten Jahren schon in den Top vier und das wird auch bleiben", so Kuranyi. "Wenn der VfB international spielt, ist es eine sehr gute Saison. Die Mannschaft hat auch die Qualität, es noch weiter nach oben zu schaffen und in den nächsten Jahren um die Champions League mitzuspielen."
Hoffnung macht dem ehemaligen Stürmer dabei vor allem die Führungsetage beim VfB: "Seit Sebastian Hoeneß übernommen hat, zusammen mit Fabian Wohlgemuth, haben sie umstrukturiert. Sie haben den Verein nach oben gebracht und unglaublich viele Spieler weiterentwickelt, verkauft und neue Topspieler dazu geholt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass es in den nächsten Jahren auch so weiter gehen wird."
Kuranyi traut Jeltsch einen Stammplatz im DFB-Team zu
Bestes Beispiel: Finn Jeltsch. Der Innenverteidiger kam vor eineinhalb Jahren vom 1. FC Nürnberg zum VfB und hat sich in dieser Zeit vom Talent zum Stammspieler beim VfB und jetzt auch zum Nationalspieler entwickelt. Vor allem ihm traut Kuranyi in den kommenden Jahren großes zu: "Er kann es zum Stammspieler bei der A-Nationalmannschaft schaffen. Er ist noch nicht am Limit. Er wird in Zukunft hundertprozentig bei einem Topverein in Europa spielen."
Aus dem eigenen Nachwuchs kam diese Entwicklung in den letzten Jahren aber zu kurz. Seit Timo Baumgartl konnte sich kein Jugendspieler des VfB mehr nachhaltig bei den Profis durchsetzen. Mit Brayann Kenmoe (Drittligadebüt mit 16 Jahren) und Enis Redzepi (acht Tore in vier U19-Spielen) haben die Schwaben zwei Toptalente in ihren Reihen, die diese Serie durchbrechen könnten.
Kuranyi-Forderung an den VfB: Förderung von eigenen Jugendspielern
Bei diesem Thema hat Kuranyi, der selbst aus der VfB-Jugend stammt eine klare Forderung an seinen Ex-Verein: "Das sind Talente, die man fördern muss. Der VfB muss da noch besser werden. Die Jugendarbeit ist sehr stark, wir haben viele junge Toptalente, aber die müssen mehr gefördert werden. Wenn man bei anderen Vereinen sieht, wie sie mit jungen Spielern umgehen, dann ist der VfB da noch ein bisschen hinterher und ich hoffe, dass es in der Zukunft besser wird."
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