Uli Hoeneß kritisiert Schiedsrichter bei Bayern-Spiel in Leverkusen

Der FC Bayern rettet in doppelter Unterzahl ein Remis gegen Leverkusen. Gleich mehrere strittige Szenen sorgen im Anschluss für reichlich Gesprächsstoff.

Auch Uli Hoeneß hat zur Leistung des Schiedsrichterteams um Referee Christian Dingert eine mehr als deutliche Meinung.

"Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe", zitierte die Bild den 74-Jährigen nach Abpfiff des Spiels. Schon in der ersten Hälfte hatte Nicolas Jackson die Münchener in Unterzahl gebracht: Die Leihgabe des FC Chelsea stieg Martin Terrier heftig auf den Knöchel und sah nach Videobeweis die Rote Karte.

Zu diesem Zeitpunkt führte Bayer bereits und hatte nach der Halbzeit Glück, als ein Treffer des gerade eingewechselten Kane wegen Handspiels aberkannt wurde. Dann traf Diaz nach einem Fehlpass von Bayer-Kapitän Robert Andrich. Nach einer vermeintlichen Schwalbe wurde dann auch der Kolumbianer vom Platz gestellt.

Bayern-Akteure sauer

Besonders dieser Platzverweis erhitzte die Gemüter: "Warum er die Rote bekommt, weiß keiner im Stadion. Wahnsinn", meinte Trainer Vincent Kompany. "Einer muss mir erklären, warum das Gelb ist." Auch Jonathan Tah betonte am Mikrofon von Sky Sport, Diaz stehe sofort wieder auf. "Er macht kein Theater, keine Show."

"Ich will nicht für einen Elfmeter plädieren, aber das ist im Leben keine Schwalbe", sagte Joshua Kimmich bei DAZN. "Wenn ich die Bilder sehe, dann ist ein Kontakt da. Den kann man nicht leugnen."

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Schiedsrichter Christian Dingert erklärt bei Sky Sport das nicht gegebene Tor von Harry Kane und den Platzverweis von Luis Diaz.

Dingert bezog nach dem Spiel zu der Szene Stellung. "Aus dem Spiel heraus habe ich wahrgenommen, dass der Spieler Diaz abhebt. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen", sagte der 45-Jährige bei Sky Sport. "Wenn ich die Bilder sehe, sage ich: kein Elfmeter, das ist klar und Gelb-Rot sehr hart. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben."

Wohin mit dem Arm von Tah?

Keine Diskussionen wollten die Bayern beim berechtigten Platzverweis für Jackson in der 42. Minute aufkommen lassen. Die beiden aberkannten Tore durch Jonathan Tah (26.) und Harry Kane (61.) beschäftigten Kompany dagegen mehr. Bei Tah sprang der Ball vom angelegten Arm ins Tor. "Soll er sich den Arm um den Kopf machen?", fragte Kompany.

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Kanes Tor wurde aberkannt, weil er beim Block eines Klärungsversuchs von Blaswich den Ball an den Arm bekam. "Die Entscheidungen mit dem Videoschiedsrichter sind manchmal fragwürdig", meinte Bayern-Torwart Sven Ulreich. "Bei ganz klaren Entscheidungen kann man gern eingreifen. Aber nicht beim Block, ob da ein bisschen Hand dran ist oder nicht. Er schießt ihn aus einem Meter an."

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