Union Berlin verschiebt Stadionausbau: Umzug ins Olympiastadion erst 2028

Union Berlin hat den Zeitplan für den Ausbau der Alten Försterei erneut angepasst. Der Bundesligist zieht erst im Januar 2028 für die Bauphase ins Olympiastadion um.

Das Stadion An der Alten Försterei von Union Berlin soll langfristig einen Kapazität von 40.000 Zuschauern haben.
Image: Das Stadion An der Alten Försterei von Union Berlin soll langfristig einen Kapazität von 40.000 Zuschauern haben.  © Imago

Artenschutz-Auflagen verzögern den Baubeginn. Der Ausbau der Alten Försterei soll rund 190 Millionen Euro kosten und die Kapazität langfristig auf 40.000 Plätze erhöhen.

Das Stadion an der Alten Försterei soll größer werden. Diese Pläne gibt es schon seit Jahren. Durch etliche behördliche Auflagen hat sich der Starttermin des Ausbaus allerdings immer wieder nach hinten verschoben. Am Donnerstag hat Union-Präsident Dirk Zingler die neuen Pläne und Zahlen vorgestellt: für Union Berlin soll es nicht wie bisher angenommen bereits zum Saisonbeginn 2027/28 ins Olympiastadion gehen, sondern erst im Januar 2028.

Grund dafür ist unter anderem der Artenschutz. Für das neue Bauvorhaben sollen rund um das Stadion einige Bäume gefällt werden. Die Vögel, die dort ihre Nester gebaut haben, müssen umgesiedelt werden. Dafür ist eine Maßnahme notwendig, die ein Jahr andauert. Erst dann dürfen die Bäume gefällt werden, allerdings auch nur im Winter (ab November).

ZUM DUCHKLICKEN: Die Stadien der Bundesligisten

  1. München
    Image: FC Bayern München: Allianz Arena, Kapazität: 75.024 Plätze © Imago
  2. BVB
    Image: Borussia Dortmund: Signal Iduna Park, Kapazität: 81.365 Plätze © Imago
  3. leipzig
    Image: RB Leipzig: Red Bull Arena, Kapazität: 47.069 Plätze © DPA pa
  4. stuttgart
    Image: VfB Stuttgart: MHPArena, Kapazität: 60.058 Plätze  © DPA pa
  5. hoffenheim
    Image: TSG 1899 Hoffenheim: SNP Arena, Kapazität: 30.150 Plätze © DPA pa
  6. Leverkusen
    Image: Bayer 04 Leverkusen: BayArena, Kapazität: 30.210 Plätze © Imago
  7. freiburg
    Image: SC Freiburg: Europa-Park Stadion, Kapazität: 34.700 Plätze © DPA pa
  8. Volksbank Park
    Image: Eintracht Frankfurt: Deutsche Bank Park, Kapazität: 59.500 Plätze © DPA pa
  9. WWG Arena
    Image: FC Augsburg: WWK Arena, Kapazität: 30.660 Plätze © DPA pa
  10. Mewa arena
    Image: 1. FSV Mainz 05: MEWA Arena, Kapazität: 33.305 Plätze © DPA pa
  11. Union Berlin
    Image: 1. FC Union Berlin: Stadion An der Alten Försterei, Kapazität: 22.012 Plätze © DPA pa
  12. Borussia-Park
    Image: Borussia Mönchengladbach: ista-Borussia-Park, Kapazität: 54.057 Plätze © DPA pa
  13. Volksparkstadion
    Image: Hamburger SV: Volksparkstadion, Kapazität: 57.000 Plätze © DPA pa
  14. Rheinenergie
    Image: 1. FC Köln: RheinEnergieStadion, Kapazität: 49.698 Plätze © DPA pa
  15. Wester Stadion
    Image: SV Werder Bremen: Weserstadion, Kapazität: 42.100 Plätze © DPA pa
  16. Schalke
    Image: FC Schalke 04: Veltins-Arena, Kapazität: 62.271 Plätze © DPA pa
  17. Elversberg
    Image: SV Elversberg: Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde, Kapazität: 10.000 Plätze © Imago
  18. Paderborn
    Image: SC Paderborn 07: Home Deluxe Arena, Kapazität: 15.000 Plätze © Imago

Kapazität von 40.000 das Union-Ziel

Somit werden die Eisernen die Hinrunde in der kommenden Saison noch in ihrem heimischen Gefilde spielen. Dies gab der Verein auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend bekannt. Nach wie vor ist der Plan, dass das Stadion so ausgebaut wird, dass es auch allen internationalen Auflagen entspricht und 40.000 Fußballfans Platz haben sollen. Die Vision von Union-Präsident Zingler: "Hier soll international Fußball gespielt werden."

Zur geplanten Wiedereröffnung des Stadions zum Saisonbeginn 2029/30 werden allerdings erst einmal nur 34.500 Fans Platz in der neuen Alten Försterei finden. Zwar baut man das Stadion so aus, dass die Kapazität von 40.000 Fans erreicht werden kann, allerdings gibt es aufgrund von unter anderem infrastrukturellen Themen aktuell die Auflage der Stadt, dass zur Eröffnung erst einmal nur ein Fassungsvermögen von 34.500 Fans zugelassen wird.

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Umzug ins Olympiastadion 2028

Während der Zeit des Umbaus wird Union Berlin ins Olympiastadion im Westen der Stadt umziehen. Dort seien bereits alle Gewerke informiert, dass sich der Termin um ein halbes Jahr verschoben hat. Aber auch hier kennen sich die Eisernen ja bereits aus: Als sich die Köpenicker 2022/23 und 2023/24 für das internationale Geschäft qualifiziert haben, wurden die Spiele in der Champions League und Europa League ebenfalls im Stadion des Stadt-Rivalen Hertha BSC ausgetragen.

Neben der Kapazitätserhöhung des Stadions soll auch eine große Eventfläche vor dem Stadion entstehen. Außerdem wird ein neues Parkhaus gebaut. Ebenfalls ist unter anderem ein Klubhaus geplant. Und auch infrastrukturell wird sich einiges tun: Die neue Westumfahrung, eine Straße, die einen weiteren Zugang zum Stadion ermöglicht, führt direkt hinter der Waldseite entlang. Die Kosten für dieses Mega-Projekt belaufen sich laut Vereinsangaben auf 190 Millionen Euro.

Mehr dazu

Eckdaten der Saison 2026/2027

  • Bundesliga, 1. Spieltag: 28.08.2026
  • Bundesliga, 34. Spieltag: 22.05.2027
  • 2. Bundesliga, 1. Spieltag: 07.08.2026
  • 2. Bundesliga, 34. Spieltag: 23.05.2027
  • DFB-Pokalfinale: 29.05.2027

Stadionausbau aus wirtschaftlichen Gründen

Unklar ist, wo in dieser Zeit die Profi-Frauen ihre Heimspiele austragen werden. Denn auch sie spielen ihre Bundesligaspiele in der Alten Försterei. Hierfür sucht man gerade eine adäquate Lösung, weil ein Umzug auch mit diversen Investitionen verbunden ist. Eine finale Entscheidung soll in den nächsten sechs Wochen fallen.

Für Union Berlin ist der Ausbau des Stadions laut des Präsidenten essenziell - denn nur so könne man laut Angaben Zinglers wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben.

Mehr zum Autor Lisa de Ruiter

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