Union Berlin verschiebt Stadionausbau: Umzug ins Olympiastadion erst 2028
Union Berlin hat den Zeitplan für den Ausbau der Alten Försterei erneut angepasst. Der Bundesligist zieht erst im Januar 2028 für die Bauphase ins Olympiastadion um.
03.09.2026 | 21:01 Uhr
Artenschutz-Auflagen verzögern den Baubeginn. Der Ausbau der Alten Försterei soll rund 190 Millionen Euro kosten und die Kapazität langfristig auf 40.000 Plätze erhöhen.
Das Stadion an der Alten Försterei soll größer werden. Diese Pläne gibt es schon seit Jahren. Durch etliche behördliche Auflagen hat sich der Starttermin des Ausbaus allerdings immer wieder nach hinten verschoben. Am Donnerstag hat Union-Präsident Dirk Zingler die neuen Pläne und Zahlen vorgestellt: für Union Berlin soll es nicht wie bisher angenommen bereits zum Saisonbeginn 2027/28 ins Olympiastadion gehen, sondern erst im Januar 2028.
Grund dafür ist unter anderem der Artenschutz. Für das neue Bauvorhaben sollen rund um das Stadion einige Bäume gefällt werden. Die Vögel, die dort ihre Nester gebaut haben, müssen umgesiedelt werden. Dafür ist eine Maßnahme notwendig, die ein Jahr andauert. Erst dann dürfen die Bäume gefällt werden, allerdings auch nur im Winter (ab November).
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Kapazität von 40.000 das Union-Ziel
Somit werden die Eisernen die Hinrunde in der kommenden Saison noch in ihrem heimischen Gefilde spielen. Dies gab der Verein auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend bekannt. Nach wie vor ist der Plan, dass das Stadion so ausgebaut wird, dass es auch allen internationalen Auflagen entspricht und 40.000 Fußballfans Platz haben sollen. Die Vision von Union-Präsident Zingler: "Hier soll international Fußball gespielt werden."
Zur geplanten Wiedereröffnung des Stadions zum Saisonbeginn 2029/30 werden allerdings erst einmal nur 34.500 Fans Platz in der neuen Alten Försterei finden. Zwar baut man das Stadion so aus, dass die Kapazität von 40.000 Fans erreicht werden kann, allerdings gibt es aufgrund von unter anderem infrastrukturellen Themen aktuell die Auflage der Stadt, dass zur Eröffnung erst einmal nur ein Fassungsvermögen von 34.500 Fans zugelassen wird.
Umzug ins Olympiastadion 2028
Während der Zeit des Umbaus wird Union Berlin ins Olympiastadion im Westen der Stadt umziehen. Dort seien bereits alle Gewerke informiert, dass sich der Termin um ein halbes Jahr verschoben hat. Aber auch hier kennen sich die Eisernen ja bereits aus: Als sich die Köpenicker 2022/23 und 2023/24 für das internationale Geschäft qualifiziert haben, wurden die Spiele in der Champions League und Europa League ebenfalls im Stadion des Stadt-Rivalen Hertha BSC ausgetragen.
Neben der Kapazitätserhöhung des Stadions soll auch eine große Eventfläche vor dem Stadion entstehen. Außerdem wird ein neues Parkhaus gebaut. Ebenfalls ist unter anderem ein Klubhaus geplant. Und auch infrastrukturell wird sich einiges tun: Die neue Westumfahrung, eine Straße, die einen weiteren Zugang zum Stadion ermöglicht, führt direkt hinter der Waldseite entlang. Die Kosten für dieses Mega-Projekt belaufen sich laut Vereinsangaben auf 190 Millionen Euro.
Stadionausbau aus wirtschaftlichen Gründen
Unklar ist, wo in dieser Zeit die Profi-Frauen ihre Heimspiele austragen werden. Denn auch sie spielen ihre Bundesligaspiele in der Alten Försterei. Hierfür sucht man gerade eine adäquate Lösung, weil ein Umzug auch mit diversen Investitionen verbunden ist. Eine finale Entscheidung soll in den nächsten sechs Wochen fallen.
Für Union Berlin ist der Ausbau des Stadions laut des Präsidenten essenziell - denn nur so könne man laut Angaben Zinglers wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben.
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