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VfL Bochum News: Der Aufsteiger setzt auf Emotionen, harte Arbeit und tolle Fans

Bochums Erfolgsrezept: Emotionen, Fans und ein ''Zauberfüßchen''

Sky Sport

29.11.2021 | 18:19 Uhr

Die Mannschaft des VfL Bochum bedankt sich nach dem Sieg bei seinen treuen Fans.
Image: Die Mannschaft des VfL Bochum bedankt sich nach dem Sieg bei seinen treuen Fans.  © DPA pa

Der VfL Bochum ist in der Bundesliga längst angekommen. Jetzt will man an der Castroper Straße mit seinen eigenen Tugenden beweisen, dass man mehr als nur ein Traditionsverein ist.

Fußballromantiker müssen beim Gedanken an den VfL Bochum einfach ins Schwärmen kommen. Traditionsverein, Arbeitermentalität und ein Stadion, das nicht an die modernen Arenen erinnert.

Mannschaft und Verein wollen sich aber auf diese Attitüden nicht beschränken lassen. Der VfL Bochum will die Liga nicht nur mit seinem Namen bereichern, sondern auch sportlich. Dabei sollen die Tugenden des Vereins helfen: Leidenschaft, Emotionen, harte Arbeit und die großartigen Fans. Frei nach Herbert Grönemeyer in seinem Lied ''Bochum'': ''Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau''.

Vierter Pflichtspielsieg in Serie im heimischen Ruhrstadion

Nach elf Jahren hatte der VfL im letzten Sommer die Rückkehr in die Bundesliga endlich geschafft. 13 Partien sind absolviert und das Team von Trainer Thomas Reis hat 16 Punkte auf der Habenseite. Satte sieben Punkte vor dem 17. aus Bielefeld, 15 sogar vor Schlusslicht Greuther Fürth. Beides direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft untermauert den Anspruch auf den Klassenerhalt auch mit ihrer Spielweise und der Leistung auf dem Platz. Lediglich beim FC Bayern bekam die Reis-Truppe ihre Grenzen aufgezeigt, als sie mit einem 0:7 im Gepäck wieder abreiste.

Gegen den SC Freiburg feierte man den vierten Pflichtspielsieg in Serie im heimischen Ruhrstadion und verabschiedete sich erst einmal aus dem Tabellenkeller. Dieses Spiel am Samstag zeigte klar auf, wie man beim VfL Bochum die Saison angeht und das große Ziel Klassenerhalt erreichen will und auch kann. Die Mannschaft soll Leidenschaft auf den Platz bringen, an seine Grenzen gehen und so die Fans mitreißen, die dann ihr Übriges dazu beitragen.

Liebeserklärung von Streich

Team und Anhänger bilden eine Einheit, die für das "Unmögliche" sorgen kann und so wichtige Punkte holt, wie eben am Samstag. ''Du hast ′n Pulsschlag aus Stahl, Man hört ihn laut in der Nacht", so würde Herbert Grönemeyer das Geschehen beschreiben. Die Akteure selbst schildern es wie folgt: "Ich bin immer heiß auf unsere Heimspiele. Wenn ich diese geile Stimmung hier alle zwei Wochen sehe, das ist einfach überragend. Das gibt uns viel Power und viel Energie'', so Kapitän Anthony Losilla.

Treffend formulierte es Freiburgs Trainer Christian Streich nach der Partie: ''Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht gegen sehr intensive Bochumer in diesem wunderbaren Stadion. Der VfL ist einfach ein toller Verein. Das ist für mich Fußball hier.'' Klingt fast schon wie eine Liebeserklärung eines Fußballromantikers.

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''Zauberfüßchen'' Pantovic

Und wenn alle Leistung nicht hilft, dann haben die Bochumer ja auch noch mit Milos Pantovic eine ganz besondere Waffe in den eigenen Reihen. Der eingewechselte Offensivmann traf in der 82. Minute aus dem Mittelkreis zum frenetisch bejubelten Siegtreffer gegen Freiburg. Aktuell trifft der 25-Jährige einfach aus jeder Entfernung. ''Wir sind froh, dass er im Moment ein Zauberfüßchen hat, dass er die Situation gut erkennt'', sagte Bochums Trainer Thomas Reis.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat zielte Pantovic aus riesiger Distanz ganz genau. Vor drei Wochen traf er aus 66 Metern gegen Hoffenheim mit links, jetzt aus 45 Metern mit rechts. Mit diesen Fähigkeiten zieht es andere in TV-Shows, im Stadion wird er dafür von den Fans mit ''Milos-Pantovic-Schalalalala'' Rufen gefeiert.

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In einem turbulenten Spiel hat der VfL Bochum seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt. Nach dem 2:0 gegen die TSG Hoffenheim herrschte pure Euphorie.

Auswärtsschwäche ablegen

''Machst mit einem Doppelpass Jeden Gegner nass, Du und dein VfL'', schildert Herbert Grönemeyer die Spielweise der Bochumer in seinem Song von 1984. In den Auswärtsspielen ist man davon allerdings noch ein gutes Stück entfernt. In fremden Stadien setzte es bisher sechs Niederlagen bei nur einem Sieg in Fürth.

Um das Ziel Klassenerhalt zu schaffen, muss diese Ausbeute verbessert werden, das weiß man auch beim VfL. Wann man damit anfängt?

''Am Samstag'', versprach Zauberfüßchen Pantovic. Da geht es für die Bochumer zum FC Augsburg. Der Aufsteiger hat bisher bewiesen, dass man auch nächste Saison im Oberhaus dabei sein kann. Dann hätten die Jungs von der Castroper Straße der Liga bewiesen, wie dies möglich war: ''Hier, wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld''. Ganz nach Herbert Grönemeyer.

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