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Vor dem Top-Spiel der 2. Liga - die größten Probleme des HSV und VfB

Zahme Stürmer, Spätstarter & ein Fluch: Schwächen des VfB & HSV

Felix Arnold

28.05.2020 | 21:56 Uhr

Zuletzt formschwach, im Top-Spiel zählt es für die Favoriten VfB und HSV.
Image: Zuletzt formschwach, im Top-Spiel zählt es für die Favoriten VfB und HSV.  © Getty

Wenn der VfB Stuttgart den Hamburger SV zum Spitzenspiel (ab 20 Uhr auf Sky Sport Bundesliga 1 HD) empfängt, treffen die beiden Top-Teams der zweiten Liga aufeinander - zumindest auf dem Papier. Auf dem Rasen haben beide Traditionsklubs jedoch große Schwierigkeiten. Sky Sport deckt die Schwachstellen des VfB und HSV auf.

Sei es der starke Kader, das vorhandene Kapital oder die enorme Unterstützung durch die eigenen Fans - in Sachen Größe und Strahlkraft haben Stuttgart und Hamburg in der 2. Liga klar die Nase vorn.

Die Voraussetzungen zum Wiederaufstieg sind gegeben, doch die Performance auf dem Rasen wirft Fragen auf. Keiner der Favoriten, sondern die Arminia - vor der Saison maximal als Außenseiter gehandelt - grüßt von der Spitze.

ZUM DURCHKLICKEN: Die größten Schwachstellen der Top-Teams VfB und HSV

  1. Auf dem Papier stehen die Favoriten aus Stuttgart und Hamburg zwar gut da, auf dem Platz haben die Teams aber noch Luft nach oben. Sky Sport blickt auf die größten Probleme beider Teams in Liga zwei - beginnend mit VfB-Torjäger Mario Gomez (l.)...
    Image: Auf dem Papier stehen die Favoriten aus Stuttgart und Hamburg zwar gut da, auf dem Platz haben die Teams aber noch Luft nach oben. Sky Sport blickt auf die größten Schwachstellen bei beiden Teams - beginnend mit dem VfB-Angriff um Mario Gomez (l.)... © Imago
  2. EFFIZIENZ: Der VfB gab in den letzten vier Spielen die meisten Schüsse ab (17 pro Spiel) und hat dennoch die zweitschwächste Chancenverwertung in diesem Zeitraum (9 Prozent). Zum Vergleich: Die Arminia nutzt im Schnitt jede vierte (!) Torchance.
    Image: EFFIZIENZ: Der VfB gab in den letzten vier Spielen die meisten Schüsse ab (17 pro Spiel) und hat dennoch die zweitschwächste Chancenverwertung in diesem Zeitraum (9 Prozent). Zum Vergleich: Die Arminia nutzt im Schnitt jede vierte (!) Torchance.  © Imago
  3. SPÄTSTARTER: Stuttgart traf in keinem der vergangenen 15 Spiele in der ersten halben Stunde! Diese Schwäche spiegelt sich auch in der Tabelle der 1. Halbzeit wider – dort stünde der VfB mit einer negativen Tordifferenz (-2) nur auf Platz 13.
    Image: SPÄTSTARTER: Stuttgart traf in keinem der vergangenen 15 Spiele in der ersten halben Stunde! Diese Schwäche spiegelt sich auch in der Tabelle der 1. Halbzeit wider – dort stünde der VfB mit einer negativen Tordifferenz (-2) nur auf Platz 13. © Imago
  4. SCHWACHE ABWEHR: In den vergangenen vier Spielen kassierte Stuttgart acht Gegentore (drittschwächster Wert) und ließ 55 gegnerische Schüsse zu – in den drei Partien zuvor hatte der VfB kein Treffer zugelassen. Häufige Patzer werden direkt bestraft.
    Image: SCHWACHE ABWEHR: In den vergangenen vier Spielen kassierte Stuttgart acht Gegentore (drittschwächster Wert) und ließ 55 gegnerische Schüsse zu – in den drei Partien zuvor hatte der VfB kein Tor zugelassen. Häufige Patzer wurden direkt bestraft.  © Imago
  5. DIDAVI SCHWÄCHELT: Stuttgarts Zehner war in den vergangenen vier Spielen an keinem einzigen Tor beteiligt. Dass er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre gegen den HSV fehlt, ist trotzdem bitter, denn: Der VfB gewann alle fünf Spiele, in denen Didavi traf.
    Image: DIDAVI BLASS: Stuttgarts Zehner war in den vergangenen vier Spielen an keinem einzigen Tor beteiligt. Dass er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre gegen den HSV fehlt, ist trotzdem bitter, denn: Der VfB gewann alle fünf Spiele, in denen Didavi traf. © Imago
  6. TORJÄGER? FEHLANZEIGE! Nicolas Gonzalez traf achtmal für den VfB, Sturmkante Al Ghaddioui (Foto) ist nicht die erhoffte Verstärkung – trotz hochkarätig besetzter Offensive. Zum Vergleich: Bielefelds Top-Torjäger Fabian Klos kommt auf 17 Treffer...
    Image: TORJÄGER? FEHLANZEIGE! Nicolas Gonzalez traf achtmal für den VfB, Sturmkante Al Ghaddioui (Foto) ist nicht die erhoffte Verstärkung – trotz hochkarätig besetzter Offensive. Zum Vergleich: Bielefelds Top-Torjäger Fabian Klos kommt auf 17 Treffer... © Imago
  7. ZU VIELE WECHSEL: Pellegrino Matarazzo (r.) stand in neun Spielen an der Seitenlinie, nur einmal lief er dabei mit derselben Startelf auf wie im Spiel davor. 23 Spieler kamen für den VfB im Jahr 2020 zum Einsatz – nur bei Hannover waren es mehr (24).
    Image: ZU VIELE WECHSEL: Pellegrino Matarazzo (r.) stand in neun Spielen an der Seitenlinie, nur einmal lief er dabei mit derselben Startelf auf wie im Spiel davor. 23 Spieler kamen für den VfB im Jahr 2020 zum Einsatz – nur bei Hannover waren es mehr (24). © Imago
  8. Die Mängelliste des VfB ist lang, doch auch die Hamburger um Kapitän Aaron Hunt (Foto) machen bei weitem nicht alles richtig. Folgende Punkte dürften dem erfahrenen Coach Dieter Hecking so gar nicht gefallen...
    Image: Die Mängelliste des VfB ist lang, doch auch die Hamburger um Kapitän Aaron Hunt (Foto) machen bei weitem nicht alles richtig. Folgende Punkte dürften dem erfahrenen Coach Dieter Hecking so gar nicht gefallen... © Imago
  9. SCHWACHE OFFENSIVE: Betrachtet man die vergangenen vier Partien, gab der HSV nur elf Schüsse pro Partie ab. Bitter: Ligaweit schoss nur Abstiegskandidat Wehen Wiesbaden seltener aufs Tor (10-Mal)! Nur vier Tore kamen bei diesen Spielen heraus.
    Image: SCHWACHE OFFENSIVE: Betrachtet man die vergangenen vier Partien, gab der HSV nur elf Schüsse pro Partie ab. Bitter: Ligaweit schoss nur Abstiegskandidat Wehen Wiesbaden seltener aufs Tor (10-Mal)! Nur vier Tore kamen dabei heraus. © Imago
  10. LÖCHRIGE DEFENSIVE: Der HSV blieb in zwei der vergangenen 18 Spielen ohne Gegentor – in den vergangenen vier ließ die Hecking-Elf 59 Schüsse zu (nur Wehen und St. Pauli mehr) - Rick van Drongelen (r.) und Timo Letschert haben noch Luft nach oben.
    Image: LÖCHRIGE DEFENSIVE: Der HSV blieb nur in zwei der vergangenen 18 Spielen ohne Gegentor – in den letzten vier Partien ließ die Hecking-Elf 59 Schüsse zu (nur Wehen & St. Pauli mehr) - Rick van Drongelen (r.) und Timo Letschert haben Luft nach oben.  © Imago
  11. STANDARDSCHWÄCHE: Der HSV kassierte drei der sechs Gegentore in den vergangenen vier Partien nach ruhenden Bällen. Zuvor hatten die Hanseaten nur 25 Prozent der Gegentreffer nach Standards hinnehmen müssen.
    Image: STANDARDSCHWÄCHE: Der HSV kassierte drei der sechs Gegentore in den vergangenen vier Partien nach ruhenden Bällen. Zuvor hatten die Hanseaten nur 25 Prozent der Gegentreffer nach Standards hinnehmen müssen. © Imago
  12. SPÄTSTARTER: Zwar ist der HSV der einzige Zweitligist ohne Gegentor in den ersten 15 Minuten, allerdings schoss der HSV sein letztes Tor in dieser Phase Ende Oktober – gegen den in dieser Kategorie ebenfalls schwachen VfB (Kittel, 13. Minute).
    Image: SPÄTSTARTER: Zwar ist der HSV der einzige Zweitligist ohne Gegentor in den ersten 15 Minuten, allerdings schoss der HSV sein letztes Tor in dieser Phase Ende Oktober – gegen den in dieser Kategorie ebenfalls schwachen VfB (Kittel, 13. Minute).  © Imago
  13. AUSWÄRTSFLUCH: Nachdem der HSV noch mit zwei Siegen auf fremdem Platz gestartet war, gab es in den folgenden zwölf Gastspielen nur noch einen Sieg (8 Remis, 3 Niederlagen) und keine Weiße Weste. Besonders bitter: Das blamable 0:3 bei Erzgebirge Aue.
    Image: AUSWÄRTSFLUCH: Nachdem der HSV noch mit zwei Siegen auf fremden Plätzen gestartet war, gab es in den folgenden zwölf Gastspielen nur einen Sieg (8 Remis, 3 Niederlagen) und keine weiße Weste. Besonders bitter: Das blamable 0:3 bei Erzgebirge Aue...  © Imago
  14. SCHLÜSSELSPIELER: Sonny Kittel ist mit elf Treffern bester HSV-Torjäger, doch in den vergangenen vier Spielen blieb er wirkungslos – erstmals in dieser Saison. Lukas Hinterseer (l.) folgt mit neun Toren, wartet jedoch seit fünf Spielen auf ein Tor.
    Image: SCHLÜSSELSPIELER: Sonny Kittel ist mit elf Treffern bester HSV-Torjäger, doch in den vergangenen vier Spielen blieb er wirkungslos – erstmals in dieser Saison. Lukas Hinterseer (l.) folgt mit neun Toren, wartet jedoch seit fünf Spielen auf ein Tor.  © Imago

Schwache Form der Favoriten

Vor allem die Performance und der Ertrag in Spielen der beiden Schwergewichte lässt viele Fans ernüchternd zurück. Der VfB verlor zuletzt bei den "Kleinen" in Wiesbaden und Kiel, der HSV kam trotz ansprechender Leistung nicht über zwei Unentschieden gegen Osnabrück und Bielefeld hinaus. Beim Blick auf die Tabelle der vergangenen vier Spiele ist das Gipfeltreffen eher ein Duell der Kellerkinder.

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"Die Zweite Liga ist echt hart", sagte Dennis Aogo im Sky Interview vor dem Duell seiner beiden Ex-Klubs. Worin die Probleme in Hamburg und Stuttgart genau liegen? Sky Sport zeigt, an welchen Stellschrauben Dieter Hecking und Pellegrino Matarazzo in Zukunft drehen müssen.

0:47
Der VfB Stuttgart hat mit Pellegrino Matarazzo bis 2022 verlängert. Der Vertrag gilt sowohl für die Bundesliga als auch für die 2. Liga. Sky Reporter Alexander Bonengel erklärt, warum der Schachzug der Schwaben vernünftig ist (Videolänge: 47 Sek.).

Was auffällt: Trotz hoher individueller Qualität in der Offensive, tun sich Stuttgart und Hamburg extrem schwer, gegen tiefstehende Gegner ausreichend Chancen zu kreieren. Auch die auffällige Schwäche in der ersten Halbzeit könnte den Top-Teams im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze noch das Genick brechen.

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