Kuusamo: Björgen verpasst Gesamtsieg - Carl beste Deutsche
Norwegens Ski-Königin verpasst Gesamtsieg
27.11.2017 | 13:51 Uhr
Norwegens Ski-Königin Marit Björgen hat den Gesamtsieg der Mini-Tour im finnischen Kuusamo zum Auftakt des Langlauf-Weltcups verpasst.
Die 37-jährige Rekordweltmeisterin musste sich am Sonntag im Verfolgungsrennen über 10 km im freien Stil ihrer schwedischen Dauerrivalin Charlotte Kalla geschlagen geben, die mit ihrem ersten Sieg seit Februar 2015 auch die Führung im Gesamtweltcup übernahm.
Carl beste Deutsche
Björgen, die am Samstag über 10 km Klassik ihren 111. Weltcupsieg gefeiert hatte, lag im Ziel 9,7 Sekunden hinter der Vancouver-Olympiasiegerin zurück. Dritte wurde Björgens Landsfrau Ragnhild Haga (+33,9). Beste Deutsche war die frühere Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl (Zella-Mehlis), die mit einem beherzten Rennen von Platz 28 auf 20 (+2:12,3) vorlief.
"Die Mädels sind sehr engagiert gelaufen, gerade die Vicki hat sich sehr gut bewegt", sagte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter im DSV: "Die Richtung stimmt, die Nervosität ist abgefallen. Jetzt können wir optimistisch in die nächsten Rennen schauen."
Allerdings hat nach den ersten drei Rennen des Olympiawinters noch keine DSV-Läuferin auch nur die halbe Norm für die Spiele in Pyeongchang (zweimal Platz 15) erfüllt. Sandra Ringwald (Schonach) wurde 27. (+2:43,1), Stefanie Böhler (Ibach) 29. (+2:43,9) und Katharina Hennig (Oberwiesenthal) 40. (+3:17,9). Nicole Fessel, beste deutsche Distanzläuferin, fehlte wegen der Nachwirkungen einer leichten Erkrankung in Kuusamo.
Kläbo schafft Sieg-Hattrick in Kuusamo
Bei den Herren ist der Norweger Johannes Kläbo das Maß der Dinge. Der 21-Jährige gewann am Sonntag im finnischen Kuusamo auch den dritten Tagesabschnitt des Kuusamo-Triple bestehend aus Sprint, Klassik-Einzel und Freistil-Verfolgung und schaffte damit den Sieg-Hattrick.
Kläbo verwies nach 15 Kilometern in 36:23,2 Minuten im Spurt seinen Teamkollegen Martin Johnsrud Sundby mit 0,4 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritter mit einer Sekunde Rückstand wurde der Russe Alexander Bolschunow. Die deutschen Läufer schafften nicht den Sprung in die Punkteränge. Andreas Katz belegte als bester DSV-Läufer Platz 31 und mittelbar vor seinen Teamkollegen Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer. Jonas Dobler schob sich von Startplatz noch auf den 38. Rang nach vorn.