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Formel 1: Helmut Marko kritisiert Mercedes

Marko-Kritik an Mercedes: "Team sollte eigene Probleme lösen"

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Vor dem Kanada-GP hat die FIA auf die "Hoppel"-Autos reagiert. Vor allem Mercedes würde mit der neuen Technischen Direktive bevorzugt werden. Bei Helmut Marko kam das überhaupt nicht gut an. Red Bulls Motorsportchef kritisierte die Silberpfeile nun deutlich.

Woche für Woche ist das Hadern bei Mercedes wegen des Hüpfen des Wagens, dem sogenannten "Bouncing" groß. Vor allem Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton äußerte seinen Unmut über den Boliden häufig, wetterte beim Großen Preis von Baku noch: "Wir setzen am Ende der Geraden so stark auf, dass ich nicht einmal meinen Longrun beenden konnte. Mein Rücken war ein komplettes Chaos." Auch George Russell sprach von "brutalen" Bedingungen. "Wir wurden komplett durchgeschüttelt", bestätigte der Brite seinen Teamkollegen.

Dementsprechend setzte sich Mercedes dafür ein, dass die FIA Maßnahmen schafft, um das Bouncing-Problem aus der Welt zu schaffen. Vor dem Kanada-GP am vergangenen Wochenende reagierte der Weltverband auf das Problem und erließ eine neue Technische Direktive.

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Marko kritisiert Mercedes

Damit soll das Ärgernis mittelfristig gelöst werden - auch wenn es Vorwürfe gibt, die FIA würde Mercedes damit bevorzugen. "Dieses Team sollte einfach seine eigenen Probleme lösen und nicht die anderen Teams beeinträchtigen", machte etwa Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko bei Motorsport.com deutlich.

"Es gibt Regeln, und diese Regeln sind für alle gleich. Wenn ein Team seine Probleme nicht lösen kann, ist das sein Problem", betonte der Österreicher zudem. "Auch dieses Problem ist relativ einfach zu lösen: Man muss das Auto nur höher machen, aber dann ist man natürlich langsamer."

Wusste Mercedes schon früher Bescheid?

In diesem Zusammenhang wunderte Marko aber noch eine andere Sache: Die FIA hatte im Zuge der Maßnahmen erlaubt, eine zweite Strebe zur Versteifung des Unterbodens anzubringen. Weil die Richtlinie aber erst am Donnerstag kam, konnten die Teams darauf nicht mehr reagieren - bis auf eines.

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Mercedes hatte passenderweise eine zweite Strebe parat und fuhr im Training damit, bevor man sie am Samstag wieder entfernte. Bei Red Bull unterstellte man den Silberpfeilen deshalb, vom Weltverband vorab Informationen erhalten zu haben.

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Marko: "Waren sehr überrascht"

"Wir waren sehr überrascht, als wir die zweite Strebe gesehen haben", sagte Marko. "Es war klar, dass nach dem Erscheinen der Technischen Richtlinie nicht genug Zeit war, um ein solches Teil herzustellen."

Marko glaubt zwar nicht, dass das einen Einfluss auf Red Bull haben wird, "weil wir im Moment keine Bouncing-Probleme haben". Der 79-Jährige wünscht sich trotzdem, dass die FIA die Porpoising-Debatte den Teams überlässt. "Es ist nicht korrekt, mitten in der Saison die Regeln zu ändern. Die FIA kann nicht unsere Setups beeinflussen, nur um einem Team zu helfen."

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