2. Bundesliga: Aufstiegskampf mit Darmstadt, Schalke, HSV, Werder, St. Pauli & Co.

Gejagte, Favoriten & Verfolger: Der Aufstiesgskampf ist so spannend wie nie

Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga ist so umkämpft wie lange nicht.
Image: Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga ist so umkämpft wie lange nicht.  © DPA pa

Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga könnte aktuell spannender nicht sein. Den Tabellenführer und den Siebten im Unterhaus trennen aktuell gerade einmal sechs Punkte. Wie ist die Form der Aspiranten und welche Aufgaben stehen an? Sky Sport liefert einen Überblick.

Die Gejagten

Darmstadt 98 (Platz eins mit 39 Punkten und 45:22 Toren)

Den Saisonstart setzten die Lilien komplett in den Sand. Erst verlor man zu Hause gegen Jahn Regensburg mit 0:2, danach holte man sich eine 0:3-Klatsche beim KSC ab und flog zudem in der 1. Runde des DFB-Pokals bei 1860 München raus. Doch danach stabilisierte Cheftrainer Torsten Lieberknecht seine Mannschaft, man kletterte in der Tabelle Platz um Platz nach oben und setzte sich am vergangenen Spieltag nach einem 2:0-Erfolg beim FC Ingolstadt schließlich an die Tabellenspitze.

2. Bundesliga: Spielplan 2021/22
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Schalke, Bremen, HSV, Fortuna und Co. - welches Top-Spiel der 2. Bundesliga steigt wann? Zum Spielplan.

Dabei stellt man dank der beiden Torjäger Luca Pfeiffer und Philipp Tietz (je zwölf Saisontore) mit 45 Toren nicht nur die beste Offensive der Liga, sondern hat - nach dem HSV - auch die zweitbeste Defensive. Eben gegen die Rothosen geht es am kommenden Spieltag und es wird spannend zu sehen, wie Darmstadt mit der neuen Rolle als Gejagter zurechtkommt. Treten die Lilien weiter so konstant auf, dürften sie bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen.

Nächste Aufgaben: Hamburger SV (H), Hannover 96 (A), Hansa Rostock (H), Dynamo Dresden (A)

Die Schwächelnden

FC St. Pauli (Platz zwei mit 37 Punkten und 40:27 Toren)

Während Darmstadt zu Saisonbeginn eine Schwächephase erlebte, haben die Kiezkicker aktuell ihre Probleme. Der letzte Ligasieg datiert vom 4. Dezember und dem knappen 2:1-Heimsieg gegen Schalke. Seitdem gab es zwei Remis gegen Kellerkinder (1:1 in Düsseldorf, 2:2 gegen Aue) und zwei Niederlagen (0:3 in Kiel, 1:2 beim HSV). Vor allem die Pleite im Stadtderby trotz Führung tut weh, aber was St. Pauli zu Leisten imstande ist, bewies die Mannschaft von Trainer Timo Schultz wenige Tage zuvor beim 2:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund.

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Am kommenden Samstag wollen Torjäger Guido Burgstaller & Co. im Topspiel (ab 20:30 Uhr live auf Sky Sport) gegen die ebenfalls etwas kriselnden Paderborner (nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen) vor heimischer Kulisse wieder in die Spur finden und sich damit auch gleichzeitig für die 1:3-Niederlage aus der Hinrunde revanchieren. Dies wird auch bitter nötig sein, denn die Konkurrenz lauert auf den nächsten Ausrutscher der Kiezkicker.

Nächste Aufgaben: SC Paderborn (H), Jahn Regensburg (A), Hannover 96 (H), FC Ingolstadt (A)

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Das Team der Stunde

Werder Bremen (Platz drei mit 35 Punkten und 39:28 Toren)

Unter dem neuen Trainer Ole Werner eilt der Bundesliga-Absteiger von Sieg zu Sieg. Es gab dabei deutliche Erfolge (4:0 gegen Aue, 4:1 in Hannover, 3:0 gegen Düsseldorf), aber auch wilde Spektakel (3:2 in Regensburg und 4:3 in Paderborn) und als Belohnung dafür findet man sich plötzlich auf dem Relegationsplatz wieder und keiner spricht mehr über den Impfpass-Skandal um Ex-Trainer Markus Anfang.

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Werner passt mit seiner ruhigen Art perfekt zum Nordklub und hat im Rekordtempo eine Formation gefunden, die seine Idee vom Fußball perfekt auf den Platz bringt. Vor allem die Offensive um die Doppelspitze Niclas Füllkrug und Marvin Duksch liefert konstant und Bremen wird auch in den kommenden Partien als Favorit ins Spiel gehen.

Nächste Aufgaben: Karlsruher SC (H), Hansa Rostock (A), FC Ingolstadt (H), Hamburger SV (A)

Die Inkonstanten

FC Schalke 04 (Platz vier mit 34 Punkten und 40:24 Toren)

Schalke galt vor Saisonbeginn trotz des großen Umbruchs als Topfavorit auf den Titel, aber die Knappen tun sich vor allem gegen die direkte Konkurrenz schwer. Aus den sechs Spielen gegen die Top-6 sprang kein einziger Sieg heraus. Vier Mal unterlag Königsblau (1:3 gegen HSV, 0:1 in Heidenheim, 2:4 gegen Darmstadt, 1:2 bei St. Pauli) und holte nur zwei Remis (je 1:1 beim HSV und bei Werder). Vor allem zu Hause verspielte S04 zu viele Punkte und ist einfach nicht konstant genug. Bestes Beispiel war das letzte Heimspiel, als man gegen sehr ersatzgeplagte Kieler nur zu einem enttäuschenden 1:1 kam. Was Schalke drauf hat, zeigte man dann zuletzt beim deutlichen 5:0-Auswärtssieg im Erzgebirge.

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Dabei überzeugte vor allem der neue Rechtsverteidiger Andreas Vindheim, der nun endlich ein Gegengewicht zu Thomas Ouwejan auf der linken Seite darstellt. Schalke will aufsteigen und hat sich im Winter nochmal verstärkt - nun gilt es, endlich auch gegen die Topteams zu gewinnen und generell mehr Konstanz in die eigene Leistung zu bringen.

Nächste Aufgaben: Jahn Regensburg (H), Fortuna Düsseldorf (A), SC Paderborn (H), Karlsruher SC (A)

Die Remis-Könige

Hamburger SV (Platz fünf mit 34 Punkten und 34:20 Toren)

Der HSV punktet so oft wie keine andere Mannschaft. Nur in zwei der 20 Spiele der laufenden Saison (2:3 auf St. Pauli, 0:1 in Hannover) gelang dies nicht. Das Problem: Insgesamt zehn Mal trennte sich der Ex-Dino remis vom Gegner. Zuletzt auch beim Rückrundenauftakt bei Dynamo Dresden. Doch danach gab es einen überzeugenden 2:1-Erfolg trotz Rückstand gegen den Stadtrivalen vom Kiez und somit rückte man bis drei Punkte an die direkten Aufstiegsplätze heran.

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In den vergangenen Jahren brach der HSV nach starken Vorrunden nach der Winterpause immer ein und verspielte am Ende den Aufstieg. Dieses Mal soll es anders kommen und helfen könnte dabei, dass der Druck bei anderen Klubs aktuell höher ist. Klar ist aber auch, dass mehr Dreier dazu nötig sein werden. Die nächsten Wochen könnten schon aufzeigen, in welche Richtung es geht, denn in den kommenden vier Partien geht es drei Mal gegen die direkte Konkurrenten um den Aufstieg.

Nächste Aufgaben: SV Darmstadt 98 (A), 1. FC Heidenheim (H), SV Sandhausen (A), Werder Bremen (H)

Die Effizienten

1. FC Heidenheim (Platz sechs mit 34 Punkten und 25:25 Toren)

Trotz eines ausgeglichenen Torverhältnisses und "nur" 25 erzielter Tore konnte Heidenheim genauso viele Punkte sammeln wie die namhafte Konkurrenz aus Hamburg und Gelsenkirchen. Grund dafür ist eine ungeheure Effizienz. In acht der zehn Saisonsiege war man nur um ein Tor besser als der Gegner. Die Mannschaft von Kulttrainer Frank Schmidt schafft es also viele enge Spiele für sich zu entscheiden und so ist man trotz eines durchwachsenen Saisonstarts einmal mehr in den Spitzengruppe der 2. Bundesliga vertreten.

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Wenn man dort bleiben will, müssen die Heidenheimer aber einen Weg finden, mehr Tore zu erzielen. Nur zweimal konnte man in der aktuellen Spielzeit in einer Partie mehr als zwei Tore erzielen. Zuletzt gab es in Rostock nur ein enttäuschendes 0:0. Sollte neben Torjäger Tim Kleindienst (bisher sieben Saisontreffer) sich aber noch der ein oder andere Spieler aufdrängen, sollte Heidenheim nicht unterschätzt werden. Die Mannschaft kennt sich, ist unangenehm zu bespielen und hat in der Vergangenheit schon dem ein oder anderen Favoriten ein Bein gestellt.

Nächste Aufgaben: Hannover 96 (H), Hamburger SV (A), Dynamo Dresden (A), SV Sandhausen (H)

Die Verfolger

1. FC Nürnberg (Platz sieben mit 33 Punkten und 29:23 Toren)

Erst am 12. Spieltag musste der Club die erste Saisonniederlage hinnehmen. Seitdem folgten aber noch vier weitere Pleiten, so dass sich die Franken aktuell nur noch in einer Verfolgerrolle wiederfinden. Die Nürnberger haben ein ähnliches Problem wie Schalke, denn gegen die Topklubs ging bisher wenig: Gegen die sechs Teams, die vor ihnen liegen, konnte man nur Heidenheim schlagen (4:0 zu Hause) und beim HSV einen Zähler stibitzen (2:2). Gegen Darmstadt, St. Pauli, Werder und Schalke verlor man allesamt.

Positiv für das Team von Cheftrainer Robert Klauß: In den kommenden Wochen geht es gegen Mannschaften, die mit dem Aufstieg nicht viel zu tun haben. Beste Aussichten also, sich mit guten Ergebnissen wieder in eine bessere Position zu bringen, um im Endspurt noch Chancen auf den Aufstieg zu haben. Klar ist aber: Der Verfolger kann nur dann die Teams vor sich überholen, wenn es gegen die direkte Konkurrenz bessere Ergebnisse gibt als noch in der Hinrunde.

Nächste Aufgaben: FC Ingolsatdt (H), Karlsruher SC (A), Jahn Regensburg (H), Hansa Rostock (A)

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