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2. Bundesliga News: Holstein-Spieler Holtby spricht vor dem Nordduell gegen den HSV

Holtby über HSV-Abschied: "Mit Abstand blicke ich da anders drauf"

Sky Sport

31.10.2021 | 15:27 Uhr

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Lewis Holtby spricht vor dem Zweitligaduell zwischen dem HSV und Holstein Kiel über seine Zeit in Hamburg und die daraus resultierende schwere Phase, die Rolle der Fans und seinen neuen Trainer bei den Störchen (Video: 18:11 Min.)

Bevor es am Samstag in der 2. Bundesliga für Holstein Kiel in Hamburg um wichtige Punkte geht, spricht der Ex-HSVler Lewis Holtby exklusiv mit Sky über seine schwere Phase bei den Hanseaten, die Rolle der Fans und seinen neuen Trainer bei den Störchen.

Lewis Holtby über ...

... die Rückkehr in das Volksparkstadion in Hamburg: "Ja, aber in so einer englischen Woche hat man den Fokus natürlich auf dem DFB-Pokal, auf das Spiel, dass dann erstmal ansteht. Aber jetzt langsam steigt die Spannung. Es kribbelt meistens erst, wenn man im Bus sitzt und man die Silvester Allee runter fährt. Dann kommen die Erinnerungen erst richtig hoch. Es wird ein geiles Spiel, auf jeden Fall.

Für ein paar von uns ist das kein normales Auswärtsspiel. Mit Finn Porath und Jan-Fiete Arp haben wir noch zwei Ex-HSVler, die auch in ihrer Jugend sehr lange dort gespielt haben. Für sie ist das auch ein 'Nach Hause kommen'. Für mich ist das definitiv auch ein Stück weit 'Nach Hause kommen'. Geiles Gefühl, nach zwei Jahren im Volkspark wieder zu spielen, auch vor Zuschauern zu spielen. Und ja, aber meine Aufgabe ist es dieses Mal, dort einen Auswärtssieg zu holen."

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Der ehemalige HSV-Spieler Lewis Holtby kehrt am Wochenende mit Holstein Kiel zurück zu seiner alten Wirkungsstätte. Im Exklusiv-Interview mit Sky spricht er über die anstehende Partie im Volksparkstadion (Videolänge: 1:01 Min.)

... seine Zeit in Hamburg: "Klar hat man mit dem einen oder anderen noch Kontakt, gerade auch mit Leuten, Mitarbeitern, die noch dort vorhanden sind. Ich habe auch immer noch Kontakt mit ehemaligen Spielern, oder Spielern, die immer noch dort sind. Es war damals einfach, wie soll ich sagen, es ist einfach alles zusammengekommen - wie wenn ein heißer Kessel oder ein Kochtopf einfach überläuft. Ich habe sehr emotional gesprochen, jetzt zwei Jahre später und natürlich mit Abstand blicke ich da anders drauf. Gerade als ich ein bisschen Abstand gewonnen hatte, als ich wieder nach Hause gefahren bin, konnte ich alles relativieren und mich auch an den guten Dingen festgehalten. Ich muss schon sagen, dass ich auch eine sehr wertvolle, lehrreiche und schöne Zeit in Hamburg hatte.

HSV-Zeit: "Es hat einen geprägt"

Ich hatte einen langen Sommer danach, wo ich mir viele Gedanken gemacht habe. Mit meiner Frau gesprochen, engen Familienmitgliedern, Freunden. Erstmal Abstand gewonnen, weil man war so gefangen in der Situation, wie dass dann alles gelaufen ist. Klar, im Nachhinein sortiert man dann alles aus: Was hat man gut gemacht, was aber nicht so gut gemacht - spielerisch wie auch menschlich. Die Zeit hab ich erst einmal gebraucht. Es hat einen geprägt, es war ja auch eine sehr negative Phase. Aber man weiß es ja selber, in Hamburg ist es dann auch mal sehr laut und wenn man dann ein Spieler ist, der nicht ruhig ist und in der Ecke sitzt, sondern extrovertierter ist, dann ist man jemand, der mit dem Gesicht vorne steht. Das kann ich auch ab, das wusste ich auch zu differenzieren. Aber es war eine sehr, sehr lehrreiche Erfahrung. Die will ich auf jeden Fall nicht missen.Ich bin dankbar, für die Zeit, die ich beim HSV hatte."

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... über die HSV-Anfänger bei seiner Rückkehr: "Ich bin ehrlich gesagt ganz offen. Wie gesagt, nicht jeder ist einverstanden gewesen mit meiner Zeit da. Aber es sind auch sehr viele und da hat man auch viel Rückmeldung bekommen, die sich sehr gefreut haben, dass ich für den Verein gespielt habe. Ich freue mich einfach. Je nachdem wie es ausgeht, hat jeder seine Emotionen und die akzeptiere ich. Und ich finde ja auch gut, dass wenn sie ein Heimspiel haben, dass sie ihre Mannschaft anfeuern und nicht jemand, der zuvor dort gespielt hat. Deswegen gehe ich da ganz offen mit um. Ich freue mich einfach auf so ein geiles Fußballspiel, weil ich glaube, dass der Gegner vor allen Dingen eine Mannschaft ist, die mutig Fußball spielt. Wir wollen das auch tun und deswegen wollen wir da ein geiles Spiel machen. Auch weil wir die Punkte gerade eher brauchen."

"Holstein Kiel nicht das beste Pflaster für den HSV"

... über die Holstein-Fans: "Das ist angenehmer.Für mich ist Fußball einfach Fußball und das Geile ist, wenn du dann auch Fans hast, die dich unterstützen, das pusht einen. Holstein hat auch richtig gute und loyale Fans. Das hat man jetzt auch mitbekommen. Schön, dass sie jetzt endlich alle wieder rein dürfen. Bei den letzten zwei Heimspielen waren wir sehr gut besucht. Und ja, es ist natürlich was ganz anderes. Holstein Kiel ist jetzt ein Stück weit kleiner als der HSV. Aber dennoch ist da über die letzten Jahre in der 2. Liga ein brisantes Nordduell entstanden, wo Kiel momentan eine bessere Quote hat. Deswegen ist das nicht das beste Pflaster für den HSV."

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... über die Schwachstellen des HSV: "Wenn man sie spielen lässt, dann sind sie sehr unangenehm, weil sie sehr variabel spielen in ihren Positionen. Manchmal steht der Innenverteidiger halt vorne links, dann der rechte Verteidiger auf der 6, also die sind da sehr variabel und mutig - was einerseits attraktiv und gut ist, aber andererseits lassen sie auch sehr viele Räume in die Tiefe und wir wollen halt auch mit Mut spielen. Und wir wollen halt versuchen, diese Lücken zu attackieren und effizient auszunutzen. Und wir hatten gute Ansätze gegen Hoffenheim, die ja auch spielerisch ähnlich oder auf einem Niveau sind mit dem HSV. Aber wir müssen halt unsere Effizienz auf den Platz bringen. Und da bin ich davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, gerade in so einem Spiel für den Befreiungsschlag und für einen Lauf zu sorgen."

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Lewis Holtby spricht im Interview mit Sky über den neuen Holstein-Trainer Marcel Rapp (Videolänge: 0:35 Minuten).

... über den neuen Trainer Marcel Rapp: "Es ist nie einfach für einen Trainer, irgendwo neu hinzukommen. Mitten in der Saison ohne Vorbereitung, das direkt zu implementieren, ist nicht einfach. Aber er gibt da Vollgas. Wir nehmen es als Mannschaft an und wollen es so schnell wie möglich verinnerlichen und umsetzen. Das Spiel gegen Darmstadt war schon ein richtiger Schritt oder ein guter Schritt in die richtige Richtung. Und jetzt mit Hoffenheim, sage ich mal gegen sehr guten Gegner, haben sehr viele Dinge gestimmt. Aber dann liegt es auch an unserer Mannschaft, die Dinge effizient umzusetzen, auch mal in Führung zu gehen oder nachzulegen. Wir haben mit Gladbach gegen Bayern gesehen, dass wenn du einen Plan komplett verfolgst und gallig bist und deine Chancen nutzt, dann kannst du auch eine Übermannschaft wie Bayern München auch mal hoch schlagen und chancenlos aussehen lassen. Und das ist der Schlüssel."

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