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Konkurrenzkampf ist entfacht

Auf Schalke brodelt es - aber Guido Burgstaller bleibt gelassen

Sky Sport

15.09.2017 | 14:00 Uhr

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Burgstaller: Genug Spieler, die aus der Schmiede kommen

Nach dem Weggang von Benedikt Höwedes zu Juventus Turin hängt der Haussegen auf Schalke schief. Trainer Domenico Tedesco und Manager Christian Heidel werden von den eigenen Fans scharf kritisiert. Sturmtank Guido Burgstaller bleibt entspannt und sieht nun "andere Spieler in die Bresche springen".

Mit Benedikt Höwedes ließ der FC Schalke vor wenigen Wochen das Gesicht des Vereins ziehen. Nach 16 Jahren verabschiedete sich der Ex-Kapitän in die Serie A. Bei den Fans stößte diese Entscheidung des Klubs, DIE Identifikationsfigur ziehen zu lassen, auf Unverständnis und Zorn. Die Nordkurve in Gelsenkirchen entrollte während des letzten Spiels Anti-Heidel-Banner mit Aufschriften wie: "Vom Autohändler…zum Identifikationsschänder!" oder "70 Mio. ausgegeben und dabei 70% der Identität verloren".

Harte Zeiten für Schalke-Manager Heidel

Harte Zeiten für Schalke-Manager Heidel

Die Nordkurve in Gelsenkirchen entrollte während der Partie gegen Stuttgart Anti-Heidel-Banner.

Wie kann Schalke den Identifikationsverlust abfangen? "Bei Traditionsvereinen hat es eine große Bedeutung", weiß Guido Burgstaller um den Stellenwert des Ex-Kapitäns bei den Schalker Anhängern, aber glaubt, dass alle Spieler alles für den Verein geben: "Aber auch wir Spieler, die kürzer dabei sind, können uns mit Schalke identifizieren und machen alles für Schalke."

"Wir müssen es jetzt als Mannschaft kompensieren. Wir haben genug Spieler, die aus der Knappenschmiede kommen", blickt der Österreicher optimistsich in die Zukunft.

Schalke-Fans gehen auf die Barrikaden

Schalke-Fans gehen auf die Barrikaden

Die Personalveränderungen unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco bleiben nicht ohne Protest.

Sportlich sieht es für die Schalker nach dem 3:1-Sieg gegen Stuttgart positiv aus. Mit der Rückkehr von Breel Embolo hat Coach Domenico Tedesco neben Guido Burgstaller eine zusätzliche Option in der Offensive: "Jeder Spieler ist glücklich, dass Breel wieder gesund ist. Er ist ein super Junge, bringt einen guten Charakter mit und hat gute Fähigkeiten in der Offensive. Breel kann mehrere Positionen spielen. Da werden wir sehen, wo er spielt und wo ihn der Trainer haben will."

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Burgstaller glücklich über Embolo-Comeback

Der Konkurrenzkampf auf Schalke ist somit entfacht: "Im Training wird um jeden Ball gefightet. Jeder will Tore machen und gibt Vollgas - so soll das auch sein. Der Konkurrenzkampf wird voll angeheizt. Jeder muss hundert Prozent geben. Im Endeffekt entscheidet der Trainer, wer spielt", beschreibt Burgstaller die aktuellen Trainingseindrücke.

Der 28-Jährige hatte sich von Beginn an in die Herzen der Fans gespielt, nicht nur mit seinen Toren, sondern auch mit seiner leidenschaftlichen Spielweise. Vielleicht hat Burgstaller auch genug Potenzial als neues Schalke-Idol bei den Fans.

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