Borussia Dortmund News: Bis zu 75 Millionen Euro Verlust drohen

Watzke kündigt Vertragsgespräche mit Favre an - BVB droht hoher Verlust

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Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht über den Jahresverlust beim BVB und die daraus resultierenden Krise (Videolänge: 39 Sekunden).

Dem börsennotierten Bundesligisten Borussia Dortmund droht aufgrund der Corona-Pandemie ein höherer Verlust als bisher angenommen.

"Es können bei uns auch mehr als die 70 bis 75 Millionen Euro Verlust werden. Aber wir sind mit ausreichend Liquidität versorgt, dass uns keine Gefahr droht", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der virtuellen Hauptversammlung der Aktionäre im Signal-Iduna-Park.

Verlängerung des Gehaltsverzichts möglich

Jedes Heimspiel ohne Zuschauer kostet den BVB laut Watzke "vier Millionen Euro". Daher scheint auch ein weiterer Gehaltsverzicht der Profis möglich. "Der Gehaltsverzicht gilt bis zum 31. Dezember - er beläuft sich auf rund elf Millionen Euro. Es laufen Gespräche, den Gehaltsverzicht bis Saisonende fortzuführen", sagte Watzke. Der Aufsichtsrat beteiligt sich am Gehaltsverzicht mit rund 80.000 Euro.

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Auf einen Zeitpunkt, wann wieder Zuschauer in den Stadien möglich sind, wollte Watzke sich nicht festlegen. "Es geht nichts ohne Impfstoff. Sollte die rechtliche Möglichkeit bestehen, werden wir sie beim BVB in kürzester Zeit umsetzen", sagte Watzke, der an eine positive Zukunft glaubt: "Der BVB wird zu einer Stärke finden, die noch größer sein wird als vor Corona. Borussia Dortmund hat eine tolle Zukunft vor sich, wenn wir in den kommenden Monaten Geduld haben. Vielleicht hat der BVB die besten Jahre noch vor sich."

Watzke kündigt Vertragsgespräche mit Favre an

Zudem nahm Watzke Trainer Lucien Favre in Schutz und kündigte Gespräche über eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags zum Jahresbeginn an. "Ich werde hier keine Trainerdiskussion führen und möchte an dieser Stelle eine Lanze für Lucien Favre brechen. Eine Qualität an einer Meisterschaft zu messen, ist zu kurz gegriffen. Wir haben es als Gegner mit der besten Mannschaft der Welt zu tun. Es gibt keinen Dissens", sagte Watzke bei der virtuellen Hauptversammlung der Aktionäre am Donnerstag.

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Favre steht beim BVB seit 2018 unter Vertrag, auf einen großen Titel wartet der Schweizer allerdings noch. Watzke ist sich aber sicher, dass man "die Dominanz des FC Bayern München irgendwann durchbrechen" werde. Dafür werde man allerdings nicht den wirtschaftlich vernünftigen Weg verlassen. "Der FC Bayern ist die beste Mannschaft der Welt, aber wir sind ihnen näher gekommen", sagte Watzke.

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Sport-Informations-Dienst (SID)