Borussia Dortmund News: Erkenntnisse des BVB-Debüts von Rose

Die ersten drei Erkenntnisse des Rose-Debüts beim BVB

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Der Pokalsieger setzte sich ohne seine EM-Fahrer, dafür aber unter anderem mit Kapitän Marco Reus in der Startelf, mit 2:0 beim Regionalligisten FC Gießen durch. Die BVB-Tore erzielten die Ansgar Knauff und Steffen Tigges.

Borussia Dortmund hat sein erstes Testspiel in der Vorbereitung zur Saison 2021/22 ohne Glanz mit 2:0 gegen den Regionalligisten FC Gießen für sich entschieden. Viele Stars standen dem neuen Coach Marco Rose noch nicht zur Verfügung, einige Erkenntnisse lieferte das Spiel aber dennoch.

Knapp zwei Wochen ist Marco Rose nun bei Borussia Dortmund im Amt. Nach zahlreichen harten Trainingstagen stand nun endlich der erste Test an - und das sogar vor Zuschauern. "Es fühlt sich ein bisschen wie Normalität an", freute sich Sebastian Kehl bereits vor Spielbeginn am Sky Mikro über die Unterstützung von den Rängen. Rose selbst sprach nach dem 2:0-Sieg gegen den Regionalligisten FC Gießen davon, dass das die "beste Nachricht heute" war.

"Ein schöner Fußballplatz, ein kleines Fußballstadion, Bratwurstgeruch und die Leute können Bierchen trinken und Fußball schauen. Das haben wir lange vermisst und deshalb ist das ein guter Tag für den Fußball", so der neue Coach zufrieden.

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BVB-Trainer Marco Rose über das erste Testspiel und den Verlauf der Vorbereitung.

Einige Stars dabei

Zufrieden waren wohl auch die rund 3700 Fans in Gießen, denn sie bekamen zumindest in den ersten 45 Minuten einige Stars zu sehen. Mit Kapitän Marco Reus, Mo Dahoud, Julian Brandt und Nico Schulz stellte Rose immerhin vier deutsche (Ex-)Nationalspieler in die Startformation. Im Tor stand mit Marwin Hitz, dem Stammgoalie der vergangenen Saison, zudem ein ehemaliger Internationaler der Schweiz.

Auch Rechtsverteidiger Felix Passlack, Flügelspieler Ansgar Knauff und Stoßstürmer Steffen Tigges sammelten bereits Bundesliga-Erfahrung. Die jungen Innenverteidiger Nnamdi Collins, Albin Taqi und Spielmacher Göktan Gürpüz komplettierten die erste Elf, die in der zweiten Halbzeit komplett von der U23 des BVB abgelöst wurde.

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Im ersten BVB-Spiel unter Neu-Trainer Rose macht Ansgar Knauff das erste Tor im Testspiel beim FC Gießen.

Auch wenn die Mannschaft so in der Bundesliga wohl nie zusammenspielen wird, brachte der Test einige interessante Erkenntnisse.

1. Die Rolle von Julian Brandt

Rose ließ sein Team in den ersten 45 Minuten im 4-3-3 auflaufen, dass im Ballbesitz auch zum 4-2-3-1 werden konnte. Interessant war dabei die Positionierung von Julian Brandt. Der Ex-Nationalspieler soll nach einer enttäuschenden Vorsaison unter Rose eine neue Chance erhalten und konnte sich gegen Gießen auch präsentieren. Rose setzte den 25-Jährigen dabei aber nicht auf dem Flügel und auch nicht auf der Zehnerposition ein.

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Brandt übernahm stattdessen den etwas offensiven Part der Doppel-Sechs neben dem spielfreudigen Dahoud. Dies ist zumindest interessant, da die Konkurrenz auf dieser Position mit Jude Bellingham, Emre Can, Axel Witsel, Thomas Delaney oder eben Dahoud deutlich größer ist als auf der Zehn, wo im Grunde nur noch Giovanni Reyna und Marco Reus eine Option darstellen.

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Sebastian Kehl über die Zukunft von Erling Haaland bei Borussia Dortmund.

Brandt spielte unauffällig, hatte aber zwei gute Momente, die auch jeweils zu Toren führten. Das 1:0 durch Knauff bereitete er direkt vor, den Treffer zum Endstand durch Tigges leitete er mit einem verzögerten Doppelpass mit Dahoud zumindest ein. Es wird dennoch spannend sein zu sehen, ob Rose Brandt auch beim Schauinsland Cup der Traditionen in Duisburg gegen den MSV und den VfL Bochum (alles live auf Sky Sport News) so einsetzen wird.

2. Mo Dahoud schon in Form

Rose war nach dem Test insgesamt sehr zufrieden, wie er im Gespräch mit Sky Reporter Jesco von Eichmann erklärte: "Kompliment an meine Mannschaft, die bisher mit zehn oder elf Spielern jeden Tag im Training außergewöhnlich hart arbeitet", lobte der Coach. Und weiter: "Auch heute früh haben wir nochmal trainiert und die Jungs haben in der ersten Halbzeit sehr sehr viel investiert, wie auch die Laufdaten zeigen." Diese Strapazen waren einigen Spielern tatsächlich anzumerken, Dahoud gehörte nicht dazu.

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Der 25-Jährige spielte sich in der vergangenen Rückrunde unter Edin Terzic fest und sprühte auch im ersten Test bereits wieder vor Spielfreude. Der Deutsch-Syrer war Dreh- und Angelpunkt des Dortmunder Spiels, baute immer wieder ruhig auf und verschärfte dann mit präzisen langen Diagonalbällen im richtigen Moment das Tempo. Dahoud steht vor einer wichtigen Saison in Dortmund.

Zum Durchklicken: Die Vertragslaufzeiten der BVB-Stars

  1. Gregor Kobel soll der sichere Rückhalt für den BVB werden.
    Image: TOR: GREGOR KOBEL - Vertrag bis 2026. © Getty
  2. ROMAN BÜRKI:
    Image: TOR: ROMAN BÜRKI - Vertrag bis 2023.  © DPA pa
  3. Marwin Hitz
    Image: MARWIN HITZ - Vertrag bis 2023.  © DPA pa
  4. Unbehaun
    Image: LUCA UNBEHAUN - Vertrag bis 2022. © Getty
  5. Mateu Morey
    Image: RECHTSVERTEIDIGER: MATEU MOREY - Vertrag bis 2024. © Imago
  6. Thomas Meunier fehlt dem BVB in der Champions League verletzungsbedingt.
    Image: THOMAS MEUNIER - Vertrag bis 2024.  © Getty
  7. MARIUS WOLF: In der 70. Minute für Jude Bellingham eingewechselt. Ackert sofort drauf los, hat aber keinen wirklichen Einfluss mehr auf die Schlussphase.
    Image: MARIUS WOLF - Vertrag bis 2024. © Imago
  8. Felix Passlack hat seine Chance genutzt.
    Image: FELIX PASSLACK - Vertrag bis 2023. © Getty
  9. Manuel Akanji
    Image: INNENVERTEIDIGUNG: MANUEL AKANJI - Vertrag bis 2023.  © DPA pa
  10. Pongracic debütierte in Hagen beim Benefizspiel für die Opfer des Hochwassers.
    Image: MARIN PONGRACIC - ausgeliehen vom VfL Wolfsburg bis Sommer 2022. © Imago
  11. Mats Hummels trifft mit dem BVB auf Hoffenheim.
    Image: MATS HUMMELS - Vertrag bis 2023.  © Imago
  12. Dan-Axel Zagadou ist wieder im BVB-Mannschaftstraining.
    Image: DAN-AXEL ZAGADOU - Vertrag bis 2022. © Imago
  13. SOUMAILA COULIBALY: Wechselt ablösefrei von PSG zu Dortmund
    Image: SOUMAILA COULIBALY - Vertrag bis 2024. © Imago
  14. RAPHAEL GUERREIRO:
    Image: LINKSVERTEIDIGER: RAPHAEL GUERREIRO - Vertrag bis 2023. © Getty
  15. Marcel Schmelzer kann seine Reha beim BVB fortführen.
    Image: MARCEL SCHMELZER - Vertrag bis 2022. © Imago
  16. NICO SCHULZ - Linksverteidiger - 25,5 Millionen Euro. Kam 2019 von der TSG Hoffenheim.
    Image: NICO SCHULZ - Vertrag bis 2024.  © DPA pa
  17. AXEL WITSEL: In der 85. Minute für Mahmoud Dahoud eingewechselt. Keine Note.
    Image: DEFENSIVES MITTELFELD: AXEL WITSEL - Vertrag bis 2022. © Imago
  18. Emre Can such beim BVB aktuell nach seiner Form.
    Image: EMRE CAN - Vertrag bis 2024. © Imago
  19. Jude
    Image: ZENTRALES MITTELFELD: JUDE BELLINGHAM - Vertrag bis 2025. © Imago
  20. Mahmoud Dahoud ist erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden.
    Image: MO DAHOUD - verlängert seinen Vertrag bis 2023.  © Imago
  21. GIO
    Image: OFFENSIVES MITTELFELD: GIOVANNI REYNA - Vertrag bis 2025. © Imago
  22. Marco Reus muss seinem Kapitänsamt wieder Leben einhauchen.
    Image: MARCO REUS - Vertrag bis 2023. © Getty
  23. Platz 5: Julian Brandt (Borussia Dortmund) - neuer Marktwert: 50 Millionen Euro - Verlust: 7 Mio.
    Image: JULIAN BRANDT - Vertrag bis 2024. © Imago
  24. Reinier
    Image: REINIER - Leihe bis 2022 (Vertrag bei Real Madrid bis 2026) © Imago
  25. Raschl
    Image: TOBIAS RASCHL - Vertrag bis 2022. © Getty
  26. -
    Image: THORGAN HAZARD - Vertrag bis 2024.  © Getty
  27. Ansgar Knauff
    Image: ANSGAR KNAUFF - Vertrag bis 2023. © DPA pa
  28. YOUSSOUFA MOUKOKO (Borussia Dortmund) - Marktwert von 12 Millionen Euro
    Image: STURM: YOUSSOUFA MOUKOKO - Vertrag bis 2023. © Imago
  29. Steffen Tigges
    Image: STEFFEN TIGGES - Vertrag bis 2024. © DPA pa
  30. Erling Haaland erzielt gegen Schalke seinen fünften Saisontreffer.
    Image: ERLING HAALAND - Vertrag bis 2024. © Getty
  31. Sturm: Donyell Malen (wechselte von PSV Eindhoven zu Borussia Dortmund)
    Image: DONYELL MALEN - Vertrag bis 2026. © DPA pa
  32. Der BVB schlägt Leverkusen spektakulär, einige Schwächen bleiben dennoch präsent.
    Image: TRAINER: Marco Rose - Vertrag bis 2024. © DPA pa

Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus und die Konkurrenz auf seiner Position ist - wie oben beschrieben - sehr groß. Wenn Dahoud aber seine Form unter Terzic auch unter Rose konservieren kann, ist er definitiv ein Kandidat für einen neuen Vertrag. Der Auftakt gegen Gießen war vielversprechend, auch wenn der Gegner natürlich nicht auf BVB-Niveau ist.

3. Einige Rose-Elemente waren zu sehen - andere (noch) nicht

Niemand wird das Spiel gegen einen Viertligisten überbewerten, aber Rose wollte sicherlich auch gegen Gießen gerne schon einige Elemente von dem sehen, was seine Teams in Salzburg und Mönchengladbach ausgezeichnet hat. Dies gelang bei der Positionierung der beiden Außenverteidiger Passlack und Schulz beispielsweise sehr gut. Beide standen bei eigenem Ballbesitz extrem hoch und sorgten so häufig für Überzahlsituationen auf beiden Flügeln.

Dass die Dortmunder in diesen Szenen nicht mehr Kapital schlagen konnten, kann wohl den harten Trainingseinheiten im Vorfeld zugeschrieben werden, denn Unkonzentriertheiten sorgten immer wieder für leichte Ballverluste und erstickten mögliche Chancen bereits im Keim.

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BVB Sebastian Kehl vor dem ersten Testspiel über den neuen Trainer Marco Rose.

Diese hohe Belastung war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass von dem hohen Pressing, das Rose-Mannschaften normalerweise auszeichnet, gegen Gießen fast nichts zu sehen war. Die Dortmunder schienen oft den berühmten Schritt zu spät zu kommen, so dass sich die Gastgeber meistens spielerisch befreien konnten.

Grund zur Sorge ist das natürlich noch nicht, denn die Feinheiten des gezielten Attackierens wird Rose seinem Team wohl ohnehin erst näher bringen, wenn das Team vollständig ist.

Fazit: Guter Start mit Luft nach oben

Was bleibt also nach dem erfolgreichen Rose-Debüt? Ein letztlich souveräner Sieg, aber auch genügend Anschauungsmaterial für die Spieler, was noch zu verbessern ist. Rose erwähnte beispielsweise eine Szene kurz vor dem 1:0, als Gießen plötzlich mit drei Angreifern gegen nur zwei Dortmunder Verteidiger auf das Tor vom beschäftigungslosen Hitz zuliefen. Solche Situationen gilt es gegen höherklassige Gegner natürlich partout zu vermeiden.

Personell wird bei den nächsten Tests sich nicht viel verändern, einzig die neue Nummer eins Gregor Kobel könnte zum Einsatz kommen, wie Rose erklärte. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Tagen gefällt werden.

Mehr zum Autor Robert Gherda