BVB kämpft gegen den Abwärtstrend in der Bundesliga
Borussia Dortmund schleppt sich dem zweiten Platz entgegen. Nachdem man in den ersten 28 Liga-Partien nur die beiden Spiele gegen den FC Bayern verloren hatte, kassierte der BVB zuletzt zwei Niederlagen in Folge.
21.04.2026 | 11:30 Uhr
Die 1:2-Pleite bei der TSG Hoffenheim "war der dritte bedenkliche Auftritt in Folge, wenn man die Nachspielzeit in Stuttgart ausklammert", sagt Jesco von Eichmann im Sky Sport Podcast "Auffe Süd".
Zuvor hatten der BVB 0:1 gegen Leverkusen verloren und in Stuttgart lange Zeit Glück gehabt, nicht in Rückstand zu geraten, "aber der späte 2:0-Sieg beim VfB hat die maue Leistung etwas kaschiert", erklärt Podcast-Gast Matthias Dersch vom kicker.
Als einen der Gründe für die Probleme des BVB haben beide das Fehlen von Felix Nmecha ausgemacht. Der 25-Jährige hatte bis zu seiner Verletzung häufig den Unterschied ausgemacht, doch ohne ihn fehlt die Verbindung zwischen Defensive und einem Angriff, der sich zu wenige Torchancen herausspielt.
Ohne Nmecha fehlt Kreativität - aber Kovac verzichtet auf Brandt
"Sie schaffen es nicht, Nmechas Dynamik, Aggressivität und Kreativität irgendwie zu ersetzen", meint von Eichmann. Den BVB-Reporter wundert, dass Trainer Niko Kovac dennoch konsequent auf Julian Brandt verzichtet. Die Mannschaft brauche so einen Spieler, der ihr offensive Impulse gibt. "Ich finde, die könnte er sich mit Brandt in die Mannschaft holen, macht er aber nicht."
In Hoffenheim wollte der Trainer Nmechas Fehlen defensiv durch Marcel Sabitzer und offensiv durch Carney Chukwuemeka, der sein erstes Profispiel über die vollen 90 Minuten bestritt, ausgleichen, doch der Erfolg blieb aus. Der BVB kassierte zwei Handelfmeter und stand, wie eine Woche zuvor beim 0:1 gegen Leverkusen, ohne Punkte da.
#50 - Eine Verletzung, ein Fehlen und ein Ausblick
Dortmund muss anders auftreten als zuletzt
"Du siehst deutlich den Spannungsabfall", stellt von Eichmann fest, will aber keine Kritik am Trainer aufkommen lassen. Kovac habe in der Liga "einen guten Job gemacht, er tut dem Klub auch in der Außendarstellung gut."
Der Sky Sport Reporter nimmt vielmehr die Mannschaft in die Pflicht: "Es verbietet keiner den Spielern auf dem Feld, mehr zu tun." Man müsse in den vier ausstehenden Spielen gegen Freiburg, in Mönchengladbach, gegen Frankfurt und in Bremen anders auftreten als zuletzt.
Der Negativ-Trend muss gestoppt werden
Im Heimspiel gegen Freiburg am Sonntag (17;30 Uhr im Liveticker) könnte dem BVB zugutekommen, dass die Breisgauer am Donnerstag noch im Halbfinale des DFB-Pokals in Stuttgart (live auf Sky Sport und ab 20:45 Uhr im Liveticker) gefordert sind, glaubt Dersch. In Gladbach sei ein Sieg quasi Pflicht, Frankfurt sollte in der aktuellen Verfassung der Eintracht kein Stolperstein sein, vermutet der BVB-Experte.
Sein Fazit: Am Ende sollten zehn Punkte Vorsprung auf Platz fünf und das bessere Torverhältnis deutlich reichen, um in die Champions League zu kommen. Die Qualifikation für die Königsklasse ist nicht in Gefahr, aber der Vorsprung auf Rang drei ist auf fünf Zähler zusammengeschrumpft. Die Forderung: Der Negativ-Trend muss gestoppt werden - auch mit Blick in die Zukunft.
"Mit gutem Gefühl in die neue Saison"
"Du brauchst den Schwung, um im Sommer die richtigen Entscheidungen zu fällen und sportlich mit einem guten Gefühl in die neue Saison zu starten", meint Dersch.
Dortmund sei ein emotionaler Verein, "in den Fan-Foren war es nie ruhig, egal, wie groß der Vorsprung auf Platz fünf war", erklärt von Eichmann, "aber für ein Fazit spielt eine größere Rolle, wie man aus der Saison rausgeht als wie man reingekommen ist."
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.