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BVB reift zum Spitzenteam: Minimalismus statt Spektakel

Positive Entwicklung beim Tabellenführer

Borussia Dortmund feiert einen 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg und bleibt damit in dieser Bundesliga-Saison weiterhin ungeschlagen.
Image: Borussia Dortmund feiert einen 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg und bleibt damit in dieser Bundesliga-Saison weiterhin ungeschlagen.  © Getty

Der BVB gewinnt zu Hause problemlos gegen Freiburg. Neben den drei Punkten können die Schwarz-Gelben außerdem die Gewissheit mitnehmen, ein Spitzenteam zu sein. Sky nennt die Gründe.

7:0 gegen den 1. FC Nürnberg, 4:2 in Leverkusen, 4:3 gegen den FC Augsburg und 4:0 in Stuttgart - der BVB stand im bisherigen Saisonverlauf für Spektakel, Vollgas-Fußball und unbändigen Offensivgeist.

Seit einigen Wochen erlebt das Team von Trainer Lucien Favre jedoch eine interessante Entwicklung. Diese trat auch heute beim Erfolg gegen den SC Freiburg (2:0) erneut zu Tage und beinhaltet zahlreiche Argumente, die die Borussia in die Kategorie "Spitzenmannschaft" hieven.

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Mit viel Geduld und dank des eiskalten Elfmeterschützen Marco Reus hat Borussia Dortmund das Abwehrbollwerk des SC Freiburg geknackt und seinen zehnten Saisonsieg gefeiert.

Vom Spektakel zum Minimalismus

Nach den zwischenzeitlichen Torfestivals übt sich die Truppe von Trainer Lucien Favre seit der 4:0-Gala gegen Atletico Madrid Ende Oktober eher in kontrolliertem Minimalismus - das Spektakel gegen den FC Bayern München (3:2) mal ausgenommen.

So war der 2:0-Sieg gegen Freiburg seit vier Bundesligaspielen der erste Erfolg mit mehr als einem Tor Unterschied. Diese Serie riss gegen Freiburg allerdings auch erst kurz vor Schluss, als Paco Alcacer in der 91. Minute den Sack zumachte.

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BVB-Neuzugang Paco Alcacer hat sich bereits in dieser frühen Phase der Saison als wahrer Glücksgriff für die Borussia herausgestellt. Allerdings gibt es einen kleinen Schönheitsfehler in der ansonsten grandiosen Bilanz des Spaniers.

Gute Balance zwischen Defensive und Offensive

Neben der Treffsicherheit vorne - die in den letzten Wochen etwas nachgelassen hat - beweist die Borussia aber auch defensiv ein überzeugendes Gesicht. Gegen den SC Freiburg ließ der BVB in der zweiten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor von Roman Bürki zu und auch in Halbzeit eins gab es außer dem Freistoß-Lattentreffer von Jerome Gondorf keine gefährliche Aktion für den Schweizer Keeper zu überstehen.

Die Balance im Spiel der Borussia stimmt also und Favre scheint nach Wochen der Experimente sein funktionierendes System (4-2-3-1) mit dem Eckpfeilern Marco Reus, Axel Witsel und Thomas Delaney gefunden zu haben.

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Kontrolliert, ökonomisch, geduldig

Diese Routiniers sorgen nun auch dafür, dass der BVB seine Spielweise im Vergleich zum Saisonbeginn weiterentwickelt hat. Agierten die Schwarz-Gelben im Sommer und Frühherbst noch wild und ungestüm, zeichnet sich das Spiel der Borussia mittlerweile durch Attribute wie Kontrolle, Ökonomie und Geduld aus.

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Diese waren auch gegen Freiburg zu sehen, wie Favre nach dem Spiel einordnete. "Es ist nicht einfach, gegen solche Mannschaften zu spielen. Man muss Geduld bewahren, viel spielen, um die Lücke zu finden. Sie haben sehr kompakt und tief gespielt, für keine Mannschaft der Welt ist es einfach, die Lücke zu finden. Das haben wir gemacht, das war gut."

BVB: Kategorie "Spitzenmannschaft"

Ungewöhnliche Worte von Favre, der eigentlich dafür bekannt ist, selten bis nie zufrieden zu sein und akribisch an den kleinsten Details zu arbeiten. Doch die Worte und Zufriedenheit von Favre zeigen auch, dass sich der BVB von der jugendlichen Spaßtruppe in Richtung absolute Spitzenmannschaft bewegt.

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In diesem Video äußern sich die BVB-Spieler Ömer Toprak und Thomas Delaney zum Sieg des BVB gegen den SC Freiburg.

Und dies kann der BVB bereits am kommenden Wochenende im Derby gegen Schalke 04 (Samstag ab 14 Uhr live und exklusiv in der Original Sky Konferenz auf Sky Sport Bundesliga 1 HD) erneut unter Beweis stellen. Sollte am Ende ein knapper Sieg herausspringen, werden die schwarz-gelben Fans ganz bestimmt wieder gerne auf ein Spektakel verzichten.

Mehr zum Autor Udo Hutflötz

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