"Eine Tragödie": Harit-Unglück überschattet Schalkes Trainingsauftakt
Autounfall mit Todesfolge in Marrakesch
02.07.2018 | 15:22 Uhr
Vizemeister Schalke 04 nimmt vor 3000 Fans die Vorbereitung auf die neue Saison auf. Der tragische Autounfall von Amine Harit überschattet allerdings den Trainingsauftakt.
Der 21-jährige Mittelfeldspieler war in der Nacht zum Samstag um kurz nach Mitternacht in Marrakesch in einen tragischen Autounfall mit einem Todesopfer verwickelt. "Eine solche Tragödie überschattet alles. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir sind sehr besorgt um ihn", sagte Christian Heidel am Sonntag auf einer Pressekonferenz.
Schalkes Sportvorstand hatte am Samstagnachmittag kurz Kontakt mit dem marokkanischen WM-Teilnehmer. Man habe sofort gemerkt, wie es ihm gehe: "Er hat mir die Situation geschildert. Das Reden fiel ihm sehr schwer", sagte Heidel, der auch kurz vor der Pressekonferenz mit dem Youngster sprechen konnte. "Er braucht nun das Gefühl, dass der Verein zu ihm steht."
Tedesco: "Er stand unter Schock"
Derzeit hält sich Harit bei seiner Familie in Marokko auf und wird psychologisch betreut. Heidel: "Zuallererst gilt Amines tiefes Mitgefühl ebenso wie das von uns allen beim FC Schalke 04 den Hinterbliebenen des Opfers."
Auch Domenico Tedesco konnte ein kurzes Telefonat mit Harit führen: "Er stand unter Schock", berichtete der S04-Trainer. Nach dem tragischen Unglück nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Harit konnte die Polizeistation nach Aufnahme seiner Aussage verlassen, sein Pass wurde aber zunächst einbezogen.
Ob demnächst ein Vereinsvertreter nach Marokko fliegen wird, ist noch offen. Man wolle nun abwarten, was die zweite Befragung am Montag ergebe, sagte Heidel.