FC Schalke 04: Premiere & kaputtes Handy! S04 siegt trotz "geisteskranker" Vorzeichen
Premiere & kaputtes Handy! S04 trotzt "geisteskranken" Vorzeichen
12.12.2021 | 22:36 Uhr
Der FC Schalke 04 ist mit dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg zurück in der Erfolgsspur. Der Matchwinner war einer, der auf dieser Position bislang noch nicht gespielt hatte.
Mit einem 4:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg springt der FC Schalke 04 auf Rang drei der 2. Bundesliga. Es war eine sehr umkämpfte Partie, die erst spät durch die Tore von Darko Churlinov (85.) und Ko Itakura (90.+4) endgültig entschieden wurde.
Churlinov glänzt
Vor allem Churlinov erlebte einen ganz besonderen Abend in der VELTINS-Arena. Die Leihgabe vom VfB Stuttgart durfte erstmals in der Sturmspitze ran, nachdem er zuvor immer auf der rechten bzw. der linken Außenbahn eingesetzt wurde. Das zahlte sich aus. Der 21-Jährige bereitete zunächst in der 20. Minute mit einem tollen Dribbling das 1:0 von Thomas Ouwejan vor, ehe er seine Leistung mit dem 3:1 in der 85. Minute veredelte - sein erster Treffer im Trikot von Schalke.
Natürlich freute er sich am Sky Mikro über das Tor und darüber, dass er wieder fit ist. "Die Erleichterung war schon da, als ich am Donnerstag keine Schmerzen mehr hatte und trainieren konnte, denn ich war einen Monat wegen meiner Schulter verletzt. Es hat mich erleichtert, dass ich wieder spielen kann", meinte der Torschütze.
Sven Piepenbrock, der Cheftrainer Dimitrios Grammozis erneut vertrat, fand auf der Pressekonferenz nach dem Spiel lobende Worte für Churlinov. "Er ist ein Straßenfußballer. Das sieht man in der einen oder anderen Situation auch. Er behält die Ruhe und geht dann nochmal ins Eins-gegen-eins. Aber auch in den Bereichen heute, wo er ins Eins-gegen-eins gehen soll und nicht irgendwo auf dem Platz, sondern genau in den Bereichen, wo er seine Stärke einbringen kann."
Piepenbrock: "Glaube mein Handy ist kaputt"
Piepenbrock enthüllte zudem, wie groß die Freude bei Grammozis über den Sieg war. "Ich glaube mein Handy ist kaputt. Ich habe ihn angeklingelt und danach hat der Lautsprecher nur noch gekreischt. Ich glaube das Mikrofon ist kaputt. Er ist riesig erleichtert, er freut sich riesig für die Mannschaft", enthüllte der Co-Trainer im Sky Interview.
Verlassen können sich die Schalker vor allem auf ihre starke Offensive, die in jedem der letzten fünf Heimspiele mindestens doppelt getroffen hat und in nur einem der 17 Hinrunden-Spiele torlos blieb, was Ligabestwert ist.
In der Abwehr dagegen gab es den einen oder anderen Wackler - auch von Keeper Martin Fraisl. Der S04-Schlussmann wirkte mitunter unsicher, wie in der 34. Minute, als er dem Nürnberger Mats Möller Daehli den Ball direkt in die Füße spielte. "Heute gab es den einen oder anderen Wackler, den ich normalerweise im Schlaf eigentlich besser mache. Da muss ich sagen, dass das nicht so gut war. Aber als Mannschaft haben wir das kompensiert", sagte Fraisl dazu bei Sky.
Fraisl: Vorzeichen waren "geisteskrank"
Dem Torwart war anzumerken, dass in diesem Spiel ordentlich Druck auf dem Kessel war. "Natürlich waren die Vorzeichen vor dem Spiel eigentlich geisteskrank. Du weißt als Schalker, dass du dieses Spiel zu Hause gegen Nürnberg gewinnen musst, um richtig dranzubleiben. Wir haben in der Vergangenheit das eine oder andere Pünktchen zu viel liegen lassen und die Druckkonstellation war schon enorm. Dementsprechend groß ist die Erleichterung", meinte der Österreicher am Sky Mikro.
Fraisl und Schalke haben nun bewiesen, dass sie auch die Top-Teams der Liga schlagen können, was zuvor nur gegen Paderborn gelang. Zeit zum Ausruhen bleibt aber nicht, denn mit dem Hamburger SV wartet vor der Weihnachtspause der nächste dicke Brocken und das nächste Sechspunktespiel. Mit einer ähnlich guten Leistung dürfte aber auch in Hamburg einiges möglich sein.
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