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FIFA-Pläne von Infantino: Blatter fordert Widerstand

Ausverkauf des Weltverbands

19.11.2018 | 12:52 Uhr

Joseph S. Blatter findet kritische Töne für den aktuellen FIFA-Präsidenten.
Image: Joseph S. Blatter findet kritische Töne für den aktuellen FIFA-Präsidenten. © Getty

Die veröffentlichten Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino lassen den ehemaligen Präsidenten toben.

Nach den bekannt gewordenen Plänen für einen Ausverkauf der FIFA hat Joseph S. Blatter die Mitglieder des Weltverbandes zum Widerstand gegen das dubiose 25-Milliarden-Dollar-Projekt seines amtierenden Nachfolgers Gianni Infantino aufgerufen. Aus Sicht des 82-Jährigen sollten sich die einzelnen Nationalverbände dabei ein Beispiel an der Kritik des deutschen Verbandschefs Reinhard Grindel nehmen.

"Die FIFA sollte den Fußball nicht verkaufen. Es ist jetzt an den FIFA-Mitgliedern einzuschreiten. Der DFB-Präsident hat es bereits getan", schrieb Blatter am Montag auf Twitter.

Laut Medienberichten vom vergangenen Wochenende soll Infantino für den Milliarden-Deal neben den Rechten an neuen Wettbewerben auch nahezu sämtliche anderen Rechte der FIFA aus anderen Bereichen an ein bislang unbekanntes Investoren-Konsortium verkaufen wollen.

Infantino beim DFB nicht unumstritten

DFB-Präsident Grindel hatte nach der Enthüllung der Pläne gefordert, dass Infantino nunmehr "alle Fakten auf den Tisch legt". Zugleich ließ der 57-Jährige seine Haltung zu einer neuerlichen Kandidatur Infantinos für eine weitere Amtszeit an der FIFA-Spitze ausdrücklich offen.

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In diesem Video (4 Minuten) spricht Thomas Kistner - Journalist der Süddeutschen Zeitung - über die Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino bezüglich des offenbar geplanten 'Ausverkauf des Weltfußballs'.

Blatter war Ende 2015 von der FIFA-Ethikkommission im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals wegen Verdachts der ungetreuen Geschäftsführung gesperrt worden. Wenige Wochen später wählte ein FIFA-Kongress Infantino zum neuen Verbandschef, der jedoch seither den versprochenen Erneuerungsprozess verschleppt und sich stattdessen auf den Erhalt seiner Machtposition konzentriert. (sid)

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