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Fußball News: Gladbachs Max Eberl bei "Einfach mal Luppen"

Eberl gibt tiefe Einblicke in die Entscheidung pro Hütter

Sky Sport

14.04.2021 | 14:02 Uhr

Max Eberl (r.) hat mit Adi Hütter seinen Favoriten für Gladbachs Traineramt verpflichten können.
Image: Max Eberl (r.) hat mit Adi Hütter seinen Favoriten für Gladbachs Traineramt verpflichten können. © Imago

Gladbach-Sportdirektor Max Eberl spricht im "Einfach mal Luppen"-Podcast von Toni und Felix Kroos über die Verpflichtung von Adi Hütter, den Abgang von Marco Rose und die Ziele für die restliche Saison. Sky Sport hat die besten Aussagen zusammengefasst.

Eberl über...

...die Trainersuche und die Entscheidung zu Hütter

"Die Trainersuche hat mich in den letzten Wochen seit der Verkündung von Marco Rose - dass er nach Dortmund geht - sehr belastet und angestrengt. Es waren spannende Wochen mit vielen guten Gesprächen. Ich hatte mein Ziel aber von Anfang an im Kopf", so Eberl. Nun sei er umso glücklicher, dass die Borussia mit Adi Hütter einen neuen Trainer gefunden habe und die Verpflichtung offiziell verkündet wurde.

Dennoch sei es eine Hürde gewesen, dass Hütter in Frankfurt unter Vertrag gestanden und einen guten Job gemacht habe. "Leider haben wir mit der Entscheidung einem anderen Verein geschadet, der nun einen neuen Trainer suchen muss", fügte er hinzu. Nach Sky Infos soll bei der Eintracht nun Ralf Rangnick eine besondere Rolle einnehmen. Hütter wird dagegen wohl auf die Königsklasse verzichten müssen.

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Trainer Adi Hütter kann sich in Gladbach weiterentwickeln. (Videolänge: 40 Sekunden)

...sein Vorgehen bei der Trainersuche

Außerdem hat sich der Sportdirektor über seine Kriterien bei der Trainersuche geäußert: "Man muss den 'am besten passendsten' Trainer für Borussia Mönchengladbach finden. Dabei fließen die Vergangenheit und die Spielphilosophie ein", erzählte Eberl und ergänzte. "Es gibt Top-Trainer, aber auch bestimmte Voraussetzungen. Natürlich will man dabei eine Fortentwicklung haben."

Die Borussia habe zum Beispiel den Ballbesitzfußball von Lucien Favre in den letzten Jahren für ihre Verhältnisse perfektioniert, Marco Rose sei vor allem für die Aktivität und das offensive Pressing wichtig gewesen. "Wir wollten einen Trainer, der an diese Facetten anschließen kann. Dann wird der Kandidatenkreis ohnehin kleiner", sagte Eberl. Im Anschluss kommen noch die Faktoren Empathie und Kommunikation und ob sich der Kandidat mit dem Verein identifizieren kann.

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Eintracht-Youtuber Basti Red über den Abgang von Trainer Adi Hütter. (Videolänge: 27 Sekunden)

...einen möglichen Zusammenhang zwischen Roses Abgang und der Negativserie?

Außerdem wurde ein möglicher Zusammenhang des Rose-Abgangs zum Ligarivalen Borussia Dortmund und die darauffolgende Negativserie thematisiert. "Das ist eine komplizierte Frage. Die Emotionen sind mit dieser Entscheidung von null auf 100 explodiert. Die Fans waren natürlich extrem enttäuscht." Dennoch seien die Spiele nicht immer objektiv betrachtet worden, meinte Eberl.

"Für viele galt die Devise: Rose geht zum BVB, wir verlieren, das ist doof, jetzt muss er gehen. Das war mir zu einfach." Für den Sportdirektor stand eine vorzeitige Trennung nicht in Frage. "Er ist einfach ein guter Trainer. Davor haben wir unter anderem Bayern und Dortmund geschlagen und sind ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Wir sind uns sicher, mit ihm weiter unsere Ziele erreichen zu können." Roses Abgang habe die Situation aber mit Sicherheit nicht erleichtert.

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...die Ziele für die restliche Saison

Der Fokus liege nun auf dem Kampf um die Europa-Plätze, über Hütter werde bis zum 1. Juli nicht mehr gesprochen. "Rose möchte sich mit einem Erfolg verabschieden und hat damit eine große Motivation. Wir wollen als Verein nach Europa", sagte Rose. Der Sportdirektor sei froh, nach der Negativserie wieder in der Spur zu sein. "Wir haben uns mit zwei Siegen und einem Remis in den Reigen eingereiht, wieder um Europa kämpfen zu können."

Die Champions-League-Plätze scheinen aufgrund der konstanten Frankfurter und starken Wolfsburger vergeben zu sein. "Wir kämpfen aber noch mit Dortmund, Leverkusen, Union, Stuttgart und auch Freiburg um die Europa-League-Plätze - das wollen wir noch schaffen", sagte er abschließend.

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