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Infantino geht in die Offensive: FIFA-Präsident reagiert auf Kritik und schlägt Reformen vor

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat im Zuge der anhaltenden Diskussionen um seine Zukunft eine Reformdebatte angestoßen.

FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält Unterstützung aus Südamerika.
Image: FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt sich nach der Kritikwelle offen für Reformen.  © Imago

Nach dem gescheiterten Investoren-Projekt und wachsendem Widerstand aus Teilen des Weltfußballs geht Infantino in die Offensive. Der FIFA-Boss wirbt für mehr Transparenz und sucht den Dialog mit den 211 Mitgliedsverbänden.

FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt im Kampf um seinen Job weiterhin nicht auf und signalisiert Offenheit für einen Dialog über Reformen. Der massiv in die Kritik geratene Boss des Fußball-Weltverbandes schickte am Montag an die 211 Mitgliedsverbände ein entsprechendes Schreiben, das unter anderem der Nachrichtenagentur AFP und dem Portal The Athletic vorliegt. Darin schlägt er eine "Konsultation" mit den Mitgliedsverbänden vor, um die Entscheidungsprozesse der in der Krise steckenden FIFA zu reformieren.

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DFB-Präsident Bernd Neuendorf sieht die vielen Alleinentscheidungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino kritisch. Das sagt Neuendorf im exklusiven Interview mit RTL/Sky Sport. Zuletzt hatte Infantino u.a. den Friedenspreis eingeführt

Er werde vorschlagen, dass das am 15. Oktober zum nächsten Mal tagende FIFA-Council "eine direkte, strukturierte und zeitlich begrenzte Konsultation mit den Konföderationen, den Mitgliedsverbänden und den betroffenen Interessengruppen darüber organisiert, wie die Entscheidungsprozesse der FIFA weiter gestärkt werden können", schrieb Infantino. Dabei sollten "konkrete Vorschläge zu einer frühzeitigeren Einbindung der Institutionen, zu den jeweiligen Rollen des Präsidenten, des Präsidiums, des Rates und des Kongresses sowie zu praktischen Möglichkeiten zur Stärkung von Transparenz, Mitbestimmung und Rechenschaftspflicht bei wichtigen strategischen Initiativen eingeholt" werden.

Infantino verteidigt Verkaufs-Pläne der WM

Infantino war zuletzt mit seinem Vorhaben gescheitert, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Er betonte nun in seiner versuchten Klarstellung nochmals, "dass die demokratischen Prozesse, die Unabhängigkeit und die sportliche Autorität der FIFA niemals zum Verkauf standen. Sie stehen nicht zum Verkauf und werden es auch niemals tun."

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Das geplante Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE) hätte "keinen Verzicht auf die Kontrolle oder Autorität der FIFA über sportliche Entscheidungen beinhaltet", führte Infantino aus: "Der Vorschlag gelangte an die Öffentlichkeit, bevor der von der FIFA geplante institutionelle Prozess abgeschlossen war und bevor er dem Rat und den Mitgliedsverbänden in vollem Umfang vorgelegt werden konnte."

"Wird nicht weiterverfolgt"

Er verstehe, "dass dies ohne den vollständigen Kontext Besorgnis ausgelöst und den Eindruck erweckt hat, dass bereits Entscheidungen getroffen worden seien." Dies sei jedoch "nicht der Fall" gewesen, schrieb der FIFA-Boss weiter: "Es blieb ein Vorschlag, keine Entscheidung, und unterlag stets den erforderlichen Genehmigungen durch den Rat und die Mitgliedsverbände. Er wurde nun zurückgezogen und wird nicht weiterverfolgt."

Trotz der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt strebt der Schweizer bei der Neuwahl im März 2027 eine weitere Amtszeit an. Neben anderen fordert vor allem die UEFA den Rückzug Infantinos und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Ziel der Europäischen Fußball-Union ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zur Aufgabe zu bewegen. Ansonsten wird die UEFA mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken.

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