Irak und DR Kongo qualifizieren sich über die interkontinentalen Playoffs für die WM 2026

Luftraumsperre, Umwege - und am Ende trotzdem Jubel: Der Irak trotzt der durch den Iran-Krieg erschwerten Vorbereitung und besiegt in den Playoffs Bolivien. Die Südamerikaner müssen weiter warten.

Der Irak qualifiziert sich nach 40 Jahren wieder für eine WM.
Image: Der Irak qualifiziert sich nach 40 Jahren wieder für eine WM.  © Imago

Auch die Demokratische Republik Kongo ist bei der WM 2026 mit dabei.

Der Irak hat sich zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder für eine Fußball-WM qualifiziert. Das Team gewann das entscheidende Playoff-Spiel gegen Bolivien im WM-Stadion von Monterrey in Mexiko mit 2:1 (1:1). Mit dem Erfolg der Iraker ist das Teilnehmerfeld der größten WM der Geschichte in den USA, Kanada und Mexiko komplett. Alle 48 Nationen stehen jetzt fest.

ZUM DURCHKLICKEN: Die WM-Teilnehmer und Gruppen

  1. MEXIKO: Als Co-Gastgeber ist Mexiko bei der WM 2026 als Teilnehmer gesetzt.
    Image: Gruppe A: Mexiko (Co-Gastgeber / Nord-, Mittelamerika & Karibik) © Imago
  2. Südafrika bejubelt die Qualifikation für die WM 2026.
    Image: Gruppe A: Südafrika (Afrika) © Imago
  3. SÜDKOREA: Das Team um Kapitän Heung-min Son ist seit 1986 Stammgast bei den WM-Endrunden.
    Image: Gruppe A: Südkorea (Asien) © DPA pa
  4. Tschechien
    Image: Gruppe A: Tschechien (Europa) © Imago
  5. KANADA: Der Co-Gastgeber um Bayern-Star Alphonso Davies (r.) gehört 2026 fest zum WM-Teilnehmerfeld.
    Image: Gruppe B: Kanada (Co-Gastgeber / Nord-, Mittelamerika & Karibik) © Imago
  6. Bosnien-Herzegowina
    Image: Gruppe B: Bosnien-Herzegowina (Europa) © Imago
  7. TOPF NOCH UNKLAR: Katar (Asien)
    Image: Gruppe B: Katar (Asien) © Imago
  8. TOPF 2: Schweiz (Europa)
    Image: Gruppe B: Schweiz (Europa) © Imago
  9. Raphinha ist wild entschlossen, den Erzrivalen aus Argentinien zu bezwingen.
    Image: Gruppe C: Brasilien (Südamerika) © Imago
  10. Achraf Hakimi fährt mit Marokko zur WM.
    Image: Gruppe C: Marokko (Afrika) © Imago
  11. TOPF 4: Haiti (Nord- und Mittelamerika)
    Image: Gruppe C: Haiti (Nord- und Mittelamerika) © Imago
  12. TOPF 3: Schottland (Europa)
    Image: Gruppe C: Schottland (Europa) © Imago
  13. Die USA ist als Gastgeber der WM 2036 für das Teilnehmerfeld gesetzt.
    Image: Gruppe D: USA (Gastgeber / Nord-, Mittelamerika & Karibik) © DPA pa
  14. PARAGUAY: Nach einem 0:0 gegen Ecuador ist auch La Albirroja für die WM qualifiziert.
    Image: Gruppe D: Paraguay (Südamerika) © Imago
  15. AUSTRALIEN: Das Team hat sich mit einem Sieg gegen Saudi-Arabien qualifiziert.
    Image: Gruppe D: Australien (Asien) © DPA pa
  16. Die Türkei um Hakan Calhanoglu (M.) kämpft in den Playoffs um ein Ticket für die WM 2026.
    Image: Gruppe D: Türkei (Europa) © Imago
  17. TOPF 1: Deutschland (Europa)
    Image: Gruppe E: Deutschland (Europa) © Imago
  18. Unglaublich! Curacao qualifiziert sich erstmals für eine Fußball-WM.
    Image: Gruppe E: Curacao (Nord- und Mittelamerika) © DPA pa
  19. TOPF 3: Elfenbeinküste (Afrika)
    Image: Gruppe E: Elfenbeinküste (Afrika) © Imago
  20. ECUADOR: Die Südamerikaner haben zwei Spieltage vor Ende der Qualifikation ihr Ticket gelöst.
    Image: Gruppe E: Ecuador (Südamerika) © DPA pa
  21. Memphis Depay trifft gegen Finnland doppelt.
    Image: Gruppe F: Niederlande (Europa) © Imago
  22. Die japanische Mannschaft feiert den Torschützen Daichi Kamada (2. von l.).
    Image: Gruppe F: Japan (Asien) © DPA pa
  23. Fährt Schweden mit nur einem Quali-Punkt zur WM?
    Image: Gruppe F: Schweden (Europa) © DPA pa
  24. TUNESIEN: Tunesien qualifiziert sich mit einem 1:0-Sieg gegen Äquatorialguinea für die WM 2026.
    Image: Gruppe F: Tunesien (Afrika) © Imago
  25. Belgien gewinnt gegen Wales in der WM-Qualifikation.
    Image: Gruppe G: Belgien (Europa) © DPA pa
  26. Der Iran hat sich mit einem Unentschieden gegen Usbekistan das Ticket für die WM im kommenden Jahr gesichert.
    Image: Gruppe G: Iran (Asien) © DPA pa
  27. ÄGYPTEN: Die Pharaonen haben sich durch den 3:0-Sieg gegen Dschibuti zum insgesamt vierten Mal für eine WM qualifiziert.
    Image: Gruppe G: Ägypten (Afrika) © Imago
  28. NEUSEELAND: Die ''Kiwis'' haben sich ihr WM-Ticket durch ein 3:0-Sieg gegen Neukaledonien gesichert.
    Image: Gruppe G: Neuseeland (Ozeanien) © Imago
  29. Lamine Yamal glänzt im Halbfinale gegen Frankreich einmal mehr.
    Image: Gruppe H: Spanien (Europa) © Imago
  30. Kap Verde.
    Image: Gruppe H: Kap Verde (Afrika) © Imago
  31. TOPF NOCH UNKLAR: Saudi-Arabien (Asien)
    Image: Gruppe H: Saudi-Arabien (Asien) © Imago
  32. URUGUAY: Die Celeste hat sich durch einen 3:0-Heimsieg gegen Peru das WM-Ticket gesichert.
    Image: Gruppe H: Uruguay (Südamerika) © Imago
  33. Michael Olise lässt Frankreich jubeln.
    Image: Gruppe I: Frankreich (Europa) © Imago
  34. TOPF 2: Senegal (Afrika)
    Image: Gruppe I: Senegal (Afrika) © Imago
  35. TOPF 4: Irak / Bolivien / Surinam
    Image: Gruppe I: Irak (Asien) © Imago
  36. TOPF NOCH UNKLAR: Norwegen (Europa)
    Image: Gruppe I: Norwegen (Europa) © Imago
  37. Die Argentinier sind nur noch ein Remis entfernt vom Ticket für die WM 2026.
    Image: Gruppe J: Argentinien (Südamerika) © Imago
  38. Mohamed Amoura feiert den Siegtreffer über Somalia.
    Image: Gruppe J: Algerien (Afrika) © DPA pa
  39. TOPF NOCH UNKLAR: Österreich (Europa)
    Image: Gruppe J: Österreich (Europa) © Imago
  40. JORDANIEN: Das rund 11 Millionen Einwohner große Land aus Vorderasien ist erstmals bei einer WM-Endrunde dabei.
    Image: Gruppe J: Jordanien (Asien) © DPA pa
  41. Superstar Cristiano Ronaldo erreicht einen neuen Meilenstein.
    Image: Gruppe K: Portugal (Europa)  © Imago
  42. TOPF 4: DR Kongo / Neukaledonien / Jamaika
    Image: Gruppe K: DR Kongo (Afrika) © Imago
  43. USBEKISTAN: Der zentralasiatische Staat mit rund 35 Millionen Einwohnern hat sich erstmals für eine WM qualifiziert.
    Image: Gruppe K: Usbekistan (Asien) © DPA pa
  44. KOLUMBIEN: Los Cafeteros sind nach einem 3:0 gegen Bolivien sicher bei der Endrunde dabei.
    Image: Gruppe K: Kolumbien (Südamerika) © Imago
  45. TOPF 1: England (Europa)
    Image: Gruppe L: England (Europa) © Imago
  46. TOPF NOCH UNKLAR: Kroatien (Europa)
    Image: Gruppe L: Kroatien (Europa) © DPA pa
  47. TOPF NOCH UNKLAR: Ghana (Afrika)
    Image: Gruppe L: Ghana (Afrika) © Imago
  48. TOPF 3: Panama (Topf 3)
    Image: Gruppe L: Panama (Nord- und Mittelamerika) © Imago

Die Tore für den Irak erzielten Ali Al-Hamadi (10.) und Aymen Hussein (53.), für Bolivien traf Moises Paniagua (38.). In einer langen Nachspielzeit mussten die Iraker noch eine Schlussoffensive der Bolivianer überstehen, mit dem Abpfiff brach dann großer Jubel beim Team des australischen Trainers Graham Arnold aus.

Die irakische Mannschaft musste sich wegen des Iran-Kriegs unter erschwerten Bedingungen vorbereiten. Weil der irakische Luftraum seit Wochen gesperrt ist, war die Anreise nur über langwierige Umwege möglich.

"Angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten war es für die Spieler besonders schwer", sagte Arnold, der ursprünglich versucht hatte, das Spiel wegen der durch den Konflikt verursachten Unruhen zu verschieben. "Ich freue mich riesig für die Spieler, das sind wirklich tolle Jungs, und ich freue mich sehr für die 46 Millionen Iraker", fügte der Australier hinzu.

Irak trifft bei WM auf Frankreich

Bei der WM im kommenden Sommer treffen die Iraker in Gruppe I in Boston zum Auftakt auf Norwegen, danach wartet WM-Mitfavorit Frankreich in Philadelphia. Zum Abschluss spielt der Irak in Kanada in Toronto gegen den Senegal.

Für den Irak ist es nach 1986 in Mexiko die zweite WM-Teilnahme. "Hoffentlich trägt das dazu bei, das Bild vom Irak und vom Fußball im Irak zu verändern. Wir wollen bei der Weltmeisterschaft etwas leisten, was niemand von uns erwartet. Lasst uns die Welt schocken", sagte Graham. Bolivien verpasste derweil seine vierte Endrunde nach 1930, 1950 und 1994.

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Für Bolivien geht derweil die Zeit des Wartens weiter. Die Südamerikaner hatten 1994 in den USA zum letzten Mal an einer WM teilgenommen. Damals hatte Bolivien das Eröffnungsspiel gegen den damaligen Titelverteidiger aus Deutschland bestritten und mit 0:1 verloren. Jürgen Klinsmann erzielte den einzigen Treffer.

Frankreich Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 16 (Zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Just Fontane (13 Tore)
  • WM-Rekordspieler : Hugo Lloris (20 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: Platz 3 (Stand 2025)
  • Beste WM-Platzierung : 1998, 2018 (Erster Platz)

DR Kongo zuletzt als Zaire 1974 bei einer WM dabei

Die Demokratische Republik Kongo hat sich erstmals seit dem Turnier 1974 in Deutschland wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Das 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung in den Playoffs gegen Jamaika sicherte der Mannschaft aus Afrika das vorletzte Ticket für die WM in Mexiko, Kanada und den USA. In Gruppe K trifft das Land dort auf Portugal, Usbekistan und Kolumbien. 1974 hieß das Land noch Zaire.

Vor 39.983 Zuschauern im WM-Stadion von Guadalajara traf Axel Tuanzebe in der 100. Minute zum 1:0 für DR Kongo. Der Profi des FC Burnley erlöste die Fans nach zahlreichen vergebenen Gelegenheiten und wegen Abseits in der regulären Spielzeit aberkannten Toren.

FIFA-Weltmeisterschaft 2026™

  • Datum: 11. Juni - 19. Juli 2026
  • Orte: USA, Mexiko, Kanada (16 Stadien)
  • Eröffnungsspiel: Aztekenstadion (Mexiko, 11. Juni)
  • Finale: New York New Jersey (USA, 19. Juli)
  • Teilnehmer: 48 Nationen
  • Spielmodus: Rundenturnier (12 Gruppen à 4 Teams), K.-o.-System

Schiedsrichter muss ausgewechselt werden

Für eine ungewöhnliche Verzögerung sorgte eine Verletzung von Schiedsrichter Facundo Tello in der zweiten Halbzeit der Verlängerung. Der Argentinier fasste sich an die linke Wade und ging nach einigen Minuten vom Platz. Für die verbleibende Spielzeit stand Dario Herrera in der Verantwortung, der zuvor als vierter Offizieller an der Seitenlinie unterwegs war.

In der ersten Halbzeit hatte DR Kongo die besseren Chancen, konnte aber keine davon nutzen. Auch nach der Pause war die Mannschaft von Trainer Sebastien Desabre schnell wieder in guten Positionen, ohne aber in Führung zu gehen. Jamaika um den Ex-Bundesliga-Profi Leon Bailey war nach dem 1:0 in der vorausgehenden Runde gegen Neukaledonien dieses Mal die Mannschaft mit deutlich weniger Ballbesitz. Bailey hatte in der 67. Minute eine gute Kopfball-Chance, brachte den Versuch aber nicht aufs Tor. DR Kongo vergab nach der Führung zwei Riesengelegenheiten auf das 2:0 und musste deswegen bis zum Abpfiff zittern. Danach war der Jubel auf dem Rasen und den Rängen groß.

dpa

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