Italien hofft auf Tresoldi-Wechsel: U21-Star lässt DFB und Azzurri weiter warten
Nicolo Tresoldi hat mit drei Toren gegen Inter Mailand für Schlagzeilen gesorgt. In Italien wächst deshalb die Hoffnung, dass sich der deutsche U21-Nationalspieler künftig für die Squadra Azzurra entscheidet.
14.10.2026 | 09:01 Uhr
Der Stürmer von Club Brügge glänzte im San Siro mit einem Dreierpack. Eine Entscheidung zwischen Deutschland und Italien will Tresoldi jedoch erst nach der U21-EM 2027 treffen.
Nicolo Tresoldi hat mit seinem Gala-Auftritt in der Champions League eine Debatte um seine internationale Zukunft neu entfacht. Beim spektakulären 4:3-Auswärtssieg von Club Brügge bei Inter Mailand erzielte der Stürmer drei Tore und rückte damit auch in Italien in den Fokus.
Aus deutscher Sicht schrieb Tresoldi sogar ein wenig Königsklassen-Geschichte. Mit 22 Jahren und 54 Tagen war er der jüngste deutsche Dreierpacker in der Champions League. Damit löste er Karim Adeyemi (22 Jahre, 257 Tage) ab.
Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport feierte den Angreifer anschließend überschwänglich. Das Blatt sprach von einer "Leistung wie aus dem Lehrbuch" und verband das Lob direkt mit der Hoffnung auf einen Verbandswechsel. Italien wartet weiterhin auf die Entscheidung des Offensivspielers, der sowohl für Deutschland als auch für die Squadra Azzurra spielberechtigt ist.
Tresoldi ist Milan-Fan
Tresoldi glänzte ausgerechnet im San Siro, ist er doch laut seinem Vater Emanuele seit Kindheitstagen Anhänger der AC Mailand. Vor der Partie verriet der ehemalige Profi, sein Sohn habe einst für Kaka, Filippo Inzaghi und Alexandre Pato geschwärmt. Noch heute träume er davon, eines Tages das Trikot der Rossoneri zu tragen.
Mit seinen Treffern gegen Inter unterstrich Tresoldi erneut sein Potenzial. Die Gazzetta dello Sport bezeichnete ihn als einen der prägenden Spieler der deutschen U21-Nationalmannschaft und verwies darauf, dass seine langfristige Zukunft auf Länderspielebene weiterhin offen sei.
Tresoldi-Familie fast in Liverpool gelandet
Der Angreifer wurde auf Sardinien geboren und zog im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Seitdem entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil der DFB-Nachwuchsauswahlen.
Nach Angaben seines Vaters war der Umzug nach Deutschland damals eher Zufall. Wegen des Berufs seiner Mutter stand zwischenzeitlich sogar ein Umzug nach Liverpool im Raum, ehe die Familie schließlich in Hannover landete.
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