Klopp schwärmt von Messi & Cristiano Ronaldo - und lobt Undav

Sky Sport hat Jürgen Klopp exklusiv in Brooklyn getroffen. Der Startrainer äußerte sich dabei ausführlich zur aktuellen Weltmeisterschaft, den herausragenden Superstars - und zu Nationalstürmer Deniz Undav.

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Jürgen Klopp spricht im Interview mit Sky Sport über die Besonderheit der ewigen Rivalität der Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, die bei der WM wieder einmal für Furore sorgen.

Mit Blick auf das Turnier zeigte sich Klopp vor allem von der Leistungsfähigkeit der Top-Angreifer um Lionel Messi und Cristiano Ronaldo beeindruckt.

"So als reinen Zuschauer holt es mich natürlich ein bisschen ab, weil es die besten Spieler der letzten zehn, fünfzehn Jahre sind. Aber dann auch wiederum nicht so richtig, weil ich natürlich viel mehr am Spiel interessiert bin. Aber was schön zu sehen war: Nach dem ersten Spiel, in dem Cristiano Ronaldo schon heftig kritisiert wurde, das habe sogar ich mitbekommen, dann so zurückzuschlagen und das mit 41 Jahren durch eine extrem lebendige, intensive Performance, hat mich sehr gefreut. Dass ihn das in dem Alter noch so kitzelt, dass etwas nicht geklappt hat, finde ich außergewöhnlich und die Reaktion natürlich umso mehr."

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Cristiano Ronaldo trifft nach einem enttäuschenden WM-Auftakt im zweiten Gruppenspiel beim 5:0-Sieg gegen Usbekistan gleich doppelt und wird damit zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Portugals.

Auch Lionel Messi nahm Klopp genau unter die Lupe - und geriet dabei regelrecht ins Schwärmen: "Lionel Messi habe ich live gesehen und wenn man das Spiel sieht und dann stehen da acht Kilometer Laufleistung, denkt man: Wir haben die optimale Laufleistung herausgefunden. Das sind acht Kilometer, weil dann ist er im entscheidenden Moment wirklich da, nur geht das natürlich nicht für alle. Man stelle sich mal vor, alle würden nur acht Kilometer laufen. Es ist aber außergewöhnlich, ihn zu beobachten, das ist wirklich verrückt. Leute würden sagen, er geht. Ich sage: Er scannt den Platz. Ich habe so oft auf ihn geguckt, obwohl der Ball woanders war. Ich wollte einfach sehen, was macht er. Ich glaube, der misst Abstände. Er weiß ganz genau, jetzt bin ich hier, jetzt stelle ich mich rechts hin, jetzt stehe ich im Zentrum. ", sagte der 59-Jährige am Sky Sport Mikro.

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Jürgen Klopp klatschte mit Lionel Messi ab und erhielt dann ein besonderes Geschenk. Nach dem 2:0 von Argentinien gegen Österreich kam es zu einem herzlichen Wiedersehen mit seinem Ex-Spieler Alexis Mac Allister.

Weiter: "Das Spiel gegen Österreich war lange nicht sein Spiel, aber dann in den Momenten: Das erste Tor schießt er, weil er es kann. Das zweite Tor schießt er, weil er es will. Und dann schießt er noch einen Elfmeter vorbei, dann hätte er sogar sechs Tore nach zwei Spielen gehabt. Das klingt, als wäre eine Weltmeisterschaft gar nichts. Zlatan Ibrahimovic hat gesagt, dass Messi bei einer Weltmeisterschaft fünf Tore hat, und er selbst bei zwei Weltmeisterschaften null Treffer. So einfach ist das. Das ist außergewöhnlich, dass wir diese Generation erleben dürfen. Es ist speziell. Und als wir uns dann kurz am Spielfeldrand gesehen haben und uns Messi netterweise auch in die Reihe an Gratulanten aufgenommen hat, da habe ich auch als 59-Jähriger gemerkt, wie speziell sowas sein kann. Weil das war speziell. Ich habe mich genauso gefreut, meinen Ex-Spieler Alexis McAllister zu sehen und mit ihm kurz zu sprechen. Aber dann kam Messi. Und das ist schon anders."

Klopp über Undav: "Das zeichnet ihn aus"

Neben den globalen Superstars fand Klopp auch lobende Worte für Deniz Undav - und hob dessen Qualitäten deutlich hervor.

"Der Torriecher zeichnet ihn aus. Er weiß genau, wo er zu stehen hat, die außergewöhnliche Technik, der Abschluss. Das erste Tor, das er gegen die Elfenbeinküste macht: Am Ende sieht es ganz einfach aus, weil er den Ball aus vier, fünf Metern über die Linie drückt. Das war technisch super anspruchsvoll. Und beim zweiten Tor hat er den ersten Kontakt und dann den Überblick zu wissen, es ist eine Abschluss-Situation und nicht nochmal eine Dribbel-Situation. Das ist auch außergewöhnlich. Er ist reingekommen in dem Spiel, um es zu drehen. Das hat man gemerkt und das zeichnet ihn aus und unterscheidet ihn auch von anderen, dass er so schnell auf Betriebstemperatur und sofort da ist", so Klopp.

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Die deutsche Nationalmannschaft ist vorzeitig ins WM-Sechzehntelfinale eingezogen. Deniz Undav erzielte erst den Ausgleich und traf dann zum 2:1.

Muss der Angreifer des VfB Stuttgart im Gruppenfinale gegen Ecuador (Donnerstag um 22 Uhr) jetzt anfangen? Klopp: "Müssen sowieso nicht, aber das muss der Trainer entscheiden. Das meine ich ernst und nicht irgendwie falsch verstehen, das muss ein Trainer entscheiden. Insgesamt sollte man ihn gar nicht mit anderen vergleichen. Deniz Undav ist Deniz Undav und wir sind alle super happy, dass der bei uns ist."

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