Rassismus-Skandal: Moskau trennt sich von dunkelhäutigem Spieler
Torpedo Moskau trennt sich von Botaka-Ioboma
20.07.2018 | 11:56 Uhr
Der russische Fußball sieht sich weniger als eine Woche nach dem Ende der Weltmeisterschaft mit erneuten Rassismusvorwürfen konfrontiert.
Nach heftigen Protesten seiner Fans gab Drittligist FC Torpedo Moskau durch seine Präsidentin Jelena Jelenzewa bekannt, dass der dunkelhäutige Verteidiger Erving Botaka-Ioboma, den der Verein erst sechs Tage zuvor verpflichtet hatte, doch nicht für den Hauptstadtklub auflaufen werde.
Fans mit rassistischen Äußerungen
Im Vorfeld hatten sich Fans des Klubs nach der Bekanntgabe des Wechsels rassistisch geäußert: "Es mag Schwarz in den Farben unserer Mannschaft geben, aber in den Reihen unserer Unterstützer gibt es nur Weiß." Der 21 Jahre alte Botaka-Ioboma wurde in Russland geboren und besitzt einen afrikanischen Migrationshintergrund. Einen Grund für den geplatzten Wechsel gab Torpedo Moskau nicht an.
Rassismus ist in russischen Stadien ein bekanntes Problem. In den Profiligen kommt es immer wieder zu Beleidigungen dunkelhäutiger Profis, außerdem sind rassistische Banner keine Seltenheit. (sid)