Regeländerung bei der WM 2026? FIFA plant Änderungen bei Gelben Karten
Die FIFA arbeitet offenbar an einer weitreichenden Regeländerung für die WM im Sommer.
28.04.2026 | 08:06 Uhr
Gelbe Karten sollen künftig bereits nach der Gruppenphase verfallen. Hintergrund ist das neue Turnierformat mit 48 Teams – und der Wunsch, Stars vor Sperren in entscheidenden K.o.-Spielen zu schützen.
Der Fußball-Weltverband FIFA plant nach Informationen der BBC eine Anpassung der Sperrenregelung für die kommende Weltmeisterschaft. Demnach sollen Gelbe Karten nicht mehr nur - wie bisher - nach dem Viertelfinale gestrichen werden, sondern zusätzlich bereits nach Abschluss der Gruppenphase verfallen.
Ziel der geplanten Reform ist es, das Risiko von Gelbsperren in Schlüsselspielen zu minimieren. Durch das neue WM-Format mit 48 Mannschaften kommt es zu einer zusätzlichen K.o.-Runde, dem Sechzehntelfinale. Für Mannschaften, die bis ins Viertelfinale vorstoßen, bedeutet das: sechs Spiele in kurzer Zeit.
Gelbe Karten werden nach Spiel drei gelöscht
Nach bisheriger Logik würden zwei Gelbe Karten in diesen sechs Partien zu einer Sperre führen - ein Szenario, das gerade für Leistungsträger problematisch ist. Um dies abzufedern, setzt die FIFA offenbar nicht auf eine Erhöhung der Sperrenschwelle auf drei Verwarnungen, sondern auf eine Aufteilung in zwei Turnierphasen.
Konkret sieht das Modell vor: Gelbe Karten aus der Gruppenphase werden nach dem dritten Spiel gelöscht. Ab dem Sechzehntelfinale beginnt eine neue Zählung. Eine Sperre würde demnach nur greifen, wenn ein Spieler entweder in zwei der drei Gruppenspiele oder zweimal zwischen Sechzehntelfinale und Viertelfinale verwarnt wird.
Die FIFA erhofft sich davon eine "fairere Lösung", die die Balance zwischen Disziplin und sportlicher Gerechtigkeit wahrt. Gerade bei einem deutlich größeren Teilnehmerfeld sollen Sperren nicht mehr über mehrere Turnierabschnitte hinweg kumuliert werden.
Zeichen stehen auf Reform
Das Thema steht auf der Agenda des FIFA-Councils, das am Dienstag im kanadischen Vancouver zusammenkommt. Ob die Regel bereits für die kommende Weltmeisterschaft gilt, ist noch offen - die Zeichen stehen jedoch auf Reform.
Sollte die Neuerung beschlossen werden, hätte sie spürbare Auswirkungen auf den Turnierverlauf: Trainer könnten in K.o.-Spielen häufiger auf ihre Topspieler zählen, taktische „Gelb-Risiken" würden reduziert. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.
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