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Champions League: So schlugt Dortmund Inter Mailand

Favres Taktik-Kniff: So drehte Dortmund das Spiel

Daniel Heissenstein

25.11.2019 | 10:44 Uhr

3:07
Champions League, 4. Spieltag: Borussia Dortmund hat nach einer furiosen Aufholjagd wieder beste Chancen auf den Einzug in das Achtelfinale.

Dortmund plagte zur Halbzeit ein übles Deja-vu: Rückstand, körperliche Unterlegenheit und kaltschnäuzige Italiener. Erneut drohte das so wichtige Duell mit Inter Mailand verloren zu gehen. Doch dann griff Lucien Favre in die Trickkiste und coachte Conte aus.

In der ersten Halbzeit kam Dortmund überwiegend über die linke Angriffsseite (41,3 Prozent der Angriffe liefen über diese Seite, Anm. d. Red.). Thorgan Hazard und Nico Schulz gelang es aber zu selten, an den Routiniers Candreva und de Vrij vorbeizukommen. Und wenn es doch zu einer Torgelegenheit kam, dann aus ungefährlichen Positionen. Die Schwarz-Gelben erspielten sich nur eine Großchance - zu wenig, um Handanovic im Tor der Italiener zu bezwingen.

2:42
In diesem Video (Länge: 2:42 Minuten) äußert sich Lucien Favre zur Aussage von Hans-Joachim Watzke, dass er sich verändert habe.

Flügelwechsel

Lucien Favre erkannte das in der Pause und stellte um: Der Sturmlauf der Dortmunder verschob sich auf die rechte Offensivseite, Jadon Sancho und der überragende Achraf Hakimi bekamen mehr und mehr Spielanteile (40,2 Prozent statt nur 35,4 Prozent in den ersten 45 Minuten, Anm. d. Red.). Favre hatte Skriniar und Biraghi, die zudem beide mit gelb vorbelastet waren, als Inters Schwäche ausgemacht und nutzte diese konsequent aus. Beide Hakimi-Tore wurden über rechts eingeleitet. (Datenquelle: Opta)

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Mehr Tempo, weniger Ballbesitz

Es gelang Inter in der ersten Halbzeit zu oft, in die gefestigte Abwehrordnung zu kommen. Dortmund kontrollierte zwar das Spiel mit 65 Prozent Ballbesitz, kreierte aber kaum gefährliche Situationen. Favre stellte auch das um: Der BVB verschärfte das Tempo und erhöhte das Risiko in der zweiten Hälfte. Das hatte zur Folge, dass Dortmund weniger am Ball war (57 Prozent), dafür öfter einen ungeordneten Abwehrriegel vorfand. Vier Großchancen spielte Dortmund so heraus - mit bekanntem Ausgang.

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Blitzjoker Alcacer

Dass Paco Alcacer als Edeljoker sofort im Spiel ist, ist hinlänglich bekannt. Gegen Inter bewies er das in Höchstgeschwindigkeit: Nach Alcacers Einwechslung pfiff der Schiedsrichter das Spiel wieder an - sieben Sekunden später lag der Ball im Tor. Der Spanier klaute den Ball und Julian Brandt vollendete. Favre bewies im entscheidenden Moment ein goldenes Händchen.

Dortmunds Sieg über Inter ist auch ein Triumph von Favre über Conte. Nach dem Hinspiel machte sich der Italiener noch über die defensive BVB-Ausrichtung lustig. Nach Favres Taktik-Kniff ist Conte aber sicher das Lachen vergangen.

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