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Thomas Tuchel kritisiert nach 1:5-Pleite PSG-Bosse & Kylian Mbappe

Meisterfeier erneut verschoben

Udo Hutflötz

22.05.2019 | 12:18 Uhr

PSG-Trainer Thomas Tuchel findet klare Worte nach der 1:5-Klatsche gegen den OSC Lille.
Image: PSG-Trainer Thomas Tuchel findet klare Worte nach der 1:5-Klatsche gegen den OSC Lille.  © Getty

Bereits zum zweiten Mal musste Paris die Meisterfeier verschieben. Nach dem Remis gegen Straßburg setzte es am Sonntag eine 1:5-Klatsche gegen Lille. Das nutzte Trainer Thomas Tuchel zum Rundumschlag.

"Ich hatte zum zehnten Mal in dieser Saison nur 15 Spieler auf dem Spielbericht. Das ist unmöglich! Wir spielten ohne Neymar, Cavani und Di Maria. Wir haben mit Diaby gespielt, der zwei Trainingseinheiten absolviert hat. Mit Kehrer, der krank ist. Es ist zu viel", tobt Tuchel im Anschluss an die herbe Niederlage gegen den Tabellenzweiten OSC Lille.

In der Aussage des ehemaligen BVB-Trainers schwingt auch eine heftige Kritik an den Bossen von Paris Saint-Germain mit, die dem Übungsleiter sowohl im vergangenen Sommer als auch im Winter nicht die entsprechenden Transferwünsche erfüllt haben.

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Tuchel: "Ich vermisse Rabiot und Diarra"

"Wir haben keine Spieler. Es ist offensichtlich, aber niemand spricht darüber, weil wir gewinnen. Aber jeder muss wissen, mit 14 oder 15 Spielern ist das nicht jede Woche möglich. Ich vermisse Rabiot und Lassana Diarra, das werde ich dem Präsidenten sagen", führt Tuchel seine Kritik fort.

Zudem kündigte der 45-Jährige ein Gespräch mit Sportdirektor Antero Henrique an. "Wir müssen alles reflektieren, weil so ist es viel zu viel. Wir müssen ehrlich zueinander sein."

Thomas Tuchel widerspricht Kylian Mbappe

Doch nicht nur die Verantwortlichen bekamen die Wut des Trainers ab. Auch an Superstar Kylian Mbappe richtete Tuchel deutliche Worte.

Mbappe selbst kritisierte nach der hohen Niederlage: "Wir werden zwar Meister, aber so darf man nicht verlieren. Das ist eine Frage der fehlenden Persönlichkeit, wenn man drei, vier oder fünf Gegentore bekommt. Dass man verliert, passiert, aber das war nicht normal. Wir müssen das korrigieren. Wir haben wie Anfänger gespielt, wir müssen aufhören, so zu verlieren."

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Tuchel konterte prompt: "Es ist jetzt sehr einfach, so wie Mbappe zu sagen, dass wir keine Persönlichkeit gezeigt haben. Ich bin mit seinen Aussagen nicht einverstanden."

Paris mit der nächsten Chance auf den Titel

Allerdings ist in Paris nicht alles schlecht. PSG hat sich in dieser Saison einen großen Vorsprung auf die Verfolger erspielt und damit bereits im nächsten Spiel die erneute Chance, mit einem Sieg die Meisterschaft auch rein rechnerisch klarzumachen.

Am Mittwoch gastiert der Hauptstadtklub dazu beim FC Nantes - allerdings erneut personell dezimiert, wie Tuchel anmerkte. "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wer in Nantes spielen kann. Verratti ist gesperrt, Thiago Silva und Meunier sind verletzt. Wir werden 13 oder 14 Spieler haben."

Jedoch scheiterte der Klub auch überraschend im Achtelfinale der Königsklasse nach einem 0:2-Auswärtssieg gegen Manchester United. Daheim setzte es im Rückspiel dann eine 1:3-Pleite.

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Paris St. Germain hat sich im Duell mit Manchester United gewissermaßen selbst rausgeschmissen. Vor allem in der ersten Hälfte gab es haarsträubende Fehler. Neben Gianluigi Buffon fiel Thilo Kehrer mehrfach negativ auf.

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