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Verrückter Elfer in Mainz: So reagieren Streich und Freiburg

Schiedsrichter holt Teams nach Pausenpfiff zurück aufs Feld

17.04.2018 | 17:49 Uhr

Nach dem Abpfiff besprechen Freiburg-Coach Christian Streich (l.) und Mainz-Trainer Sandro Schwarz die kuriose Szene,.
Image: Nach dem Abpfiff besprechen Freiburg-Coach Christian Streich (l.) und Mainz-Trainer Sandro Schwarz die kuriose Szene,. © Imago

Es ist die Aufreger-Szene vom Montagsspiel: Schiri Guido Winkmann pfeift zur Pause, die Gäste gehen in die Katakomben, nur um kurz danach zurück aufs Feld zu kommen. Der Videoassistent hatte dem Schiri einen Hinweis gegeben, der nach Ansicht der Bilder am Monitor auf Elfer entschied. Pablo de Blasis verwandelte für Mainz. Wir zeigen die Reaktionen von Freiburger und Mainzer Spielern und Verantwortlichen.

Die Szene rund um den Elfmeter nach dem Halbzeitpfiff überschattet den Mainzer 2:0-Sieg im Kellerduell gegen den SC Freiburg. Bei Eurosport äußersten sich die Protagonisten nach der Partie.

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Dazu sage ich nichts mehr. Ich war nicht ruhig in Schalke, deshalb bin ich jetzt ruhig", so der Freiburger Coach. Beim vergangenen Auswärtsspiel auf Schalke war Streich nach der kuriosen Gelb-Roten Karten gegen Nils Petersen noch komplett ausgerastet und musste auf die Tribüne.

Zum Nachlesen: So lief die Partie

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Mainz siegt dank einer kuriosen Elfer-Entscheidung im Kellerduell gegen Freiburg.

Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg) bei Eurosport: "Wir waren schon in der Kabine. Dann kam der Videoassistent ins Spiel, obwohl schon zur Halbzeit gepfiffen war. Es wurde viel diskutiert. Wir waren schon der Meinung, dass ein Haken an der ersten Hälfte ist, weil schon zur Halbzeit gepfiffen war. Beide Seiten haben es nicht verstanden. Wir müssen das schweren Herzens akzeptieren, es wird immer kurioser."

Schiedsrichter Guido Winkmann (rechts) pfeift in Mainz erst zur Pause und dann zum Elfmeter für den FSV.
Image: Schiedsrichter Guido Winkmann (rechts) pfeift in Mainz erst zur Pause und dann zum Elfmeter für den FSV. © Imago

Alexander Schwolow (Torwart SC Freiburg): "Es war sehr kurios, dass wir schon in der Kabine saßen. Wir konnten das erst einmal gar nicht glauben. Vom Gefühl her sage ich, dass es keiner war."

Sandro Schwarz (Trainer Mainz): "Ich glaube, dass die Entscheidung absolut korrekt war. Ich habe schon in der Kabine gesessen und die Szene auf dem Bildschirm gesehen. Der Zeitpunkt war natürlich für alle sehr unglücklich."

Lutz Michael Fröhlich (Leiter Video-Schiedsrichter): "Das sind Szenen, die eigentlich keiner haben will. Vom Ablauf her ist das keine Werbung, aber es war in diesem Fall tatsächlich nicht anders möglich. Damit muss man leben im Moment. Die Verständigung war wegen der ganzen Trillerpfeifen schwierig, der Schiedsrichter hat die Situation im Spiel überhaupt nicht wahrgenommen. Darum hat sich der Videoschiedsrichter darum gekümmert. Am Ende ist der Ablauf korrekt, aber er läuft dem Grundgedanken der Spontanität und der Emotion entgegen."

Schiedsrichter Guido Winkmann gegenüber dem Kicker: In der Situation selbst habe ich keine Wahrnehmung gehabt, dass es ein Handspiel gewesen sein könnte. Aus Köln kam dann der Hinweis, dass ich die Szene in jedem Fall selbst überprüfen muss, weil ein strafbares Handspiel vorgelegen habe. Weil ich schon abgepfiffen hatte, habe ich kurz den Hinweis gegeben, dass die Spieler bitte warten müssen. Ich bin dann zur Kontrolle rausgelaufen und habe mir die Szene nochmal angeschaut. Ich habe den weit abgespreizten Arm des Abwehrspielers gesehen, und der Ball geht unzweifelhaft an die Hand. Das ist ein strafbares Handspiel, das uns leider im Spiel verborgen geblieben war, aber durch den Videoschiedsrichter, beziehungsweise mich, dann festgestellt worden ist. (sid)

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