Als wäre er nie weg gewesen: Hummels vor brisanter BVB-Premiere

Vor dem Supercup gegen den FC Bayern München

BVB-Rückkehrer Mats Hummels ist in diesen Tagen ein beliebtes Selfie-Objekt.
Image: BVB-Rückkehrer Mats Hummels ist in diesen Tagen ein beliebtes Selfie-Objekt.  © Getty

Mats Hummels ist der Königstransfer bei Borussia Dortmund. Als lautstarker Leader soll er den BVB zur ersehnten Meisterschaft führen. Sein erstes Pflichtspiel birgt besondere Brisanz.

In den Tagen von Bad Ragaz ist Mats Hummels besonders präsent. Das Trainingslager in der Schweiz nutzt der 70-malige Nationalspieler, um immer wieder die Nähe der Fans zu suchen. Er schreibt fleißig Autogramme und stellt sich geduldig für zahlreiche Selfies zur Verfügung. Ansonsten macht er sich in der Öffentlichkeit rar.

Hummels, der stets seine Eloquenz bewies, meidet alle Kameras und Mikrofone. "Er inszeniert sich nicht als der Messias, der den BVB zum Titel führen muss", schildert Sky Reporter Jesco von Eichmann seine Eindrücke.

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Die ungewohnte, mediale Zurückhaltung ist nicht unbegründet. Hummels' zweiter Wechsel von der bayrischen Landeshauptstadt in die westfälische Metropole sorgte für großes Aufsehen. Und seine Pflichtspielpremiere im schwarz-gelben Trikot könnte brisanter kaum sein.

Reus über Hummels: "Gibt uns mehr Lösungen"

Im Supercup gegen den FC Bayern kommt es direkt zum ersten Wiedersehen mit seinen ehemaligen Teamkollegen. Im ausverkauften Signal Iduna Park vor 81.365 Zuschauern. Für Hummels alles andere als ein normales Spiel und auch für die beiden Teams hat das Duell einen besonderen Reiz. Immerhin ist es die erste Kraftprobe der beiden Meisteranwärter.

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Die Dortmunder haben die Jagd auf den Branchenführer längst eröffnet: Mit den prominenten Neuzugängen Hummels, Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz sowie verbalen Äußerungen hat der Vize-Meister offensiv wie lange nicht mehr seine Titelansprüche formuliert.

Eine tragende Rolle soll dabei Hummels einnehmen. "Er hat ein überragendes Aufbauspiel und gibt uns mehr Lösungen, die wir im vergangenen Jahr nicht hatten", lobt Marco Reus seinen neuen, alten Teamkollegen.

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Hummels bereits der Fixpunkt

Knapp 31 Millionen ließ sich der BVB die spektakuläre Rückholaktion kosten. Das Anforderungsprofil an den 30-Jährigen ist klar definiert. In erster Linie soll er der Defensive mehr Stabilität verleihen und den jungen Spielern mit seinen enormen Führungsqualitäten weiterhelfen.

Die ersten Wochen verlaufen vielversprechend. Hummels braucht keine lange Anpassungszeit. Er präsentiert sich so, als wäre er nie weg gewesen. "Er ist wie immer stark im Aufbau und bereits der Fixpunkt in der Innenverteidigung", berichtet von Eichmann. Aber nicht nur der Neuzugang präsentiert sich in guter Frühform.

Dortmund überzeugte bislang in der Vorbereitung und wurde seinen Ansprüchen vollauf gerecht. Sechs Siege in sechs Testspielen sprechen für sich. Wie stark das Team von Trainer Lucien Favre tatsächlich schon ist, wird sich aber erst am Samstag zeigen.

Dortmund ohne Brandt im Supercup gegen Bayern
Dortmund ohne Brandt im Supercup gegen Bayern

Borussia Dortmund muss im Supercup am Samstag gegen Bayern München auf Neuzugang Julian Brandt verzichten.

Vereinzelte Pfiffe nicht ausgeschlossen

Bis dahin wird Hummels noch die Wünsche einiger Autogramm- und Selfie-Jäger erfüllen. Er ist ein gefragter Mann, aber ein bisschen Schmusekurs muss auch sein, denn trotz allem gibt es einige Fans, die den prominenten Rückkehrer nicht mit offenen Armen aufnehmen werden.

Vereinzelte Pfiffe sind daher nicht ausgeschlossen. Diese könnte Hummels wiederum schnell verstummen lassen. Mit einem überzeugenden Auftritt und dem ersten Titel.

Mehr zum Autor Robin Schmidt