Borussia Dortmund: Rückt Fabio Silva bald in die Startelf von Niko Kovac?
Fabio Silva drängt bei Borussia Dortmund in die Startelf. Der portugiesische Angreifer bereitete beim 3:2 gegen den FC Villarreal ein Tor vor und sorgte nach seiner Einwechslung sofort für Gefahr.
09.09.2026 | 01:09 Uhr
Der 24-Jährige nutzt seine Chancen aktuell konsequent. Trainer Niko Kovac deutete nach dem Champions-League-Auftakt die Möglichkeit einer Doppelspitze mit Serhou Guirassy an.
Von Johann Spiegler
Niko Kovac weiß derzeit, dass er Spiele mit seinen Einwechslungen entscheiden kann. Denn: Bei Fabio Silva läuft es einfach! Der Stürmer befindet sich in der besten Verfassung, seitdem er für Borussia Dortmund aufläuft. Allein in dieser noch jungen Saison war er in bislang vier Spielen an vier Treffern (drei Tore, ein Assist) direkt beteiligt. Und das, obwohl er nach wie vor meistens von der Bank kommt und vergleichsweise nur wenige Minuten hat, um zu überzeugen.
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Die Zeit, die dem Portugiesen vom BVB-Trainer gewährt wird, nutzt er. Auch beim 3:2- Auftaktsieg in der Champions League gegen den FC Villareal avancierte Silva gewissermaßen zum entscheidenden Mann. Nach seiner Einwechslung in der 75. Minute benötigte der 24-Jährige nicht einmal 60 Sekunden, um den ehemaligen Torhüter von RB Leipzig, Peter Gulacsi, das erste Mal zu testen. In der 80. Minute bediente Silva seinen Sturmkollegen Serhou Guirassy mit einem Querpass im Fünferraum mustergültig - es war der so wichtige Führungstreffer zum 2:1.
Kobel über Silva: "Macht Spaß, wenn er so drauf ist"
"Er ist mega drauf, bringt geile Energie ins Spiel und hat direkt mit der ersten Aktion Gefahr ausgestrahlt", analysierte Gregor Kobel bei Prime Video die Leistung des Jokers. "Es macht Spaß, wenn er so drauf ist und so gefährlich ist." Ähnlich warme Worte fand auch Star-Stürmer Guirassy bei Prime Video: "Fabio Silva und ich spielen sehr gerne zusammen und im Training haben wir viel Spaß. Er ist ein super Spieler."
Es dürfte sich also beinahe automatisch die Frage stellen, wann Silva von Beginn an ran darf. "Man sieht wie die beiden harmonieren, wie sie sich füreinander freuen und sich suchen, obwohl sie auf der gleichen Position spielen", sagte Lars Ricken nach Abpfiff in der Mixed Zone und war sich sicher: "Wenn sie beide als Doppelspitze auf dem Platz stehen, ist es für den Gegner nicht immer ganz so einfach zu verteidigen."
Kovac deutet mögliche BVB-Doppelspitze an
Auch Ole Book konnte den Portugiesen für seine jüngsten Leistungen nur loben. "Wir nehmen alle zur Kenntnis, dass Fabio das toll macht", schwärmte der BVB-Sportdirektor. "Wenn Fabio so auftritt, wie in den letzten Spielen, unterstreicht er natürlich die Ambitionen für mehr Spielzeit."
Was die Verantwortlichen des BVB unisono nach dem ersten Champions-League-Spiel feststellten, lässt sich - umso mehr, weil Silva nur 15 Minuten auf dem Platz stand - sogar mit reichlich Daten unterfüttern. Der Torjäger zog nach seiner Einwechslung dreimal ab und alle drei Schüsse gingen auf das Tor (Datenquelle: Opta). Damit verzeichnete Silva genau so viele Versuche aufs Tor, wie Guirassy. Kurios: Außer den beiden Stürmern schoss kein anderer Spieler des BVB in den gesamten 90 Minuten aufs Gehäuse des Gegners.
Außerdem kam Silva innerhalb seiner Viertelstunde auf fünf Ballaktionen im gegnerischen Strafraum - nur Doppel-Torschütze Guirassy hatte mehr (9). "Fabio macht das richtig gut. Das freut mich - er blüht auf. Er macht das, was er kann, er arbeitet für die Mannschaft, spielt viele Chancen heraus und gibt Assists", setzte es folgerichtig bei der Pressekonferenz auch Komplimente von Seiten des Trainers.
Kovac' folgender Hinweis könnte dann auch als "Drohung" für die kommenden Gegner interpretiert werden: "Man sieht, dass wir auch dieses System mit zwei Stürmern genauso gut spielen können, wie mit einem Stürmer. Wenn wir neben Serhou (Guirassy, Anm.d.Red.) jetzt auch noch Fabio (Silva, Anm.d.Red.) dazu bekommen - und das bekommen wir - dann haben wir richtig was auf dem Kerbholz."
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