Didi Hamann über Werder Bremen und den Abstiegskampf

Werder Bremen kämpft in der Bundesliga um den Klassenerhalt. Zwölf Spiele in Serie ist das Team von der Weser ohne Sieg, in 22 Spielen stehen nur 22 Treffer zu Buche.

Trainer Daniel Thioune (l.) und  Justin Njinmah nach der Niederlage gegen den FC Bayern.
Image: Trainer Daniel Thioune (l.) und Justin Njinmah nach der Niederlage gegen den FC Bayern.  © Imago

"Das Problem der Bremer ist, dass sie keine Tore schießen", sagt Sky Sport Experte Didi Hamann, "sie haben vorne viel zu wenig Durchschlagskraft und erzielen kaum Tore durch Standards, das ist ihre Achillesferse und deshalb ist die Situation gefährlich.

Mit 19 Punkten steht Bremen auf dem Relegationsrang, nur zwei Zähler vor dem FC St. Pauli. Das Gastspiel bei den Hamburgern am Sonntag (ab 17:30 Uhr im Liveticker) ist das erste von mehreren direkten Duellen im Kampf um den Klassenerhalt.

"Wenn du unten stehst, ist der Druck anders als oben", erklärt Hamann. "Die Bremer müssen jetzt zeigen, dass sie beißen können. Das ist im Tabellenkeller gefragt. Wolfsburg hat zuletzt gut gespielt und in Leipzig einen Punkt geholt. St. Pauli hat gegen Stuttgart gezeigt, dass sie beißen können, die Bremer sind den Beweis schuldig."

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Wer soll die Tore für Werder schießen?

"Wir müssen mehr Schärfe beweisen in beiden Boxen", sagte Trainer Daniel Thioune nach dem 0:3 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende: "Dann wird es ein Stück weit leichter."

Leicht wird es nicht, aber immerhin haben die Bremer, sich mit Siegen gegen direkte Konkurrenten aus der Misere zu befreien. Heidenheim, Union Berlin, Mainz und in Wolfsburg heißen die nächsten Gegner.

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Doch wer soll die Tore schießen?

Abgänge von Füllkrug und Ducksch nicht kompensiert

"Jens Stage (6 Treffer) ist ihr bester Torschütze, wie letztes Jahr schon, aber Keke Topp (1 Tor) ist den Beweis noch schuldig, dass er ein Bundesligastürmer ist, und Justin Njinmah (4 Treffer) braucht zu viele Chancen", zählt Hamann auf. Werder habe "sehr gute Spieler abgegeben, aber es nicht geschafft, diese auch nur annähernd zu ersetzen."

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Niclas Füllkrug verabschiedete sich 2023 in Richtung Dortmund, der gebürtige Bremer Nick Woltemade wechselte 2024 nach Stuttgart, im vergangenen Sommer unterschrieb Marvin Ducksch nach vier Jahren in Bremen einen Vertrag beim englischen Zweitligisten Birmingham City.

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Werders Transferphase verlief schleppend, schließlich setzten die Hanseaten ihre Coins auf den Belgier Samuel Mbangula. Der Linksaußen, der für zehn Millionen Euro geholt wurde, hat drei Tore und vier Vorlagen beigesteuert, die hohen Erwartungen aber bisher noch nicht erfüllt.

Werder-Bosse in der Kritik

Die Leihe des ehemaligen Leverkuseners Victor Boniface (zwei Assists) erwies sich als Fehlgriff.

Der Trainerwechsel von Horst Steffen auf Thioune blieb bislang ebenfalls wirkungslos. Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball) und Peter Niemeyer (Leiter Profifußball) stehen in der Kritik.

"Es sind nicht die Wochen der Wahrheit, aber es sind die Spiele, in denen wir bestehen müssen", stellt Thioune fest. Für Werder zählt jetzt: Toreschießen und beißen.

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