Kessler hat sie im El-Mala-Poker alle in die Tasche gesteckt!

Thomas Kessler ist für mich der große Gewinner dieses irrsinnigen Transfer-Pokers um Said El Mala.

Said El Mala (l.) bleibt in Köln. Bei dem ganzen Wahnsinn gibt es für Sky Sport Reporter Marlon Irlbacher (r.) vor allem einen Gewinner.
Image: Said El Mala (l.) bleibt in Köln. Bei dem ganzen Wahnsinn gibt es für Sky Sport Reporter Marlon Irlbacher (r.) vor allem einen Gewinner.  © Imago

Borussia Dortmund wollte Said El Mala unbedingt verpflichten und bot laut Sky ein Gesamtpaket von bis zu 55 Millionen Euro. Doch der 1. FC Köln blieb hart. Mit der Vertragsverlängerung bis 2031 setzt der FC nun ein starkes Zeichen im Transferpoker um sein Top-Talent. Ein Kommentar von Sky Reporter Marlon Irlbacher.

Borussia Dortmund wollte El Mala unbedingt. Der Spieler selbst hätte diesen Schritt gerne gemacht. Und der BVB war bereit, dafür richtig tief in die Tasche zu greifen.

Nach Sky Sport Informationen bot Dortmund zuletzt 48 Millionen Euro fixe Sockelablöse, zwei Millionen Euro schnell erreichbare Boni und weitere fünf Millionen Euro, die schwieriger zu erreichen gewesen wären.

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Kessler wird nicht schwach

Macht ein Gesamtpaket von bis zu 55 Millionen Euro. Für einen 19-Jährigen. Für den 1. FC Köln. Da könnte man meinen: Irgendwann muss der FC doch schwach werden. Doch Thomas Kessler wurde es nicht.

50 Millionen Euro Sockelablöse sollten es sein. Und davon sind sie keinen Millimeter abgerückt. Dortmund ging diesen letzten Schritt nicht. Auch RB Leipzig beschäftigte sich anschließend mit El Mala. Aber auch dort war klar: Köln verkauft sein Top-Talent nicht unter der eigenen Bewertung.

Und genau das finde ich bemerkenswert!

Denn mehr als 50 Millionen Euro wären für den FC ein gigantisches Geschäft gewesen. Stattdessen hat Kessler gesagt: Wir haben einen langfristigen Vertrag, wir glauben an diesen Spieler - und wenn ihr unseren Preis nicht bezahlt, dann bleibt er eben hier.

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Und auch Said El Mala hat sich in dieser Situation bemerkenswert verhalten.

El Mal bekommt die Nummer 10

Er wäre gerne zum BVB gewechselt. Trotzdem gab es kein Theater. Trotz all der Schlagzeilen und Millionen-Angebote hat er im Training weiter jeden Tag Gas gegeben und sich nicht ablenken lassen. Und genau dafür belohnt ihn der FC jetzt.

Mit einem neuen Vertrag bis 2031, einer deutlichen finanziellen Aufwertung - und mit der vielleicht symbolträchtigsten Rückennummer beim 1. FC Köln: Said El Mala bekommt die Nummer 10. Die Nummer, die zuletzt Lukas Podolski beim FC getragen hat.

Diese Verlängerung ist für mich deshalb auch ein weiteres Ausrufezeichen hinter der starken Arbeit von Thomas Kessler. Er entwickelt diesen Kader gemeinsam mit Tim Steidten und Tobias Vierkötter weiter und zeigt gleichzeitig: Der 1. FC Köln muss seine besten Spieler nicht beim ersten großen Angebot verkaufen.

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"Natürlich bleibt ein Risiko"

Natürlich bleibt ein Risiko. Niemand weiß, ob in einem Jahr wieder jemand 50 oder 55 Millionen Euro für El Mala bietet. Aber genau deshalb muss man es am Ende vielleicht doch einmal etwas weniger journalistisch ausdrücken: Kessler und Steidten haben in diesem irrsinnigen Poker richtig Eier bewiesen. Cojones.

Dortmund wollte El Mala. Leipzig beschäftigte sich mit ihm. Mehr als 50 Millionen Euro lagen auf dem Tisch. Doch am Ende bleibt El Mala in Köln - und Thomas Kessler hat sie im Poker alle in die Tasche gesteckt.

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