Kwasniok steckt mit Köln im Abstiegskampf
Die Situation beim 1. FC Köln bleibt angespannt. Nur noch zwei Punkte trennen den FC aktuell vom Relegationsplatz 16, auf dem derzeit Werder Bremen steht.
05.03.2026 | 18:51 Uhr
Aus den vergangenen 15 Spielen holten die Kölner lediglich zwei Siege - eine Bilanz, die die Lage im Tabellenkeller der Bundesliga noch einmal verschärft hat.
Trotzdem haben die Verantwortlichen Trainer Lukas Kwasniok in dieser Woche öffentlich den Rücken gestärkt. Intern wie extern betonen Thomas Kessler und Co., dass sie den Weg mit dem 42-Jährigen weitergehen und gemeinsam den Klassenerhalt schaffen wollen. Kwasniok selbst formulierte die Zielsetzung im Gespräch mit Sky Sport unmissverständlich: "Unsere Meisterschaft ist der Klassenerhalt."
Klar ist aber auch: Die nächsten Wochen werden entscheidend. Der Druck rund um den FC - und auch rund um den Trainer - ist zuletzt spürbar gewachsen. In der Öffentlichkeit wird Kwasniok immer wieder kritisiert. Einige Fans bemängeln seine Außendarstellung, andere verweisen auf die zu geringe Punkteausbeute und fordern noch attraktiveren Fußball.
Effzeh spielt unter Kwasniok mutiger und offensiver als unter dessen Vorgängern
Doch ein genauerer Blick zeigt auch ein anderes Bild. Der FC spielt unter Kwasniok mutiger und offensiver als in den Jahren zuvor - etwa im Vergleich zu den Phasen unter Timo Schultz oder Gerhard Struber. Mit Spielern wie Said El Mala, Jakub Kaminski oder einem immer besser funktionierenden Stürmer Ragnar Ache hat der Trainer zudem andere spielerische Möglichkeiten als noch viele seiner Vorgänger.
Die Hoffnung am Geißbockheim ist deshalb klar: Dass sich die spielerische Entwicklung bald auch wieder in Punkten niederschlägt. Eine erste große Gelegenheit bietet sich bereits am Samstagabend im Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Der BVB reist nach zwei Niederlagen in Folge nach Köln - ein Gegner, der trotz seiner Qualität derzeit ebenfalls mit seinen Problemchen kämpft.
Sky Sport Info: Kein "Vier-Punkte-Ultimatum" für Kwasniok
"Endlich mal einen Großen schlagen" wäre ein starkes Signal im Abstiegskampf. Doch selbst wenn das nicht gelingt, wird die Art und Weise eine wichtige Rolle spielen. Der FC will zeigen, dass er in dieser schwierigen Phase konkurrenzfähig ist.
Nach Sky Sport Informationen gibt es für Kwasniok übrigens kein "Vier-Punkte-Ultimatum" für die nächsten drei Spiele, wie zuletzt in mehreren Medien berichtet wurde. Klar ist aber: In den Gesprächen der vergangenen Tage haben sie dem Coach deutlich gemacht, dass der FC jetzt wieder Ergebnisse braucht.
Denn so klar die Rückendeckung aktuell auch formuliert wird - am Ende zählen im Abstiegskampf vor allem eines: Punkte.
Mehr zum Autor Marlon Irlbacher
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