Real Madrid wankt: Sorgen um Cristiano Ronaldo, Entwarnung bei Toni Kroos

CL-Kracher live und exklusiv auf Sky

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Zidane: Wollen Atmosphäre aufsaugen

Real Madrid ist der Riese des europäischen Fußballs. Doch vor dem Spiel bei Borussia Dortmund wankt er.

Als Toni Kroos am Montagmorgen seinen Fensterplatz neben Torhüter Kiko Casilla im Flieger nach Deutschland einnahm, sah die Welt von Real Madrid wieder etwas rosiger aus. Schräg gegenüber vom genesenen Weltmeister lächelte Superstar Cristiano Ronaldo in die Kamera des Klubfotografen - als wollte er demonstrieren: Die Sorgen lassen wir mal schön in Spanien zurück.

Denn vor dem Gruppenspiel der Champions League am Dienstag (ab 19:00 Uhr live und exklusiv auf Sky) wankt der Titelverteidiger bedenklich. Am Montag versammelte sich am Terminal 4 des Flughafens Adolfo Suárez Madrid-Barajas eine seltsam verunsicherte Reisegruppe. Vier Monate nach dem Triumph von Cardiff, dem zwölften ("Duodécima") in der Königsklasse, hat die Siegmaschine Real ein bisschen von ihrer Selbstverständlichkeit verloren.

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Balsam für Real Madrid

Der europäische Fußball-"Clásico" in Dortmund, wie das Hausblatt Marca das mittlerweile obligatorische Gruppentreffen mit dem BVB nennt, soll jetzt etwas "Balsam" (Sportblatt AS) bringen. Dass es Kroos nach seinen Rippenproblemen besser geht, war eine ermutigende Nachricht. "Ich werde alles geben, um dabei zu sein", sagte er, bei Twitter schrieb er nach der Landung von einer "großen Herausforderung". Trainer Zinedine Zidane betonte: "Er ist hier, und ihm geht es gut."

Kroos war nicht die einzige Personalie, die Trainer Zidane Sorgen bereitete. Gar nicht erst mit nach Dortmund reisten die verletzten Stammspieler Karim Benzema und Marcelo. Theo Hernández, Marcelos natürlicher Ersatz auf der linken Abwehrseite, ist ebensowenig bereit wie Mateo Kovacic und Jesús Vallejo. Und, oh je, Ronaldo trifft nicht mehr!

Barca mit sieben Punkten Vorsprung

In den beiden Liga-Spielen seit Ende seiner Rotsperre gegen Betis Sevilla (0:1) und am vergangenen Samstag bei Deportivo Alavés (2:1) gab der große Portugiese 20 Schüsse ab - vergeblich. In Alavés war sein Unmut über manchen Mitspieler unübersehbar. Dann nervt auch noch dieser Lionel Messi, Ronaldos ewiger Rivale, der in der Primera División bereits neun Treffer erzielte - Messis FC Barcelona hat sieben Punkte Vorsprung.

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In der Bundesliga ist Tabellenführer Borussia Dortmund derzeit nicht zu bremsen, mit Real Madrid wartet in der Champions League nun aber ein deutlich größeres Kaliber.

Zidane versuchte, die Sorgen um Ronaldo zu zerstreuen. "Wenn er nicht trifft, fragt ihr, aber er ist ruhig", sagte er den Reportern. Außerdem hat Ronaldo, der in Dortmund sein 150. Spiel in europäischen Wettbewerben bestreitet (110 Tore), zum Auftakt gegen APOEL Nikosia doppelt getroffen. "Wichtig ist doch, dass Cristiano Chancen hat", sagte Dani Ceballos, der in Alavés das Toreschießen übernommen hatte.

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Modric und Bale vor Rückkehr

Ceballos, Neuzugang von Betis, wird in Dortmund nicht in der ersten Elf erwartet. Stattdessen kehren neben Kroos die im Baskenland geschonten Luka Modric und Gareth Bale zurück. Kroos und Modric sollen helfen, die anfällige Defensive zu stabilisieren. Am Samstag gestattete Real Gegner Alavés, dem Schlusslicht der spanischen Liga, das erste Saisontor sowie zwei Pfostenschüsse.

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Allerdings: Real mag verwundbar sein, stellt aber weiter munter Rekorde auf. Bei Alavés glückte der zwölfte Auswärtssieg in Serie, die Bestmarke des FC Barcelona wurde damit eingestellt. In 33 Auswärtsspielen nacheinander hat Madrid in Spanien jetzt getroffen - Topwert. Und: In der Champions League erzielte Real in den vergangenen 37 Begegnungen immer mindestens ein Tor.