Sky Sport Kolumne von Wolff Fuss zum 1. FC Köln und Trainer Lukas Kwasniok
Der 1. FC Köln hat am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach einen wichtigen Sieg im Rheinderby verpasst. Die Gemengelage beim Effzeh ist maximal schwierig.
22.03.2026 | 11:05 Uhr
Sky Sport Kommentator Wolff Fuss mit einem besonderen Blick auf den 1. FC Köln und Trainer Lukas Kwasniok.
Es ist eine sehr komplexe Situation in Köln. Da wäre ein Trainer in seinem ersten Bundesliga-Jahr. Mit einer mindestens mal besonderen Außendarstellung, mit mindestens mal expressionistischem Auftritt.
Er trug Trikot und Weihnachtspullover an der Seitenlinie, Mönchskutte und Schlumpfkostüm an Karneval. Eigentlich passt Lukas Kwasniok nach Köln. Trotz aller Widrigkeiten, Indiskretionen und Gerüchten hat er nie die Mannschaft verloren oder die Mannschaft nie offensichtlich gegen ihn gespielt. Der 1. FC Köln war in jedem Spiel konkurrenzfähig, hat nie hoch verloren, hat trotz umfangreicher Ausfälle in der Abwehr ein passables Torverhältnis.
Das Dilemma von Sportchef Kessler
Der Effzeh ist gut in die Saison gekommen, hat dann allerdings von den letzten 18 Spielen nur noch zwei gewonnen. Das treibsandartige Abrutschen mitten in den Abstiegskampf war die Folge. Immer wieder fehlten Kleinigkeiten, auch immer wieder andere, die den Effzeh daran hinderten, Spiele zu gewinnen.
Hier beginnt das Dilemma von Sportchef Thomas Kessler. Gestern im Derby beispielsweise: Seine Kölner lagen früh zurück, drehten das Spiel, kassierten den Ausgleich, lagen wieder zurück und kämpften sich in ein 3:3, mit dem sie sich, zumal nach dem Platzverweis, zufrieden geben mussten.
Braucht Köln einen neuen Impuls?
Vermutlich würde, unter anderen tabellarischen Vorzeichen, der Kampfgeist und der Einsatzwillen gelobt. Für die aktuelle sportliche Situation war der Punkt eigentlich nicht ausreichend. Dafür wurden in Köln in dieser Saison zu häufig Spiele mit zu wenigen Punkten gelobt. Jetzt sind 14 Tage Pause. Es ist die letzte vor dem Saisonendspurt.
Thomas Kessler muss eine Entscheidung treffen. Wahrscheinlich braucht es einen neuen Impuls, der die entscheidenden Prozente findet, die den 1.FC Köln wieder Spiele gewinnen lassen. Die grundsätzliche Bundesliga-Tauglichkeit hat der Kader in den vergangenen 27 Spieltagen durchgehend unter Beweis gestellt.
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