SV Elversberg: Vincent Wagner gegen FC Bayern gesperrt - DFB weist Einspruch zurück
Vincent Wagner wird der SV Elversberg im Bundesligaspiel gegen den FC Bayern fehlen. Das DFB-Sportgericht wies den Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte zurück und bestätigte die automatische Sperre.
07.09.2026 | 20:22 Uhr
Der Elversberg-Trainer verpasst damit das bislang größte Spiel seiner Karriere. Das Spitzenduell gegen den FC Bayern findet ohne Wagner an der Seitenlinie statt.
Vincent Wagner bleibt für das bislang größte Spiel seiner Trainerkarriere gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der SV Elversberg gegen die Gelb-Rote Karte aus dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach nach nur wenigen Stunden zurück. Damit hat auch die mit dem Platzverweis verbundene automatische Sperre von einem Meisterschaftsspiel Bestand. Wagner wird seinem Team damit am Sonntag (17.30 Uhr im Liveticker auf skysport.de und in der Sky Sport App) im Spitzenduell gegen den FC Bayern fehlen.
Das Sportgericht schrieb in seiner Begründung, dass es "keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters gemäß § 11 Nr. 3 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung und damit für eine ausnahmsweise Aufhebung der automatischen Sperre" gebe. Gemäß Rechtsprechung der UEFA sei "ein solcher Ausnahmetatbestand nur dann gegeben, wenn eine Personenverwechselung vorliegt, oder es zwischen Trainer und Schiedsrichter keinerlei Kontakt gab und sich der vom Platz gestellte Trainer auch sonst in keiner Weise sportwidrig verhalten hat".
Elversberg kann nochmal Einspruch einlegen
Gegen diese Entscheidung kann die SV Elversberg binnen 24 Stunden nochmals Einspruch einlegen. Im Urteil gibt das DFB-Sportgericht an, dass Wagner gemäß den Angaben des Unparteiischen aus größerer Entfernung auf diesen zugelaufen sei, obwohl der Vierte Offizielle den Trainer zuvor aufgefordert habe, dies zu unterlassen. Diese Darstellung werde durch die Fernsehbilder bestätigt. Somit liege eine Tatsachenentscheidung des Referees vor, an die auch das Sportgericht "grundsätzlich gebunden" sei.
Zudem habe das Gericht keine Anhaltspunkte dafür gefunden, "dass die automatisch eintretende Sperre grob unbillig oder willkürlich sein könnte". Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hatte am Sonntag im Doppelpass bei Sport1 eingeräumt, dass der Platzverweis gegen Wagner "in Summe eine unglückliche Situation" gewesen sei. Selbst die Verantwortlichen vom kommenden Elversberger Gegner sprachen sich gegen eine Strafe aus. "Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperre auszusprechen. Wenn das alle so sehen", sagte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen.
Nachdem durch eine falsche Einwurf-Entscheidung ein Gegentor gegen seine Mannschaft gefallen war, hatte sich Wagner aus stillem Protest aufs Feld gestellt. Dafür gab es die erste Verwarnung. Der Platzverweis folgte, obwohl Wagner weder aggressiv auf den Schiedsrichter zugegangen war, noch ihn verbal attackierte. Das sorgte für Diskussionen.
SID
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