Volland zur Spuck-Attacke: "Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga"
Bundesliga, 29. Spieltag: Die besten Stimmen des Spieltags
14.04.2019 | 15:19 Uhr
Für eine hässliche Szene sorgte Stuttgarts Santiago Ascacibar beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen. Die Reaktionen auf die Spuck-Attacke gibt es hier im Überblick.
Borussia Dortmund - Mainz 05 2:1
Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...
... zu Torhüter Roman Bürki: "Es war natürlich nicht unser Plan, dass Roman uns hier in einem Heimspiel die drei Punkte rettet. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht, das müssen wir sagen. Keine Ahnung, warum wir da nicht mehr Fußball gespielt haben. Wir haben uns viel zu wenig bewegt und hatten ganz, ganz wenige Torchancen - für mich in der zweiten Halbzeit unerklärlich."
... zum Spiel: "Wir wussten, dass wir ein Zeichen setzen müssen - für uns und auch für die Fans. Das haben wir in der ersten Halbzeit auch umgesetzt, aber mit der zweiten Hälfte können wir überhaupt nicht zufrieden sein, weil wir da nicht mehr gut Fußball gespielt haben."
... zum Bruch im BVB-Spiel: "Das darf uns nicht passieren, weil Mainz eigentlich tot war. Wir hatten uns eigentlich Selbstvertrauen geholt, weil wir spielerisch ganz okay gespielt haben. Es ist für mich unerklärlich, warum wir in der zweiten Hälfte so nachlassen und Mainz das Spiel machen lassen und uns so hinten rein drängen lassen."
… zur zweiten Halbzeit: "Wir sind nicht mehr gut in die Zweikämpfe gekommen, weil wir Mainz das Spiel haben machen lassen. Das darf uns zu Hause einfach nicht passieren. // Wir müssen dann ehrlich sagen, dass wir das Spiel mit Hängen und Würgen gewonnen haben."
… zu den Erwartungen in den nächsten Spielen: "Dass ich jede Menge Einzelgespräche geführt habe, ist völlig falsch. Wir führen als Team viele Gespräche, natürlich muss ich da vorangehen. Aber wir haben genug Spieler, die auch Erfahrung haben, die auch etwas sagen können. Das teilen wir schon auf mehrere Schultern auf. Ich erwarte, dass so ein Spiel wie letzte Woche nicht noch einmal passieren kann, vor allem in der Art und Weise nicht. Wir müssen einfach versuchen, so zu spielen, wie heute in der ersten Halbzeit. Dann sind wir eine gute Mannschaft. Wenn du in der Bundesliga fünf bis zehn Prozent nachlässt, dann wird es schwierig, auch für uns. Wenn du Meister werden willst, dann musst du an deine Grenzen gehen und auch darüber hinaus."
… zur restlichen Saison: "Ich gehe davon aus, dass es bis zum Ende spannend bleibt. Man hat heute gesehen, dass es gegen jede Mannschaft schwer ist - auch zu Hause. Natürlich ist es irgendwann auch eine Frage des Kopfes, das spielt einfach eine Rolle. Wir haben viele junge Spieler. Ich finde, man sollte das auch nicht ausblenden, sondern man muss damit leben und dagegen ankämpfen mit einer gewissen Lockerheit und Spaß."
Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund) …
… zum Spiel: "Ich bin nicht so glücklich über das Spiel, das wir gespielt haben in der zweiten Halbzeit, vor allem die letzten 15 Minuten. Wir haben ein super Spiel gemacht von Anfang an und zwei Tore geschossen. Als Mainz das 2:1 geschossen hat, waren wir ein bisschen ängstlich. Wir haben nur noch versucht, zu verteidigen. 'Zu verteidigen' ist noch gut ausgedrückt, wir standen nur noch hinten drin und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen."
... zum Bruch im BVB-Spiel: "Heute haben wir es eigentlich sehr gut verteidigt. Ich würde nicht sagen, dass die Dominanz direkt bei Wiederanpfiff weg war, sondern eher auf die letzten 15 bis 20 Minuten tippen, in denen wir wirklich fast hinten reingedrängt wurden in unserem eigenen Stadion. Wir haben ein sehr gutes Team mit guten individuellen Spielern. Leider hat uns das heute nicht viel gebracht, aber wir haben gewonnen."
… zu seiner Leistung: "Es ist schön, wenn man sich als Torwart auszeichnen konnte und dem Team so hilft, das Spiel zu gewinnen."
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
… zum Spiel: "Wir haben gewonnen, nur das Ergebnis zählt."
… zu seiner Analyse: "Die erste Halbzeit war gut, wir haben mit viel Tempo gespielt. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit mehrere Gelegenheiten, wir nutzen sie aber nicht. Mainz hat sein System gewechselt, da hatten wir Probleme das zu verteidigen, weil unsere Außenverteidiger zu häufig in Eins-gegen-Zwei-Situationen geraten sind. Das war das Problem."
Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) …
… zum Spiel: "Es war mehr drin. In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, da haben wir uns selbst geschlagen und waren nicht konsequent genug, gerade bei den Gegentoren. Kurz vor der Halbzeit waren wir dann am Drücker. Die zweite Hälfte war herausragend. Wir hatten alles drin, was wir brauchen: Energie, gut verteidigt, Torchancen gehabt, Fußball gespielt. Ärgerlich, dass wir das 2:2 nicht über die Linie gedrückt haben. Trotz allem haben wir alles rausgefeuert, sind 127 Kilometer gelaufen und haben Torchancen gehabt ohne Ende."
… zur Leistung des BVB in der zweiten Hälfte: "Es ist nicht meine Aufgabe, Dortmund zu bewerten. Wir haben es sehr gut gemacht. Wir haben schon in der Halbzeit gesagt, dass wenn wir dranbleiben und das 2:1 machen, dann wackelt das ganze Ding hier. Wir waren gut im Spiel, wir waren griffig. Wir hätten es verdient gehabt, das muss man sagen. Am Ende ist es ärgerlich."
VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:1
Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) ...
… zur Spuck-Attacke von Santiago Ascacibar gegen Kai Havertz: "Er hat ihn angespuckt. Kai hat es gerade in der Kabine noch einmal gesagt. Es ist nicht das erste Mal bei dem Kollegen, ich glaube, der hat ihm in der ersten Halbzeit auch schon vor die Füße gespuckt. Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga."
Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart) …
… zum nächsten Spiel beim FC Augsburg: "Wenn wir Tabellen-15. werden wollen, müssen wir in Augsburg gewinnen."
… zum Spiel: "Wir haben gewusst, dass der Gegner Qualität hat. Wir wollten es gut verteidigen, haben das auch lange Zeit gut hinbekommen. Aber in der Vorwärts- und Umschaltbewegung waren wir zu unsauber. Das ist unser Problem."
… zu den positiven Aspekten des Spiels: "Das Engagement war positiv, aber es geht um Punkte. Von daher bleibt nicht viel Positives."
… zur Spuck-Attacke von Santiago Ascacibar gegen Kai Havertz: "Ich weiß nicht, was genau war. Ich möchte mir die Bilder anschauen und dann urteilen. Wenn er gespuckt hat, geht das natürlich nicht."
Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...
… zur Spuck-Attacke von Santiago Ascacibar gegen Kai Havertz: "Das ist das Schlimmste, was man machen kann. So etwas macht man nicht."
Gonzalo Castro (VfB Stuttgart) …
… zu den von ihm verursachten Strafstoß: "Ich war einen Tick zu spät und habe zu spät gesehen, dass ich im Sechzehner bin. Das geht klar auf meine Kappe das Tor und anscheinend auch die Niederlage."
Ron-Robert Zieler (Torhüter VfB Stuttgart) ...
… zum nächsten Spiel beim FC Augsburg: "Wenn wir noch direkt drin bleiben wollen, müssen wir nächste Woche gewinnen. Im Fußball kann viel passieren und nächste Woche ist noch keine Entscheidung gefallen, aber das ist brutal wichtig. Für den direkten Ligaverbleib brauchen wir drei Punkte. Die Mannschaft lebt schon, sie versucht und tut. Vielleicht haben wir auch mal das Quäntchen Glück auf unserer Seite."
Sky Schiedsrichter-Experte Markus Merk ...
… zur Roten Kare gegen Santiago Ascacibar: "Bei Spucken ist die Tendenz schon einmal vier Spiele. Die Aufregung, das Stoßen gegen Havertz und gegen den Schiedsrichter erschwert das natürlich noch einmal. Wenn Tobias Stieler das alles so meldet, würde ich tippen, Santiago Ascacibar hat Sommerpause."
Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach 0:1
Thomas Doll (Trainer Hannover 96) …
… zum Spiel: "Mehr ist nicht drin, ganz klar. Das muss man eindeutig sagen. Die Jungs haben das wieder klasse gemacht und sich reingehauen. Am Ende reicht es einfach nicht, um Fußball-Spiele zu gewinnen. So klar müssen wir das analysieren und so ehrlich müssen wir das auch sehen. Du kannst trotzdem keinem einen Vorwurf machen."
… zu den nächsten Spielen: "Wir geben weiter Gas. Ich werde hier jetzt nicht erzählen, wir gewinnen die letzten fünf Spiele oder so - das ist ja Blödsinn. Was soll ich ihnen jetzt vor der Kamera erzählen?"
… zu den Gründen für die Niederlage: "Wir belohnen uns nicht. Das ist einfach so. Es reichen beim Gegner manchmal ein, zwei Chancen. Wenn man sich nur mal das Tor ansieht, da haben wir alle Spieler hinter dem Ball. Also Freunde, wenn man solche Tore bekommt, das ist dann mehr als bitter. Am Ende steht man dann immer mit leeren Händen da."
Dieter Hecking (Trainer Mönchengladbach) …
… zum Spiel: "Wir wollten mal wieder gewinnen - das war das Wichtigste. Heute war es ein Spiel, in dem wir schon in der ersten Halbzeit den Sieg hätten eingetütet haben müssen. Dann zittern wir uns irgendwie zum 1:0-Sieg."
… zur Verletzung von Lars Stindl: "Überhaupt kein Vorwurf an den Gegenspieler Ostrzolek, es gehen beide zum Ball. In dem Moment ist Lars eben in der schlechteren Situation und wird dann unglücklich getroffen im Zweikampf. Es ist natürlich für Lars sehr, sehr bitter. Er fehlt uns natürlich nicht nur im Endspurt. Es ist auch für den Kapitän und Menschen Lars Stindl sehr, sehr schwierig."
Werder Bremen - SC Freiburg 2:1
Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) …
… zu Claudio Pizarro: "Mir fehlen häufig die Worte für Claudio. Er war zwischendurch drei Wochen verletzt, dann kommt er wieder. Er macht die Mitspieler besser. Er gibt dem ganzen Stadion das Gefühl, jetzt passiert wieder was. Ich bin sehr froh, ihn mindestens dieses Jahr noch bei uns zu haben. Auch für ihn wollen wir die Saison sehr erfolgreich zu Ende spielen."
… zu Claudio Pizarros Zukunft: "Wir haben das ja klar mit ihm besprochen. Wenn er ein Signal gibt, dann werden wir sprechen."
Claudio Pizarro (SV Werder Bremen) …
… auf die Frage, was der Schlüssel zum Erfolg war: "Wir haben Geduld gehabt. Am Anfang war es nicht so einfach, weil alle elf Spieler hinten gestanden haben. Aber in der zweiten Hälfte konnten wir etwas mehr Fußball spielen. Dann haben wir die Tore auch gemacht."
Davy Klaassen (SV Werder Bremen) …
… zu Claudio Pizarro: "Wir wissen, wenn Claudio reinkommt, dann passiert hier im Stadion etwas Spezielles. Er ist immer gefährlich in der Box und gibt uns Vertrauen."
RB Leipzig - VfL Wolfsburg 2:0
Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) …
… zur Bedeutung des Sieges im Kampf um die Champions League: "Jetzt kommt noch einmal ein ganz wichtiges Spiel nächstes Wochenende in Gladbach. Wenn wir dort so auftreten wie gegen Leverkusen und heute, und wir dort den nächsten Auswärtssieg landen, dann lege ich mich fest: Dann sind wir so gut wie sicher drin."
… zum Spiel: "Wir haben das fantastisch gemacht heute. Wir haben wenig zugelassen, alle Jungs im Abwehrbereich haben das gut gemacht. Das einzige, was man am Ende bemängeln kann, ist, dass noch ein paar Tore mehr hätten fallen können. Der gegnerische Torwart hat dafür gesorgt, dass nicht noch ein paar Tore mehr gefallen sind. Wir hatten super Kontersituationen, die wir teilweise auch richtig gut ausgespielt haben. Ich bin absolut zufrieden. Es war ein klasse Auftritt."
… zur konditionellen Stärke seiner Mannschaft: "Wir haben natürlich jetzt ein paar Alternativen mehr, die Jungs sind alle langsam in Topform. Wenn ich mir Emil Forsberg, Kevin Kampl oder Marcel Sabitzer anschaue, was die heute gespielt haben, wir haben extrem offensiv aufgestellt, aber alle haben defensiv richtig gut mitgearbeitet."
Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel: "Wir haben gegen eine Topmannschaft gespielt, die im richtigen Moment die Tore gemacht hat. Es waren für uns ein bisschen billige Gegentore. Was positiv war, ist, dass die Mannschaft nie aufgegeben hat. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, weil sie immer alles probiert hat."
Pavao Pervan (Torwart VfL Wolfsburg) …
… zu seiner Leistung: "Es ist immer schwer, wenn die Mannschaft einen Torwart gewohnt ist und dann auf einmal kommt ein zweiter dazu. Ich glaube, dass ich in der zweiten Halbzeit gute Bälle halten konnte, in der ersten Halbzeit aber sicher Sachen dabei waren, die ich besser hätte machen können. Ich werde mir das noch einmal genauer anschauen und mit meinem Torwarttrainer genauer analysieren."
Sky Experte Christoph Metzelder ...
... zu Kevin Vollands Worten gegen Santiago Ascacibar: "Ich glaube, Kevin Volland wollte es wahrscheinlich so scharf nicht ausdrücken, weil am Ende lege ich für mich selber die Messlatte ja moralisch sehr hoch. Jeder Spieler weiß, dass Dinge da auch mal passieren können, für die man sich später schämt. Ascacibar ist ein Grenzgänger, das geht absolut nicht und wird mit aller Schärfe geahndet."
Sky Experte Reiner Calmund ...
... zu den Chancen des VfB Stuttgart: "Es ist eine Mannschaft, die für mich von der Besetzung nicht zu den letzten zwei Teams gehört. Man muss aber auch sagen, die Spiele werden weniger. Die müssen jetzt mal zusammenrücken und sagen: Wir werden das alle gemeinsam schaffen. So ein Verein wie Stuttgart gehört in die Bundesliga. Nach so einer Serie bist du verunsichert. Es kommt nicht mehr als heiße Luft."