Wer wird Trainer bei Tottenham nach der Entlassung von Thomas Frank?
Einen Tag nach der Pleite gegen Newcastle hat Tottenham Hotspur die Reißleine gezogen und sich von Teammanager Thomas Frank getrennt. Können die Spurs den Sturzflug stoppen? Und wer wird neuer Trainer?
11.02.2026 | 14:34 Uhr
Der ehemaliger Erfolgscoach Mauricio Pochettino gilt als möglicher Kandidat, doch der Argentinier hat aktuell noch einen wichtigen Job.
Stell dir vor, Tottenham gewinnt die Champions League und steigt aus der Premier League ab. Dieses Szenario klingt wie ein Witz, doch zumindest für den zweiten Teil der These ist die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering.
Derzeit stehen die Chancen, dass die Spurs aus der englischen Eliteliga absteigen, beim Wettanbieter Sky Bet bei 5:1, das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 16 Prozent.
Einen Tag nach der 1:2-Heimniederlage gegen Newcastle United trennte sich der Klub aus Nordlondon von Trainer Thomas Frank. Wer die Nachfolge des Dänen antreten wird, ist ebenso unklar wie die sportliche Zukunft des Klubs.
Spurs in der Premier League im freien Fall
Tottenham steht in der Liga auf Platz 16, nur fünf Punkte vor West Ham United auf dem ersten Abstiegsplatz.
Doch im Gegensatz zum Londoner Rivalen, der von den vergangenen fünf Spielen drei gewann, zeigt die Formkurve der Spurs stark nach unten: Nur zwei Punkte holte die Mannschaft unter dem nun geschassten Frank aus den letzten sechs Ligaspielen und ist damit ebenso schlecht wie Schlusslicht Wolverhampton.
ManUnited im Aufwind, Spurs im Tiefflug
Die vergangene Spielzeit beendete das Team mit dem ehemaligen Trainer Ange Postecoglu auf Platz 17, qualifizierte sich aber als Sieger der Europa League für die Königsklasse.
Während der damalige Finalgegner Manchester United nach der Trennung von Trainer Ruben Amorim unter Michael Carrick einen Höhenflug erlebt und in der Premier League aktuell Vierter ist, taumeln die Spurs in Richtung Abgrund.
Hop in der Champions League, Flop in der Liga
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Ergebnisse in der Champions League, in der die Londoner fünf ihrer acht Spiele gewannen, darunter jeweils 2:0 gegen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt, und sich als Tabellenvierter direkt für das Achtelfinale qualifizierten.
Die einzige Niederlage kassierten die Spurs beim 3:5 bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Es könnte die beste Champions-League-Saison des Klubs seit 2019 werden, als Tottenham im Finale gegen Liverpool verlor.
Damals spielten noch Harry Kane und Heung-Min Son im Sturm, auf der Trainerbank saß Mauricio Pochettino. Unter ihm erlebte Tottenham die beste Zeit seit der Jahrtausendwende: Fünfter, Dritter, Zweiter Dritter und Vierter wurden die Spurs zwischen 2014/15 und 2018/19.
Pochettino - "der mit den Wimpern klimpert"
Viele Fans wünschen sich den Argentinier zurück. "Alle Augen sind auf Mauricio Pochettino gerichtet, der in Podcasts mit den Wimpern klimpert, als er von einer romantischen Rückkehr zu den Spurs erzählt", schreibt die Daily Mail.
"Pochettino hat jedoch einen Job als Trainer des WM-Gastgebers USA. Eine Rückkehr vor dem Turnier im Juni ist daher ausgeschlossen", heißt es weiter.
Auch Roberto De Zerbi, der kürzlich in Marseille gehen musste, und sich zuvor in Brighton einen Namen gemacht hatte, gilt als ein möglicher Kandidat.
Wer sitzt im Derby gegen Arsenal auf der Bank?
Frank, der im vergangenen Sommer vom FC Brentford nach London gewechselt war, kam auf eine Siegwahrscheinlichkeit von nur 26,9 Prozent - der schlechteste Wert aller Spurs-Trainer in der Premier-League-Geschichte.
Wer auch immer sein Nachfolger wird, die Aufgaben werden nicht einfacher: Am 22. Februar empfangen die Spurs Tabellenführer Arsenal zum Nordlondon-Derby.